Start › Foren › Surfer Geschichten › Animal Planet: Haie oder Warum schmecken Surfer besser?
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powderpaul aktualisiert.
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2. Oktober 2007 um 9:00 Uhr #13255
AnonymInaktivHallo zusammen,
habe gestern eine interessante Reportage auf Animal Planet gesehen:
Erich Ritter und ein paar deutsche Kollegen waren in Südafrika unterwegs, um zu klären warum die meisten von den ca. 60 jährlichen Haiangriffen auf Surfer passieren. War ziemlich interessant, ich schilder mal die Testreihe und das Ergebnis, auf das die Gruppe gekommen ist:
Bisher wurde immer angenommen:
Ein Surfer sieht von unten aus wie eine Robbe und es kommt zu Verwechslungsangriffen.Dagegen hat der erst während der Studie passierte Fall gesprochen, dass ein junger Surfer von einem Hai angegriffen wurde, der mehrmals zugebissen hat. Normalerweise merkt ein Hai beim ersten Biss…ooops, das war nicht dass was ich erwartet habe und verzieht sich wieder. Man nannte das den Gaumenbiss, mit denen Haie das Objekt testen.
Ritter fuhr dann raus in die bekannte Shark-Alley in der aufgrund zweier sehr eng liegender Inseln mit sehr dichter Robbenpopulation, die weiltweite größte Hai-Dichte zu finden ist. Man vermutete aus den Beobachtungen, dass nicht alleine die Silhouette eines Surfers den Hai reizt, sondern weitere Faktoren, wie z.Bsp. Geräusche.
Es wurde ein kleiner Roboter auf einem Surfbrett montiert der nur Arme und Beine hat. Im Prinzip hat man auf eine Surfbrett vier Gliedmaßen geschraubt, die ins Wasser hängen und sich mehr oder weniger wild auf und ab bewegen. Also eigentlich unser Bewegungsablauf wenn wir rauspaddeln.
Die angelockten Haie zeigten an dem Objekt interesse, umkreisten es, stupsten es mal mit der Nase an, aber ein Angriff erfolgte nicht.
Zusätzlich wurde dann ein Geräuschkoffer ins Wasser gelassen. Dies war ein schwimmender Koffer mit einem Unterwasserlautsprecher. Über diesen wurden Geräusche abgegeben, in der Regel rhytmische, klopfende, aber auch Chaosgeräusche. Dieser Koffer war sofort im Mittelpunkt der Haie. Das Surfbrett wurde ab dem Moment der Geräusche überhaupt nicht mehr beachtet. Auch wenn der kleine Kerl auf dem Brett wie wild gestrampelt hat. In den Koffer wurde dann auch letzendlich gebissen. Die Haie verloren dann aber recht schnell das Interesse an dem Koffer und waren weg. Als dann aber die Frequenz geändert wurde, waren sie blitzschnell wieder da und das Spiel begann von vorne.Fazit der Gruppe:
Nicht der Umriss eines Surfers macht ihn so interessant, sondern maßgeblich die Geräusche die er verursacht. Der angegriffene Junge saß auf seinem Surfbrett in einer Einmündung eines Süßwasserflusses. Durch die trübe Suppe (Sicht nahezu gegen Null) und den hohen Nährtstoffgehalt (viele Fische) ein otimales Jagdrevier. Es wurde vermutet dass die an das Brett schlagenden Wellen den Hai gereizt haben.Anschliessend wurden noch Verhaltensweisen demonstriert / untersucht wie man sich im Wasser verhalten sollte wenn auf einen Hai trifft. Hier war das Fazit, schnelle Bewegungen machen einen lecker. Ruhig bleiben, Körpersprache ist das Einzige was der Hai versteht. Flucht = Opfer, das kennen wir ja vom Hund des Nachbarn 🙂 Ritter ist optimistisch, dass wenn das Verhaltensmuster der Haie nahezu entschlüsselt ist, könnten die Haiangriffe auf Menschen gegen Null gehen, insofern wir uns an diese Verhaltensregeln halten…
