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FlyingTiger aktualisiert.
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17. Januar 2010 um 20:38 Uhr #22191
Archie MolloyTeilnehmerSeit letzter woche befinden wir uns offiziel in einer neuen Minieiszeit.
http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-1242011/DAVID-ROSE-The-mini-ice-age-starts-here.html
Nun gibt es immer noch einige Skeptiker, das Problem ist wohl das es höchst ‚unpopulär‘ ist wissenschaftliche Ergibnisse zu veröffentlichen,
die irgentwie gegen die Klimaerwärmung sprechen könnten. Der Artikel weisst aber ausdrücklich daraufhin, dass die Co2 Emissionen , trotzdem einen negativen Effekt haben, dass sich die auftetenden Extrema, d.h. der Unterschied zwischen Maximalen und Minimalen z.B Lufttemperatur in Deuschland, zwischen der Minieiszeit und der Zeit danach durch den Einfluss des Menschen noch weiter verstärken werden.
Auf Surfholland.com wo ich auf den Artikel gestossen bin wird behauptet, dass sich dadurch die Wellen in Holland , durch die gehäuft auftretenden Stürme verbessern.
Fakt ist, dass dieses Jahr das beste Surfjahr war, was ich erlebt habe in Holland seitdemdem ich in 2006 nach Den Haag gezogen bin.- Was denken die anderen hoppy Meteorologen hier im Forum ?
Warum sollten häufiger Stürme auftreten, wenn die Sommer kälter werden sollen , ( falls das überhaupt geht 😉 wenn der Unterschied zwischen z.B Nordsee Wassertemperatur im Sommer und im Winter gleich bleibt und sich nur nach ‚unten‘ verschiebt. Oder wenn sich das Meer insgesamt mehr abkühlt und kleinere Temperaturunterschiede die regel sind. Mir ist klar das ich kein Experte bin und dass es sich hier um höchstabstrakte Modelle handelt, die von Leuten ausgedacht wurden die zehnmal mehr Zeit in Mathe lernen und verstehen investierthaben , als wir alle in surfen. Trotzdem beschäftigt sich jeder Surfer mehr oder weniger mit dem Wetter und die hier im Forum versammelte Erfahrung aller User, die nicht auf den Ostswell in Holland warten, stellt auch eine Wissenquelle da. Deswegen meine Fragen an dieser Stelle. – Eine Veränderung der Meeresströmung hat durch den veränderten Verlauf der Tiefdrucksysteme natürlich erheblich Einfluss auf die Surfbedigungen weltweit (z.B drei Monsterswells in Hawaii in den letzten drei Monaten was selbst dort ungewöhnlich ist) sehen ‚Sie‘ das auch so my fellow surfers?http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-1242011/DAVID-ROSE-The-mini-ice-age-starts-here.html
17. Januar 2010 um 21:24 Uhr #110393
shakin_rogaGastFakt ist, dass dieses Jahr das beste Surfjahr war, was ich erlebt habe in Holland
Dem stimme ich zu, aber 2005 war der Sommer auch richtig gut. Damals gab es nen logischen Zusammenhang zwischen kaltem Sommer und guten Wellen: ein stabiles Tiefdruckgebiet über Nord-Norwegen, dass sowohl feine Groundswells als auch kalte Luft brachte.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Abkühlen die Temperaturunterschiede zwischen Land und Wasser erhöht (Golfstrom hält das Wasser warm) und dass dann zu mehr Wind und Wellenbewegung führt. Ahnung von dem Thema habe ich aber nicht. Das ist jetzt der Einsatz für das Molengespenst.
2010 hat surftechnisch aber auch schon gut angefangen. Hoffentlich bleibt das so.
18. Januar 2010 um 4:49 Uhr #110415
LizzieGastnur als kleine anmerkung: dieser winter und der klimawandel widersprechen sich nicht im geringsten.
‚Klima“ spielt sich auf Zeitskalen von mind. Jahrzehnten ab, waehrend ‚Wetter“ auf kuerzeren Zeitskalen agiert.4. Februar 2010 um 1:01 Uhr #110772
surfingsimonGastSchnee=Spielmaterial²
9. Februar 2010 um 15:02 Uhr #110913
FranziGastDer Klimawandel äußert sich zurzeit gerade dadurch, dass alle Wetterphänomene (Stürme etc.) verstärkt auftreten. Temperaturzyklen gibt es seit der Entstehung der Erde, allerdings stützen sich die Befürworter des „vom Menschen verursachten Klimawandels“ darauf, dass sich der Wandel noch nie so schnell vollzogen hat wie im 20./21. Jahrhundert.
