Ohrstöpsel für Surfer

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Welche Earplugs zum Surfen? Ohrstöpsel für Surfer

2 Sep , 2016  

Surf Ohrstöpsel Test
5 Tester haben 2 Wochen lang 6 der am weitesten verbreiteten Ohrstöpsel für Surfer auf ihre Vor- und Nachteile getestet. Außerdem haben wir dabei einige nützliche Tipps gesammelt, mit denen sich Surfer besser vor Ohrenschmerzen, Surfers Ear und ähnlichen Erkrankungen der Ohren schützen können.

Die Sieger des Surf Earplugs Tests…

1. Platz: Doc’s Proplugs

docs earplugs

Doc’s Pro Plugs TestDer Plug ist so konstruiert, dass er nicht in den Gehörgang eingeführt wird, sondern die Ohrmuschel möglichst passgenau verschließt. Der für Surfer empfohlene „Vented“ Plug mit Leash verfügt weiterhin über eine kleine Öffnung durch die jederzeit ein Druckausgleich möglich ist. Um einen passenden Plug zu erhalten gibt es im gut sortierten Fachhandel Fitting Kits und Anleitungen, wie der Ohrstöpsel angepasst werden kann. Leider kann es auch passieren, dass ein Shop nicht alle Größen vorrätig hat. Weiterhin sind Doc’s Pro Plugs aus einem medizinisch unbedenklichen PE Kunststoff gefertigt, der auch mit alkoholhaltigen Reinigern desinfiziert werden kann.

Handhabung: Das Anpassen funktioniert in den meisten Fällen gut, ist aber nicht ganz unkompliziert. Im Zweifelsfall wird eher die größere Größe gewählt, welche die Ohrmuschel am besten verschließt. Die Plugs sitzen zumeist nicht so fest im Ohr wie Plugs die im Gehörgang stecken, beim Surfen sollten sie daher am besten immer mit Leash getragen werden.
Funktion: Wasser kann gerade bei heftigeren Wipeouts in kleineren Mengen ins Ohr gelangen, der Plug schützt aber gut gegen Wind, Kälte und gegen heftigere Spülungen des Ohrs. Der Druckausgleich ist uneingeschränkt möglich und das Hörvermögen nur minimal beeinträchtigt.
Komfort: Da der Stöpsel je nach Passform eher locker sitzt, sind kleinere Korrekturen im Wasser nicht zu vermeiden, der Stöpsel ist aber ansonsten leicht und bequem.
Preis: 19,95 Euro pro Paar bei surfshoponline.de
Pro/Contra:

+ Ausreichendes Hörvermögen

+ Robustes Material

+ durchdachtes Konzept

+ günstiger Preis

+ Druckausgleich

– Kompliziertes Anpassen

Wertung: 8/10

Empfehlung: Die Konstruktion ist simpel, erfüllt aber ihren Zweck. Nicht umsonst sind Doc’s Proplugs die vielleicht beliebtesten Ear Plugs für Surfer. Beim Kauf sollte jedoch unbedingt mit Fitting Kit und Anleitung die richtige Größe bestimmt und der Plug nötigenfalls mit Schere und Wärme angepasst werden.

 

2. Platz: Surf Ears

surfers ear plug ins

Was bei den Surf Ears Plugs positiv auffällt, ist das umfangreiche Zubehör zum Anpassen der Stöpsel. Ein korrekter Sitz des Stöpsels setzt allerdings voraus, dass man einen relativ gerade verlaufenden Ohrkanal hat. Denn mit den drei Fixpunkten sitzt der Stöpsel zwar sicher gegen verrutschen, kann aber auch nicht sehr weit von seiner 90° Stellung abweichen. Hinzu kommt, dass auch dieser Earplug zumindest ein Stück weit in den Ohrkanal eingeführt werden soll um dort mit den Lamellen den Gehörgang dicht zu verschließen. Zwar sind die Lamellen hier sehr fein, aber gerade auch deshalb kann es bei unvorsichtiger Anwendung zu oberflächlichen Verletzungen kommen. Zudem sind die Zwischenräume zwischen den Lamellen nur schlecht zu reinigen.