Meine Meinung:
Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Ich sehe aus wie ne Robbe und mache noch Geräusche, die nach einer leichten Beute riecht. Und dann wird halt ein Stück probiert. Ich selbst tauche noch viel. Habe auch schon größere Haie unter Wasser gesehen (klar noch kein Weissen). Diese hatten aber immer mehr Angst vor mir, als ich vor Ihnen. Trotzdem habe ich an der Wasseroberfläche Respekt, weil mir die Umsicht wie beim Tauchen fehlt. Ich weiss eigentlich nicht was sich unter mir abspielt. Ich muss aber zugeben, dass dieses mulmiges Gefühl die meiste Zeit vergessen ist wenn ich surfe…dazu ist das einfach viel zu geil ;-))))Es wurden in der Reportage auf zwei Surfer interviewt und die Ansage war ganz klar: Warum sollten wir Angst haben, die Haie sind da draussen, aber man muss sie als Teil des Ganzen aktzeptieren. So denke ich auch…der große Weisse gilt biologisch schon als ausgestorben. Der Schluss-Satz war nämlich sehr gut:
„Wenn der Hai stirbt, stirbt das Meer…und wenn das Meer stirbt, stirbt auch der Mensch.“ Wir sollten alle weniger Angst haben und mehr versuchen diese Tiere zu verstehen, auch wenn sie unsere Steinzeit-Urängste „gefressen werden“ hervorrufen.Mit diesen Vorsätzen gehe ich Anfang November wieders ins Wasser, wenn auch nicht in Südafrika 🙂 Hmmmmmm ich freu mich trotzdem schon…
2. Oktober 2007 um 12:24 Uhr #80313
LizzieGastalso das haie surfer mit robben verwechseln ist ne uralte legende, die immer wieder irgendwo hochkommt, aber quatsch ist. der ausschlagsgebende faktor für haiangriffe auf den menschen liegt vor allem an der zunehmende überfischung in vielen gebieten die auch haien als lebensraum dienen. durch den mangel an „natürlicher“ beute wird das beutespektrum halt erweitert. und so schlimm schmeckt ein mensch nun auch nicht…
2. Oktober 2007 um 12:31 Uhr #80314
t0biGastdurch den mangel an „natürlicher“ beute wird das beutespektrum halt erweitert. und so schlimm schmeckt ein mensch nun auch nicht…
Woher stammt denn diese lustige Fehlinformation?
Der Versuch ist übrigens schon älter. Im Buch „Haiunfälle“ (von Dave hier aus dem Forum. Kann ich übrigens immer noch empfehlen. Schicke es auf Wunsch gerne zu…) von Ritter und Wegner wird der Versuch auch geschildert. Seite 181ff.
2. Oktober 2007 um 12:38 Uhr #80316
malleGasthey, dieses Experiment bildete auch ein Kapitel in Schätzings hier schon öfters genannten Nachrichten aus einem unbekannten Universum. Daher kam mir das auch so bekannt vor.. das Thema Haie und Surfen wurde hier aber auch schon diverse mal diskutiert und wird wohl immer ein Thema bei Surfern bleiben.. obwohl es ganz ehrlich nur ein Schauermärchen ist und wie bereits hundertmal gesagt in keinem Verhältnis zu den wirklichen Gefahren steht.. naja, wie zB. der Mensch für sich selbst 😉
2. Oktober 2007 um 12:40 Uhr #80317
malleGastdurch den mangel an „natürlicher“ beute wird das beutespektrum halt erweitert. und so schlimm schmeckt ein mensch nun auch nicht…
Woher stammt denn diese lustige Fehlinformation?