Dass sich das Wetter in den nächsten 20-30 Jahren rapide abkühlen könnte, ist mir aber auch neu. Klar ist es im Moment beim Blick aus dem Fenster (hier schneits gerad schon wieder) schwierig, von einer Erderwärmung zu sprechen.
Die Erderwärmung selbst schließt eine neue Eiszeit aber keineswegs aus. Die Erwärmung führt dazu, dass die Polkappen pro Sommer immer weiter abschmelzen und das Süßwasser ins Meer gelangt. Durch die Veränderung der Zusammensetzung des Wassers können sich die Meeresströmungen, allen voran der Golfstrom, verändern. Im Extremfall kann es zum Abriss des Golfstromes kommen – und dann wird es in Nord- und Mitteleuropa verdammt kalt. Ohne den Golfstrom könnte hier tatsächlich so etwas wie eine neue Eiszeit ausbrechen.Daily Mail ist aber auch eher sowas wie Spiegel Online, oder? 😉
9. Februar 2010 um 17:46 Uhr #110916
rococoGastMolengespenst, wir sind alle gespannt, was du uns über die aktuelle und bevorstehende zeit im naturwissentschaftlichen sinnen berichten kannst!
wird es die perfekten surfbedingungen jetzt öfter geben?
det er din tur oder its your turn
😉9. Februar 2010 um 19:17 Uhr #110923
Mrs. PalmersGastMolengespenst, wir sind alle gespannt, was du uns über die aktuelle und bevorstehende zeit im naturwissentschaftlichen sinnen berichten kannst!
das wollte auch auch gerade schreiben 😀
10. Februar 2010 um 15:22 Uhr #110944
MolengespenstGastDas ist ein heiß diskutiertes Thema, in dem selbst die absoluten Experten alles andere als einer Meinung sind. Der große Klimatologe bin ich in meinem Job als Flugwetterberater, wo ich mich eher auf das „Now casting“, sprich die nächsten paar Stunden mit Tendenzen für maximal die nächsten 2-3 Tage (und das ist schon schwer genug vorherzusagen) konzentriere, leider nicht. Trotzdem habe ich natürlich auch eine Meinung zu dem ganzen: Der Anhänger von der menschgemachten Klimakatastrophentheorie bin ich eindeutig nicht. Dieser Winter fällt nun etwas kühler aus, als die vorherigen. Das wurde auch langsam mal Zeit. Damit kommen die lauten Stimmen aus Richtung der globalen Erwärmung nämlich erst einmal etwas gedämpfter rüber als die Jahre zuvor. Dass wir es nun mit einer Eiszeit zu tun haben, glaube ich auch nicht. Die Tendenzen gingen in den letzten Jahrhunderten eher in Richtung Warmperiode. Somit stellt das, was wir jetzt haben, meiner Meinung nach nichts anderes dar als ein kleiner Ausreißer nach unten, der im Langzeitmittel wahrscheinlich gar nicht erst auftaucht.
Was das jetzt für ein Einfluss auf die Qualität der Wellen an Nordsee oder Ostsee hat, kann nur jemand wissen, der seit Jahrzehnten dort wohnt, und stets einen Blick dafür hatte. Ganz ernsthaft interessiere ich mich erst seit wenigen Jahren dafür. Mein Horizont hat sich dahingehend ständig erweitert, jedoch lerne auch ich noch ständig dazu. Fakt ist, dass von dem Wellenereignis auf der Ostsee Anfang Januar die Seebrücke in Timmendorf nun das erste (?) Mal so richtig Schrott ist. Nun ist die Ostsee an den guten Spots zugefroren, und bis das Wasser mal wieder angenehm temperiert ist, wird es noch einige Zeit dauern. Holland hatte allein in diesem Jahr schon so viele gute Wellentage, wie wahrscheinlich den gesamten letzten Winter zusammen nicht, gut für die Hollandsurfer! Dänemark hingegen hat bei dieser Wetterkonstellation bislang etwas schlechter abgeschnitten, als die milden Winter zuvor. Zwar kommt auch dort immer mal wieder etwas Grundschwell durch, jedoch nicht mehr als sonst auch, wenn auf dem Atlantik die fetten Tiefs gegen den europäischen Hochdruckblock am kämpfen sind. Einziger Unterschied: Es ist kälter als sonst.
Mein Fazit: Dieser Winter geht mir auf den Sack!!!
11. Februar 2010 um 0:29 Uhr #110975
LizzieGastDer Anhänger von der menschgemachten Klimakatastrophentheorie bin ich eindeutig nicht.