Handhabung: Der Plug ist zwar mit verschiedenen Rahmen und Stöpseln zur Anpassung ausgestattet, erlaubt aber dennoch keine ideale Anpassung an jedes Ohr. In unserem Test konnte der Plug nur bei 2 von 5 Testpersonen gut angepasst werden.
Funktion: Der Plug schützt gut gegen Schwallwasser, erhält das gesamte Hörvermögen und erlaubt einen Druckausgleich. Der große Mesheinsatz sorgt aber auch dafür, dass die Kammer zum Ohr sich eher kalt anfühlt. Gegen Luftzug ist das Ohr dennoch gut geschützt.
Komfort: Bei guter Passform sind die Plugs sehr angenehm zu tragen und nach etwas Gewöhnung ist auch das Leash Konzept gut gelöst.
Preis: 49,90 Euro im Surf Ears Shop
Pro/Contra:

+ Aufwendige Konstruktion

+ Sehr gutes Hörvermögen

+ Zum Surfen ausreichender Druckausgleich

+ Einfache Anpassung

– Passen nicht für alle Ohren

– Silikonlamellen

Wertung: 7/10

Empfehlung: Der Surf Ears Plug ist unser Testsieger in Sachen Hörvermögen. Auch der Tragekomfort ist nicht zu verachten, sofern der Stöpsel dem Träger gut passt. Dass die Lamellen und der Stöpselaufsatz durch Materialwahl und Konstruktion nicht ganz ideal gereinigt werden können, lässt sich verschmerzen.

 

3. Platz: EQ Seals (ehem. Sorky Earplugs)

EQ-Ear-Plugs

Dieser Stöpsel glänzt vor allem durch seine Schlichtheit. Der Plug von EQ Seals soll mit Hilfe eines Applikators direkt in den Gehörgang eingeführt werden. Weiteres Zubehör ist nicht vorhanden.

Handhabung: Bei dem Applikator handelt es sich um ein kleines Plastikteil mit spitzen Ecken, welches in gefährliche Nähe des Trommelfells gebracht werden soll. Bei der Anwendung besteht jedoch die Gefahr das Gefühl für den Stöpsel zu verlieren und kleinere Verletzungen der empfindlichen Haut im Gehörgang oder im schlimmsten Fall des Trommelfells sind quasi vorprogrammiert. Die Stöpsel können jedoch auch ohne den Applikator eingesetzt werden, was wir an dieser Stelle dringend empfehlen. Eine weitere Gefahr der Platzierung des Plugs im Gehörgang, ist das zurückschieben von Ohrenschmalz, welches kontinuierlich zur Abwehr von Feuchtigkeit und Bakterien im Ohr produziert wird. Unterdrückt man den Abtransport, verbleiben auch Feuchtigkeit und Bakterien im Ohr. Zusätzlich kann sich mit der Zeit ein Pfropfen aus Ohrenwachs bilden, der in der Folge vom Arzt entfernt werden muss. Für zusätzliche Verwirrung sorgt die Angabe des Herstellers, dass die Stöpsel aus einem speziellen medizinisch gut verträglichen Material gefertigt sein. Im Grunde handelt es sich aber auch nur um gewöhnliches Silikon, welches nicht mit gängigen Desinfektionsmitteln gereinigt werden sollte.
Funktion: Der Stöpsel dichtet den Gehörgang sehr gut ab, so dass kein Wasser mehr eindringen kann. Die Membran im Stöpsel ist angeblich geeignet den passiven Druckausgleich zu ermöglichen. Für einen manuellen Druckausgleich ist das Material jedoch keinesfalls ausreichend durchlässig.
Komfort: Die Stöpsel sitzen sehr gut, schränken aber auch das Hörvermögen ein. Ein Justieren im Wasser ist sehr schwierig, da die Stöpsel sehr klein sind. Der korrekte Sitz sollte daher unbedingt vorher sichergestellt werden.
Preis: 39,99 Euro pro Paar bei Amazon
Pro/Contra:

+ Guter Sitz

+ Dichtet gut ab

– Silikon

– eingeschränktes Hörvermögen

– kein Druckausgleich

Wertung: 5/10

Empfehlung: Für Gelegenheitssurfer die viel Wert auf einen bequemen Sitz des Stöpsels legen und keine Probleme mit einem leicht eingeschränkten Hörvermögen haben, kann dieser Plug eine Alternative sein. Für ambitionierte Surfer, die mehrmals die Woche und auch in größeren Wellen surfen gehen ist dieser Stöpsel nicht geeignet. Das Einsetzen des Plugs in den Gehörgang birgt zudem ein gewisses Risiko und sollte ohne Hilfsmittel vorgenommen werden.

 

4. Platz: Angepasste Ohrstöpsel für Surfer

Custom Ear Plugs Surfer

Von vielen als der Rolls Royce unter den Ohrstöpseln betrachtet, aber leider auch nicht wirklich empfehlenswert. Maßgefertigte Ohrstöpsel sitzen zwar perfekt und bieten daher einen sehr hohen Tragekomfort, jedoch sind sie komplett geschlossen und zudem oft nicht ganz billig. Wer sich einen Eindruck davon machen möchte, kann zum Hörgeräteakustiker gehen, sich ein DIY Kit bestellen oder sich beim nächsten Besuch beim HNO ein paar Schwimmstöpsel anfertigen lassen. Der HNO macht das entweder mit einem schwimmfähigen Silikon oder der Abdruckmasse für Hörgeräte, es dauert nur wenige Minuten und ist häufig sogar kostenfrei. Zum Surfen sind jedoch alle Arten vollständig geschlossener Stöpsel nur mit starken Einschränkungen hinsichtlich Druckausgleich, Hörvermögen und Balance zu empfehlen.

Preis: DIY Kit ab 61,- Euro bei Amazon

Pro/Contra:

+ Guter Sitz

+ Dichtet gut ab

– kein Druckausgleich

– schlechte Balance

Wertung: 3/10

Empfehlung: Aufgrund des hohen Tragekomforts sind Custom Fit Plugs beliebt, aber in der Praxis nicht für Surfer geeignet. Der Einsatz bei kleinen Wellen ist unter Umständen vertretbar, wenn der Träger mit den Einschränkungen zurecht kommt.

 

5. Platz: Alpine Swimsafe & ähnliche Ear Plugs für Schwimmer

Alpina Swimsafe

Schimmstöpsel werden leider vielerorts von Surfshops angeboten, sind jedoch entgegen aller Empfehlungen nicht zum Surfen entwickelt worden. Alpine Swimsafe wird vom Hersteller ausdrücklich nicht für Surfer empfohlen. Die technischen Einschränkungen gelten aber ebenso für Aquabblock, Zoggs und ähnliche Produkte. Auch wenn manche dieser Schwimmstöpsel über eine Membran verfügen, ermöglichen sie weder einen Druckausgleich, noch erhalten sie das Hörvermögen oder die Balance. Bei sehr weichen Stöpseln, wie sie häufig zur Geräuschdämmung eingesetzt werden, kann es sogar vorkommen, dass der Stöpsel durch den Wasserdruck in den Gehörgang gedrückt wird, sodass man ihn nicht wieder herausbekommt. Sicherer sind da Stöpsel aus Wachs und Watte, ein Druckausgleich, das Hören und der Erhalt der Balance sind aber auch hier nicht gegeben.

Preis: ca. 12 Euro pro Paar bei Amazon

Wertung: 0/10

Empfehlung: Nicht für Surfer geeignet.

