Start › Foren › Surfer Geschichten › Tow in/Big wave Talk
- Dieses Thema hat 16 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 16 Jahren, 6 Monaten von
leBeat aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
16. Januar 2010 um 19:35 Uhr #22181
AnonymInaktivHallo Kinder,
Zieh mir gerade ziemlich viele big wave Videos rein (man kennt das, Winter nix los. Da träumt man dann halt).
Und da dachte ich mir ich weite das mal etwas aus.Hat irgendjemand von euch tow in Erfahrung?
Oder anderweitig Wellen über ich sag ma 15 Fuß gesurft.
Wie gut wart ihr aufm Brett, bis ihr euch das zugetraut habt?
Schießt los, eure Stories verkürzen die Wartezeit auf den Sommer =).
Kann ja mal den Anfang machen:
Den größten swell den ich mitbekommen habe waren zwischen 15-20Fuß. Ich hab mir beim rauspaddeln zuerst n Zahn abgebrochen und dann zwei Finnen verloren, woraufhin ich ins Krankenhaus und meinen Arm röntgen lassen musste.
Das war meine bisherige big wave Karriere. Semi erfolgreich.17. Januar 2010 um 2:52 Uhr #110376
LizzieGastsommer surf und 15fuss+ swells passen in deinem beitrag logisch irgendwie nicht so ganz zusammen…
17. Januar 2010 um 11:35 Uhr #110377
peterleeGastWo warst du da, als die Wellen 15-20 Fuß hatten? 😯
LGPL
17. Januar 2010 um 12:20 Uhr #110378
search4wavesGastdas würde mich auch interessieren. Die größten Wellen bei denen ich draußen war, waren höchstens 8 Fuss bei den Freak Sets. Und das war heftig genug 🙂
17. Januar 2010 um 12:21 Uhr #110379
PaperGast…. 15-20ft sind schon ganz schoen heftig. Ich denke es ist am besten um hier Missverstaendissen vorzubeugen das man sich auf ein bestimmtes Mass einigt.
Ein 15ft swell ist nicht unbedingt eine 15ft face….
Bin erst aus Marokko zurueck wo zu Anfang ein 20ft swell aus Norden kam von dem in Taghazout nicht mal die Points liefen weil er einfach vorbeigezogen ist. An einem anderen Tag war es ein solider steigender 6ft swell der innerhlab einer Stunde alle Leute ausm Wasser geholt, 4 Bretter zerbrochen und eine Person ohnmaechtig gewirbelt hat.
Mal ganz nebenbei ich finds wahnsinn wie es manche Spots schaffen aus kleinerem oder mittlerem swell so viel raus zuholen@ Lizzie
er spricht zwar von der Wartezeit bis zum Sommer aber nicht davon das seine Storie im Sommer passiert ist….
Bin aber auch ma gespannt welche Hoehenangaben hier noch folgen
😉later
17. Januar 2010 um 12:45 Uhr #110380
BigFishGastDa können wir uns jetzt auf eine allgemeine Diskusion über das Messen von Wellen einlassen.
Wenn ich 15 Fuß sage, dann is das das, was mir der Report erzählt hat. Wie schätzt man denn sowas im Wasser?!
Und wie groß das Face war kann ich euch da net sagen, mich hat’s vorher schon zerlegt.Ich war da in Byron Bay an nem Spot der sich Rivermouth nennt.
17. Januar 2010 um 13:33 Uhr #110381
meister-gGastja, höhenangaben is immer so ne sache… face (+meist wenn mittendrin überschätzt) vs swell.
hab vor paar jahren bei den dickeren frankreich-swells auch immer 3m gesagt… alte hasen nennen sowas 4-5ft.ich durfte im september zumindest mal big wave surfen aus nächster nähe ansehen
das war da los:
http://www.coastalwatch.com/news/article.aspx?articleId=6523&cateId=53&title=Indo:%20Sept%207-14,%202009.&display=0uluwatu und labuhan sait absolut krank… und lebensgefährlich. outside corner am größten tag 10-15ft. ich bin ich da natürlich nicht raus.
aber am nächsten tag bei 10ft impossibles (perfekt aufgereiht bei großem swell) den surf meines lebens gehabt…wer sich ans surfen dickerer wellen heranwagen will, dem kann ich nur rocky point outside in fuerteventuras norden empfehlen. war so in den büchern beschrieben und kann ich nur bestätigen. ist ne eher dickere leicht zu machende welle aber eben oft groß und sauber. nur sehr weit rauszupaddeln.
richtig derbes big wave surfen bzw tow in bleibt natürlich den allermeisten von und für immer versagt… besser ist das wohl 😀
17. Januar 2010 um 16:59 Uhr #110384
peterleeGastLiebe Wellenfanatiker!