Das Wort ‚Anhaenger‘ ist ein wenig fehl am Platze hier. Der anthropogene Klimawandel ist wissenschaftlicher Konsens. Unstimmigkeiten gibt es nur in Detailfragen. Problem an der Sache ist, das die Presse nicht wirklich in der Lage ist den Prozess wissenschaftlicher Arbeit zu begreifen oder so darzustellen das ‚der gemeine buerger‘ es begreift.
Wissenschaft ist ein Prozess staendiger Verifizierung und Falsifizierung und da ist die Klimawissenschaft keine Ausnahme. Dieser Prozess der Erkenntnisgewinnung hat ueber lange Jahre zu unserem heutigen Wissenstand ueber den Klimawandel gefuehrt. Das als ‚Glaubensfrage‘ abzutun tut der gewissenhaften Arbeit von tausenden von unabhaengig voneinander arbeitenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet in hoechstem Masse unrecht.
cheers…11. Februar 2010 um 22:05 Uhr #111010
Dr. SurfGastDanke Lizzie. Ich hätt’s nicht besser sagen können 8)
11. Februar 2010 um 22:52 Uhr #111014
FlyingTigerGastDa muss ich Lizzie widersprechen. Die heutige Klimaforschung hat mehr mit Politik und Macht zu tun als mit blosser Wissenschaft. Da ist schon alleine daran offensichtlich , dass der Zugang zu Rohdaten oft nicht gewährt wird, Kritiker geflissentlich ignoriert werden und die Printpresse praktisch ausschliesslich einseitig berichtet.
Wie sagte ein skeptischer Statistiker letzthin so schön: Nur eine einzige Variable kann ein kausal vernetztes System völlig verändern und bei den Klimamodellen kennen wir nicht einmal alle Variablen. Zudem ist das Klima zum Teil chaotisch, dh. auch wenn die Anfangsbedingungen bekannt sind, lassen sich die folgenden Prozesse höchstens vermuten.
Hier kommt das nächste Problem der Klimawissenschaft zu Tage, Computermodelle. Im Gegensatz zu den klassisch induktiv vorgehenden Naturwissenschaften werden hier Computermodelle benutzt. Es findet also eine Deduktion des eingespeisten Materials statt. Natürlich passiert das in vielen modernen Wissenschaften und es gehört dazu, dass die Wissenschaft aufgrund der erstellten Theorien Vorhersagen treffen können. Das Problem ist nur, dass in der Klimawissenschaft die bekannten Aussagen sich nur auf solche Modelle berufen. Über die Interpretation der Eisbohrungen, Baumrinden etc. wird immer noch gestritten. Das bringt mich zum letzten Anstosspunkt. Es ist höchst unwissenschaftlich, in einem solch komplexen Szenario, Aussagen mit „Konsens“ „Fakt“ „Daten auf dem Tisch“ zu betiteln und somit Skeptikern den Boden unter den Füssen von vornherein wegzuziehen.
All dies, zusammen mit dem Haufen Geld und den völlig unkritischen Medien, sollte den vernünftig denkenden Menschen zumindest arg am Sachverhalt zweifeln lassen. Dies wiederum ist höchst wissenschaftlich.11. Februar 2010 um 23:10 Uhr #111015
ElPatoGastDas klingt mir zu sehr nach einer Verschwörungstherorie, was du da schreibst. Einer Sache kritisch gegenüberstehen zeugt sicherlich von gesundem Menschenverstand, aber die Augen verschliessen nicht. Dass sich das Klima wandelt halte ich für unbestritten, ob es ausschliesslich durch unser Verhalten / Lebensstil ausgelöst ist oder ein natürlicher Verlauf ist, der vielleicht durch den Menschen etwas beschleunigt wird (oder auch nicht)…darüber kann man streiten.
12. Februar 2010 um 0:35 Uhr #111018
LizzieGastDie heutige Klimaforschung hat mehr mit Politik und Macht zu tun als mit blosser Wissenschaft
Das stimmt einfach nicht. Klimaforschung ist reine Wissenschaft. Das IPCC hingegen ist eine Institution die 1.) versucht die wissenschaftlichen Veröffentlichungen (was nicht grade wenige sind) zur Thematik zu bündeln und zu kompensieren und sie für die Allgemeinheit aufzubereiten. Die Artikel die in Fachjournalen herauskommen sind nunmal für nicht-naturwisssenschaftler schwer bis gar nicht verständlich. Und 2.) versucht das IPCC vorschläge für die politik zu formulieren. Da kommt Politik natürlich ins spiel, aber das ist ganz klar getrennt zu betrachten von der Arbeit der Wissenschaftler in den Universitaeten und Instituten weltweit deren Ergebnisse vom IPCC ‚gebündelt‘ werden. Auch wenn es sicherlich Kritikpunkte am IPCC gibt, ist es meiner Ansicht nach denoch sehr wichtig, das es so eine Institution gibt die die Wissenschaft der Allgemeinheit zugänglich macht. Vor allem, da die normale Presse in dieser Hinsicht leider oft versagt.