 

Ergebnis unseres Ear Plugs Tests

Am besten erfüllen ihren Zweck hinsichtlich Tragekomfort, Material und Funktion die Ohrstöpsel von Doc’s Proplugs, lediglich die Anpassung ist etwas kompliziert und nur mit einem Fitting Kit im Geschäft möglich. Die schwedischen Surf Ears auf Platz zwei folgen einem guten Ansatz, die perfekte Passform ist aber nicht immer gegeben. EQ Seals belegen in unserem Ranking Platz drei unter den genannten Vorbehalten. Alle anderen getesteten Ohrstöpsel können wir an dieser Stelle nicht empfehlen, was größtenteils am für Surfer ungeeigneten Konzept (geschlossene Stöpsel), dem verwendeten Material oder dem nicht unbedenklichen Einsetzen in den Gehörgang zusammenhängt.

Ursachen von Ohrinfektionen, Swimmer’s Ear und Surfer’s Ear

Kälte, Wipeouts, Überdruck und Bakterien sind die natürlichen Feinde aller Surferohren. Oberflächliche Infektionen oder eine Mittelohrentzündung erlebt wohl fast jeder Surfer irgendwann, aber auch permanente Folgen wie Tinnitus und Nervenschäden sind nicht zu unterschätzen. Kaltwassersurfern droht zu allem Überfluss auch noch die Gehörgangsexostose (Surfer’s Ear) und die Operationen zur Beseitigung dieser Knochenwucherung sind nicht ohne Risiko. In einer Studie der University of California konnte unter Surfern eine 22,2 % Rate an schweren Fällen von Surfers Ear festgestellt werden. Grund genug, sich frühzeitig zu schützen! Ohrstöpsel gehören daher heute zur Standardausrüstung vieler Surfer, vor allem derer die sich oft in kalten Gefilden aufhalten, wie wir Europäer.

Ein Ohrstöpsel soll primär schützen vor:

  • Wasser im Ohr
  • Schlägen auf das Trommelfell
  • Bakterien
  • Wind
  • Kälte
  • Dies wiederum schützt vor diesen Folgen:
  • Irritationen und Infektionen der Ohrhaut (Swimmer’s Ear)
  • Perforation des Trommelfells
  • Infektionen des Innenohrs
  • Entzündungen des Innenohrs
  • Gehörgangsexostose (Surfer’s Ear)
  • Geschlossene vs. durchlässige Ohrenstöpsel + kleine Materialkunde

Bei der Vorbereitung unseres Ear Plugs Test mussten wir schnell feststellen, dass das Thema nicht ganz unumstritten ist. Es herrscht Uneinigkeit zwischen den Konzepten, wobei manche Hersteller größeren Wert auf Funktionalität legen und andere sich hauptsächlich auf gute Vermarktung konzentrieren.

Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen geschlossenen Ohrenstöpseln, und solchen die durch eine Öffnung im Plug einen Druckausgleich ermöglichen. Ein Druckausgleich ist immer dann notwendig, wenn das Ohr eine Tiefe von mehr als etwa 3 Metern erreicht. Druckausgleich bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur den manuellen Druckausgleich, bei dem die Nase zugehalten und Atemluft in die Ohren gepresst wird. Es bezeichnet auch den automatischen Druckausgleich, welcher stattfindet wenn die Luft im Mittelohr durch den Tiefendruck zusammengepresst wird und Luft passiv aus dem Nasenrachenraum in das Ohr nachströmt.

Besonders beim schnellen Abtauchen wirken starke Druckkräfte auf das Ohr und ohne einen Körperinnendruck kann Wasser von außen, am Stöpsel vorbei, in das Ohr und durch das Trommelfell gedrückt werden. Was mit geschlossenen Ohrstöpseln unbedingt vermieden werden sollte, sind Sprünge ins Wasser aus größerer Höhe und jedes andere Verhalten, bei dem der Träger tiefer als etwa 3 Meter abtaucht, also auch tiefe Duckdives und Waschgänge bei großer Dünung.