Meine höchsten Wellen, die ich je im Wasser erlebt habe, waren in Mundaka. Zwei Wochen absolute Flaute, 35 Grad Hitze, alle Bars und Restaurants getestet, jeder Tag war gleich und ohne Führerschein (damals waren wir 17-18 Jahre alt) nicht sehr abwechslungsreich. Zu den kulturellen Plätze und Fiestas fuhren wir mit dem Rad. Jeder Tag war wie in Täglich grüßt das Murmeltier. Aber am vorletzten Tag vor der Heimreise, rollten plötzlich vier Meter Wellen in die Bucht ein. Nur ein Surfer (Alfonso Fernandez) war im Wasser, alle anderen Surfer waren irgendwo bei einem Contest bei Biarritz oder Hossegor. Dieser eine Baske ist durch jede Tube durch. Genialer Anblick, wenn man über die steile Schulter paddelt und einen Surfer ins Auge sieht, während er durch die Tube surft!!! Er war es auch, der uns später sagte, dass die Höchsten 4-5 Meter waren an diesem Tag.
Vor lauter Übermut und wellenhungrig sind wir sofort ins Wasser gestürmt und haben erst drinnen gemerkt, was dort richtig abgeht. Es war eine flüssige Hölle. Ein Freund hat die erste Welle eines Sets genommen und eine richtig guten Ritt gehabt, eine gute 2-3 Meter Welle. Aber die nachfolgenden Wellen des Sets waren Berge. Zwei weitere Freunde und ich paddelten so schnell wie möglich weiter raus, um nicht von den Wellen erwischt zu werden, aber nur ich allein schaffte es gerade noch über das letzte Monster. Ich glaub, die Freunde hinter mir, waren vielleicht „nur“ einen Meter entfernt, was aber ausreichte. Ich hab sie länger nicht mehr gesehen. Dieser Alfonso Fernandez hat wohl relativ schnell gemerkt, dass wir nicht bereit für sowas waren, er hat immer gedeutet, dass wir lieber zum Hafen paddeln sollten. Letztendlich habe über eine Stunde gebraucht um an Land zu kommen, voller Angst. Der kleine Hafen war für mich optisch meilenweit entfernt. Der Freund, der die erste Welle geritten hat, wusste auch nicht, dass man die Strömung des Flusses als Lift nutzen sollte und kämpfte sich mit 1000 vergeblichen Duck Dives durch das Weißwasser, bis er aufgab. Der zweite Freund, wurde in der Impact Zone auf die Sandbank gedrückt, Ergebnis war ein Kieferbruch. Der dritte Freund ist vor lauter Angst flussaufwärts gepaddelt und irgendwo über die Landstraße hinaus geklettert. Wir haben ihn fast drei Stunden vermisst und wollten schon die Küstenwache verständigen und ich selbst kletterte, nach einer Stunde paddeln, über die Felsen bei der romantischen Kapelle an Land. Ich musste aber auf eine Wellenpause warten, damit ich die Felsen hochklettern konnte und wurde öfters unter Wasser gedrückt, am Felsen hängend und riss mir die halben Unterarme auf.
Obwohl es jetzt schon mehr als 10 Jahre her ist, es war ein (schönes) Erlebnis 😆
Die höchsten Wellen, die ich vom Land aus beobachtet habe, waren in Ericeira Winter 2001. Schätze, dass die schon den zweiten/dritten Stock erreicht habe. Kein Mensch im Wasser, ein paar Portugiesen mit Guns am Strand, die sich aber selbst nicht trauten. 😯
Big Wave surfen ist eine Sache für sich … 😀
17. Januar 2010 um 18:36 Uhr #110387
MolengespenstGastNie die erste Setwelle anpaddeln 😆
17. Januar 2010 um 19:10 Uhr #110389
rococoGastja,hauts dich in der ersten setwelle um, bekommst du auch noch die wellen danach aufn kopp;)
17. Januar 2010 um 21:28 Uhr #110394
surfratGastHallihallo,
grosse Wellen sind klasse 🙂
Wobei sich gross bei jedem anderst definiert und das ist auch o.k.Echtes Big Wave Surfen braucht absolute koerperliche Fitness(im Wasser),
gezieltes Training,mentale Fitness
(wem da im Line Up oder hinterm Jet Ski das Herz in die Hose rutscht,der hat schon verschissen,vom Nerven behalten beim Wipe out garnicht erst zu reden)
und jahrzehntelange Erfahrung,Skills und ne fette Gun.Waere bestimmt auch sinnvoll im Vorfeld mal zu ueberlegen was Freunde oder Angehoerige tun sollen wenn Du dabei ertrinkst,solltest Dir selbst natuerlich auch im klaren sein das das passieren kann.