Wie sagte ein skeptischer Statistiker letzthin so schön: Nur eine einzige Variable kann ein kausal vernetztes System völlig verändern und bei den Klimamodellen kennen wir nicht einmal alle Variablen. Zudem ist das Klima zum Teil chaotisch, dh. auch wenn die Anfangsbedingungen bekannt sind, lassen sich die folgenden Prozesse höchstens vermuten.
Sicherlich sind Klimamodelle höchst nicht-linear, was zum ‚Chaos‘ führen kann. Jedoch ist ‚Chaos‘ im wissenschaftlichen Sinne nicht gleichzusetzen mit ‚Willkürlich‘ und es gibt einen Zweig der theoretischen Physik der sich seit Jahrzehnten mit der Analyse chaotischer Prozesse auseinandersetzt. Es lassen sich auch ‚chaotische‘ systeme analysieren, nur dieses ist sehr komplex und die methodik hier zu erklären würde den Rahmen sprengen. Selbt einführungsbücher in die thematik sind eher nur etwas für leute mit starkem hintegrundwissen in physik o.ä..
Weiter sind Computermodelle ein weit verbreitetes und akzeptiertes mittel in den Naturwissenschaften seit den 70er Jahren. Modelle sind auch nicht willkürlich, sondern werden in langen Prozessen kalibriert und verifiziert (mit ‚richtigen‘ daten), so das sie die prozesse die man analysieren will, bestmöglich (!) darstellen.
Computermodelle werden Ozeanographen, Biologen, Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen etc. seit langem benutzt und haben zu vielen neuen Erkenntnissen geführt.
Auch ist Modell nicht gleich Modell. Ok, Klimamodelle sind eher auf der ‚komplexeren und chaotischen‘ seite angesiedelt, aber es gibt auch ‚konservativere‘ modelle (z.b. kolenstoffkreislauf modelle) die weniger nicht-linearität aufweisen und in dem breiten feld der klimawissenschaft angewendet werden.
Das ganze wird komplementiert durch proxy daten (Eisbohrungen etc.). Diese haben unsere Erkenntnis auch sehr stark weitergebracht. Denoch wäre es wünschenswert noch mehr proxy daten zur verfügung zu haben. Aber auf diesem gebiet passiert auch eine menge an forschung.
Auch wenn man dies alles außen vor lässt kann man sich auf die ‚klassische‘ Physik und Chemie beziehen (hier gibt es kein ‚chaos‘):
1.) Das CO2 ein Treibhausgas ist und den Strahlungshaushalt beeinflusst ist einfache Physik. Es macht Sinn das man annimmt, das wenn man die atmosphärische Konzentration davon erhöht, das dies zu einer Temp. erhöhung führt. Das zu quantifizieren ist dann natürlich das wo es anfängt kompliziert zu werden. Daher gibt das IPCC auch eine ziemlich große Breite an, wieviel temp. erhöhung wahrscheinlich ist bei einer verdopplung der CO2 konz. (1.5-4.5 grad celsius.).
2.) wenn man die klimawissenschaft ganz aussen vor lässt, gibt es immer noch das problem der ozean versauerung das sich nicht wegdiskutieren lässt. Da Ozean und Atmosphäre im Gleichgewicht stehen, wird ein großteil des CO2 das wir in die Atmosphäre blasen im Ozean gelöst um das gleichgewicht wieder herzustellen. dies führt zu einer absenkung des pH, das heißt der Ozean wird saurer. Dies ist einfache lineare chemie. Die Absenkung des pH gefährdet Ökosysteme wie Korallenriffe, da die Kalsifizierungsraten (Aufbau von Calciumcarbonat, dem Gerüst von Korallen) stark zurückgehen in saureren Bedingungen und sich vorhandenes Calciumcarbonat auflöst. Wenn es dann nur 1-2 grad wärmer wird und dadurch weiterer Stress auf die Korallen zukommt (bleaching), dann haben wir ein Szenario, wo unsere Korallenriffe sehr schnell verschwinden könnten.dass der Zugang zu Rohdaten oft nicht gewährt wird, Kritiker geflissentlich ignoriert werden und die Printpresse praktisch ausschliesslich einseitig berichtet.