Der Versuch ist übrigens schon älter. Im Buch „Haiunfälle“
ja, dann hat Schätzing (2006) es wohl auch da her 8)
2. Oktober 2007 um 13:20 Uhr #80321
t0biGastJa, das Buch ist von 2005, also wird der Versuch eher so 2003 um den Dreh gewesen sein, denk ich mal…
2. Oktober 2007 um 14:04 Uhr #80325
bolandGastalso das haie surfer mit robben verwechseln ist ne uralte legende, die immer wieder irgendwo hochkommt, aber quatsch ist. der ausschlagsgebende faktor für haiangriffe auf den menschen liegt vor allem an der zunehmende überfischung in vielen gebieten die auch haien als lebensraum dienen. durch den mangel an „natürlicher“ beute wird das beutespektrum halt erweitert. und so schlimm schmeckt ein mensch nun auch nicht…
Ich denke das die Erweiterung des Beutespektrums aufgrund der Überfischung nur ein kleiner Faktor ist. Der Hai ist seit Millionen von Jahren nahezu unverändert. Wir passen nicht in sein Beutespektrum und wir werden das auch nicht innerhalb von zwei Jahrzenten der Überfischung. Dieser Prozess wird sicherlich deutlich länger andauern.
Ich denke eher es sind deutlich mehr Menschen im Wasser, deutlich mehr Surfer unterwegs. Und vorallem werden die Berichte durch die Medien in der heutigen Zeit deutlich mehr gepuscht und über die ganze Welt verbreitet.
Dann trainieren wir den Tieren in vielen Regionen ein Verhalten an, mit dem der Eine sein Geld verdient und dem anderen zum Verhängnis werden kann. Nämlich das Anfüttern bei Tauchgängen und Beobachtungen. Wir traineren den Tieren Mensch = Futter an und dann ist die Entäuschung groß wenn es nichts gibt 😉Mal ganz nebenbei…woher weisst du wie schlimm ein Mensch schmeckt… 😉 ;-);-) Ich bin nur Haut und Knochen 😉
2. Oktober 2007 um 23:03 Uhr #80346
DaveGastEs existiert ein Buch über Haiunfälle in diesem Forum, welches kostenfrei (nur Porto) an jedes Mitglied geschickt wird, welches sich meldet.
Bisher haben sich das gerade mal drei Leute angesehen, aber in jedem Forumsbeitrag über Haie wird immer wieder jede Menge Zeugs erzählt (nichts gegen den OP an dieser Stelle)
Nicht vermuten, LESEN! Dafür ist das Buch doch da!!
2. Oktober 2007 um 23:58 Uhr #80351
t0biGastHey,
…hab aber schon eine (!) Anfrage diesmal 😉
Leute, das Buch ist echt lesenswert. Hatte es damals in 2 Tagen durch 🙂
7. Oktober 2007 um 2:17 Uhr #80417
martina23Gastschad, haiunfälle hab ich schon…die sprache der haie (so der ähnlich heissts) hätt ich mir sofort „geholt“…
7. Oktober 2007 um 11:07 Uhr #80419
KatrinGastalso ich hätte auf jeden fall auch interesse an dem buch aber wie läuft das mit verschicken und so?
wohn im moment in holland, kann ein bisschen länger dauern.viele grüße!
7. Oktober 2007 um 12:01 Uhr #80422
t0biGastHi,
das Buch geht Montag erstmal auf Wanderschaft in die Schweiz. Am einfachsten ist es denk ich wenn es ausgelesen ist, dass dann nochmal neu aufgerufen wird…?!
7. Oktober 2007 um 12:23 Uhr #80423
powderpaulGastHalt war ich nicht der der sich bei dir gemeldet hat wegen dem Buch ❓
Ich hab grad keinen peil mehr, ich durchstöber kurz meine Nachrichten 😀Edit:
Kein Problem,
frag einfach t0bi, der hat das zur Zeit und schickt es dir gerne zu
Grüße
DaveNe ich hab Dave gefragt und danach hab ichs irgendwie vergessen 😕 Wer bekommt es grad in der Schweiz dem schreib ich dann
7. Oktober 2007 um 12:31 Uhr #13256
t0biGastHi,
das Buch geht an manu03 in der Schweiz. Meldet euch dann am Besten direkt bei ihr.
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