Und ob es Dir das wert ist ?Tow In: Jeder meint das waere easy weil man Dich ja auf die perfekte Welle zieht und Du nicht anpaddeln musst.
Fakt ist das Tow In viel Erfahrung und Vorbereitung sowie hohen Material und $-aufwand braucht.
Also viele Stunden hinter oder auf dem laermenden Wassermofa unterwegs sein und erstmal in kleineren Wellen ueben.
Wobei das fahren des Jetskis der schwerere Teil ist,vor allem um den Partner an den richtigen Fleck zu ziehen und um damit ggf ein Rescue in
riesigem Weisswasser zu fahren.Wer getowt wird ist in dem Fall eher das Opfer und kann nur hoffen das der Fahrer einen guten Job macht,wenn der Dich falsch platziert gibts fett auf die Muetze.
Ansonsten gilt bzgl Big Wave s.o.
Und ja,wer nicht regelmaessig nach old school manner in Big Waves reinpaddelt sollte vielleicht erstmal damit anfangen…….Also ,gleich mal heute Abend mit dem Training anfangen und in der
Badewanne die Luft anhalten 😆sonnige Gruesse
Surfrat
17. Januar 2010 um 22:56 Uhr #110404
search4wavesGastDas ist wahrscheinlich schon mehreren die schon eine Weile lang surfen passiert, dass sie mal draussen waren, wo sie lieber hätten drinnen bleiben sollen. Solange es gut geht, lernt man wenigstens etwas daraus. Das schlimmste ist meiner Meinung nach, wenn die Wellen sehr hohl brechen, und dadurch sehr viel Luftblasen im Wasser sind. Da kann man noch so starke Schwimmzüge machen, es ist als ob man wie im schlechten Traum vor etwas fliehen will und versucht schnell zu laufen, aber nicht vom Fleck kommt. Da hilft meistens nur an der eigenen Leash hochhanteln und im Kopf zur Beruhigung die Sekunden zählen. Nur wenn dir die Leash reißt, und du bist gerade in der Impact Zone, dann kann es echt übel werden wenn man mehrere Male hintereinander durchgespült wird.
Aber ich denke, wenn man sich langsam steigert und bei cleanen Bedingungen in einer Welle rausgeht die man kennt, dann wählt man einen relativen sicheren Weg. Eine Welle die eher soft bricht, ist auch bei double overhead (was ich als 6 Fuss bezeichnen würde) viel angenehmer, als eine wütende Tube, die vielleicht ein bisschen über kopfhoch ist (4 Fuss). Mundaka ist da definitiv nix zum testen was geht 🙂
Mir ist ein Riff oder ein Pointbreak bei größeren Wellen viel lieber, als ein Beachbreak, der dann schnell mal chaotisch wird, wenns größer ist und heftige Strömungen kriegt.
Ich find auf Bali Balangan super, wenns 6 Fuss aufwärts ist, und sich die Sections verlinken. Da kann man echt sehr lange Rides abkriegen.18. Januar 2010 um 17:51 Uhr #110442
leBeatGast
19. Januar 2010 um 17:04 Uhr #110480
PaperGast….@ surfrat
genau deiner Meinung
Hatte mal genau das gleiche Malheur wie von search4waves beschrieben.
16sec swell, ich sag mal solide 3m face, absolut windstill und die Lippe der Wellen warf super solide tubes auf die Sanbaenke.
Das ganze war im Spaetherbst in seignosse und die dritte Session fuer mich an diesem Tag.Die ersten zwei Sessions fanden am Parlamentia Riff in Guethary statt wo die Wellen doch noch ein stueckchen groesser waren als am Beachbreak selbst aber nicht hohl brachen.
Als wir aus Guethary zurueck zu unserem Apartement in Seignosse fuhren und noch mal schnell einen Blick an den Strand warfen rauschte gerade ein local mit seiner gun in eine perfekte Tube um min. 5 sek. spaeter wieder ausgespuckt zu werden und es sah einfach zu gut aus….
Mein Kumpel meinte er bleibt draussen da er fuer den Tag erstmal genug habe aber er versuche mich zu filmen.Ich pack also mein Brett, komm auch raus ohne Probleme aber schaffs um verecken nicht in die Wellen reinzukommen mit meinem 6.0er
( ich weiss, voellig falsche Brettwahl, hatte mir den se artikel go small when its big paar Tage vorher durchgelesen und dachte ich kann das auch ). Jedenfalls hab ich mir nen Affen abgepaddelt und dachte auch schon daran das es vlt besser waere es fuer den Tag zu belassen.Da machte sich auch schon das freakset am Horizont sichtbar.