Der Großteil der Presse (zumind. in den USA aka Fox news etc.) ist eher der Energy Lobby verfallen und predigt große Verschwörungstheorien.
(Total)Kritiker werden nicht ignoriert, es gibt aber 1.) unter den Wissenschaftlern nur einen sehr geringen Anteil und 2.) haben diese es bisher nicht geschaft Ihre Theorien zu untermauern. Der Zugang zu Rohdaten ist oft ein Problem, aber da tut sich eine Menge. Journals wie ‚Science‘ und ‚Nature‘ haben als requirement für autoren, das sie ihre daten zugänglich machen! Also da tut sich eine menge in die richtige richtung.PS: Es gibt auch keine von dir genannte „Unterdrueckung“ von Kritikern. Jeder kann die Ergebnisse seiner Studien in der Fachpresse veroeffentlichen, nachdem die Qualitaet der Methodik etc. im „peer-review“ Prozess, das heisst durch andere Wissenschaftler, ueberprueft wurde.
12. Februar 2010 um 1:05 Uhr #111019
LizzieGastAch ja, ein Argument was von ‚Klimakritikern‘ gerne vorgeführt wird, ist das die atmosphärische conc. von CO2 zu gering ist um einen einfluß zu haben.
Ok, ein kleines Rechenbeispiel (nicht besonderlich wissenschaftlich, ist grade auf meinem mist gewachsen) und die Analogie hinkt ein wenig, aber es zeigt zumindestens das auch geringe conc. eine starke wirkung haben können:
1.) atmos. CO2 conc. (vorindustriell): 280 ppm (parts per million) = 280/1.000.000 = 0.00028
2.) die LD 50 dosis (50% der population stirbt bei einnahme) von Natriumcyanid (http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumcyanid): 2.8 mg/kg = 2,8/1.000.000 = 0.0000028
PS: ich möchte hier nicht implizieren das CO2 ein ‚gift‘ ist. Ohne CO2 in der atmosphäre wäre leben in der jetzigen form nicht möglich. Es geht mir allein darum zu zeigen das auch geringe conc. eines stoffes starke auswirkungen haben können.
12. Februar 2010 um 7:35 Uhr #111021
MolengespenstGast
Alter Schwede… ganz schön harter Stoff am frühen Morgen, den ich hier in einem Wellenreitforum lesen darf.Darf man fragen, ob ihr euch nur rein hobbymäßig mit der Physik der Atmosphäre beschäftigt, oder verstecken sich hier tatsächlich noch mehrere „Leute vom Fach“?
Los, Hosen runter!
12. Februar 2010 um 7:45 Uhr #111022
LizzieGastja bekenne mich schuldig. gehöre ein wenig ‚zum fach‘ 🙂
21. Februar 2010 um 3:58 Uhr #111174
FlyingTigerGastIch habe ein Jahr Physik studiert, war aber dann zu faul und bin zu den Philosophen… 😀 Sei’s drum. In diesem Artikel schreibt mir der Autor aus dem Seele. Ich habe in meinem ersten Post ähnliche Kritikpunkte gebracht. Hier wird das Ganze professionell erörtert.
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-07/artikel-2010-07-die-lehren-aus-climategate.html
21. Februar 2010 um 6:03 Uhr #22192
LizzieGastEiner These des Autors muss Ich auf jeden Fall widersprecchen, und zwar zum Thema Blogs. Man kann nicht verlangen das Wissenschaftler sich ernsthaft mit dem auseinandersetzen was in diesen Medien geschrieben wird. Das Medium welches sich fuer die wissenschaftliche Diskussion nuneimal durchgesetzt hat ist der peer-review Prozess. So wird gewaehrleistet das die Arbeit einen gewissen qualitativen Standard hat. Meist ist es so das die Kommentare der Reviewer den Artikel verbessern, da sie einen ‚Blick von aussen‘ haben auf das was man geschrieben hat. Als Autor ist man oft so sehr in seiner Materie versunken, dass einem der noetige Abstand fehlt das verfasste objektiv zu betrachten. Da hilft der peer-reviw Prozess ungemein. Bei Dingen die einfach im Internet veroeffentlicht werden fehlt 1.) der qualitaetssichernde prozess und 2.) die chance tips und anregungen von anderen wissenschaftlern zu bekommen. Die „Klima Kritiker“ haben sich bisher mit Veroeffentlichungen rar gemacht mit denen sie ihre Standpunkte erleutern und untersuchen koennten. So lange keine Studien von diesen Leuten veroeffentlicht werden kann man auch ihre Argumente nicht sonderlich ernst nehmen. just my 2 cents…
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