Ich fing an zu paddeln, erst gemaechlich da ich dachte das schaff ich noch locker, dann schneller und schneller und packs gerade noch so ueber die erste Welle nur um zu sehen das was dahinter kam noch ein stueck groesser war.Als ich realisiert hab das ich die Welle nicht mehr schaffe hoere ich auf zu paddeln und atme sehr tief durch ums unter Wasser laenger auszuhalten.
Dann packt mich die Welle auch schon und ich bin sofort unter Wasser. Kennen bestimmt hier auch einige wenns rumst und auf einmal alles um einen herum dunkel ist.
Dann spuerte ich die Sandbank an meiner Schulter. Gut denke ich mir, stoss dich mit den Fuessen wieder nach oben, is ja alles easy.
Also drehe ich mich bischen und stoss mich ab, schaffe es aber nicht ganz nach oben da das Wasser voller blasen ist.
Ich greife nach meiner Leash und zieh das Board zu mir und klammere mich dran fest und steige langsam nach oben nur um eine weitere Welle direkt auf den Ruecken zu bekommen die mich wieder unter Wasser drueckt. Ich griff sofort wieder nach der leash und schaffte es nun endlich zum ersten Atemzug nach oben. Mehr war aber nicht drin bevors wiederholt auf die Sandbank ging. Diesmal allerdings Kopf zuerst, Mund zum Glueck geschlossen.
Das ganze wieder holte sich dann noch 2mal bis ich den Strand so kraftlos erreichte das ich es nicht geschafft habe mich auf meinen Beinen zu halten fuer die ersten paar Minuten.
Das war definitiv der haerteste holddown bis jetzt.Ich habe angefangen vor diesem Urlaub in der Badewanne die Luft anzuhalten, naja nicht ganz aber bin 2 mal die Woche schwimmen und tauchen trainnieren gegangen, hab mich also vorbereitet.
Es ist auf jeden Fall sehr gut seine persoenlichen Grenzen zu kennen bevor man sich ins Wasser stuerzt wenns mal bischen mehr Kraft hat.
Unter Wasser immer Sekunden zehlen und kuehlen Kopf bewahren.
Die Situation war zwar hart, hat mich aber in keinem Moment in Panik versetzt wobei meine Freundin das sicher nicht ueberlebt hatte. Deshalb surft sie diese Bedingungen aber auch nicht.
Ich kann jedem nur empfehlen bevor er vom towen traeumt und sich schon relativ sicher in 2m fuehlt es erstmal in 2.5-3m zu versuchen usw, also langsam steigern….so long
Paper
19. Januar 2010 um 17:32 Uhr #110481
HugoEgonGastcool
19. Januar 2010 um 18:55 Uhr #110482
leBeatGasthm wenn 2.5-3m schon als big wave bezeichnet wird, kommt von mir auch was.
ich kann sowas nicht einschätzen und bevor ich mich lächerlich mache mit falschen einschätzungen sag ich keine zahl. mein kumpel meinte an dem tag nur 2.5m waren die größeren wellen ca. deswegen orientiere ich mich mal da dran.
naja hatte ne welle, leider closeout, musste zurück, scheisse das nächste set war irgendwie größer, voll gas gegeben, weil die horde die eh schon 20 meter vorsprung hatte auch noch weiter rauspaddelt. dann wars so weit, ich krieg die welle voll auf die fresse. unter wasser zappeln und das ganze zeug, luftblasen, bis ich endlich irgendwas weiches neben mir spüre, dachte irgendwie an nen thunfisch (jaja nach n paar sekunden unter wasser kommt man auf sowas) naja ich halte mich fest und beim auftachen merke ich wie sich n franzose und ich im arm liegen, leash verknotet und lachen. er war vor mir und wurde wohl von einer welle mitgenommen und hat sein brett losgelassen (ich ja auch). nachm nem „ca va?“ bin ich an strand, war eh zu müde.
kein big wave erlebnis, aber es zeigt einem, dass man auch von kleinen wellen mit viel kraft gef*ckt werden kann…war relativ clean und etwas hohl in capbreton an dem tag.
haha, super.
ich hätte auch lachen müssen, am besten zusammen raus und nen bierchen trinken. 🙂25. Januar 2010 um 1:35 Uhr #22182
DevlinGastnich so viehl quatschen. machn.
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