Das Hörvermögen ist bei geschlossenen Plugs stark eingeschränkt und da unser Gleichgewichtssinn im Innenohr liegt, kann ein geschlossener Stöpsel sich zudem negativ auf die Balance auswirken. Etwas 50 % der Anwender geschlossener Ear Plugs gaben in Tests an, Einschränkungen in ihrem Gleichgewichtssinn wahrzunehmen.

Silikon ist nur bedingt resistent gegen alkoholhaltige Reiniger, moderne Seifen, Spülmittel und Verschleiß. Wird das Material spröde, können sich kleinste Verschmutzungen, organische Rückstände und Keime ansammeln und ein neuer Ohrstöpsel muss her oder die Infektionsgefahr steigt. Daher sollte Silikon besser immer nur mit lauwarmem Wasser oder phosphatfreier Seife gewaschen, behutsam behandelt und regelmäßig ausgetauscht werden.

Maßnahmen zur Vermeidung von Ohrenerkrankungen beim Surfen

Wer empfindliche Ohren hat und regelmäßig surfen geht, sollte sich unbedingt ein paar Dinge angewöhnen, die helfen das Risiko von Infektionen und Knochenwachstum im Ohr zu verringern. Die Verwendung von Ohrstöpseln ist aber nur eine der Maßnahmen, sie bietet alleine keinen vollständigen Schutz vor Ohrenerkrankungen. Genauso wichtig wie das Tragen von Ear Plugs ist es, Kälte und Feuchtigkeit vor und nach dem Surf aus dem Ohr fernzuhalten. Das geht mit entsprechenden Spülungen, vor allem aber auch mit Hilfe einer warmen Mütze. Inhalieren und Nasenspülungen können zusätzlich helfen die Nebenhöhlen freizuhalten und sorgen dafür, dass sich keine Flüssigkeit hinter dem Trommelfell ansammelt. Die übertriebene Reinigung der Ohren sollte hingegen tunlichst vermieden werden. Wer Ohrenschmalz mit mit dem Wattestäbchen entfernt, sorgt unweigerlich dafür, dass mehr Flüssigkeit ins Ohr eindringen kann und weniger Bakterien auf natürlichem Weg abtransportiert werden. Auch die Gefahr kleinerer Verletzungen der Haut oder gar des Trommelfells sind ein zusätzliches Risiko und ein ständiger Nährboden für Infektionsherde.

Andere Hilfsmittel zum Schutz der Ohren beim Wellenreiten

Neoprenhaube

Der vielleicht wirksamste Schutz vor Kälte, Wind, Wasser und Bakterien ist eine Neopren Hood. Dabei können zwar auch immer wieder kleiner Mengen Wassers in das Ohr gelangen, jedoch nicht im Schwall, der Luftzug bleibt draußen und das Ohr wird nicht wiederholt tief gespült. Auch die Temperatur des gesamten Schädels kann sich im übrigen auf die Ohren und das Immunsystem auswirken, gerade an kalten und regnerischen Tagen ist eine Neoprenhaube meist wirklich eine gute Idee.

Sprays und Tropfen
Audio Swim EarSprays und Tropfen zum Spülen der Ohren sorgen für eine bessere Reinigung, Desinfektion und beschleunigte Trocknung. Insgesamt sind die Erfahrungen hier weitgehend positiv, manche Anwender sind aber nicht zufrieden mit dem Gefühl zusätzlicher Flüssigkeit im Ohr, auch wenn diese in der Regel schnell verdunstet. Leider enthalten viele Sprays einen hohen Alkoholgehalt, der durchaus für Reizungen verantwortlich sein kann. Besser sind da Sprays wie Audiol Swim, die helfen das Ohrwachs auf natürliche Weise aus dem Ohr zu befördern. Die Anwendung bei kaltem Wetter ist eher Geschmackssache, wer allerdings gezielt nach Schutz vor Bakterien in warmen Gewässern sucht, sollte sich unbedingt auch nach einem geeigneten Spray umsehen. Statistisch gesehen, bietet dieses nämlich sogar einen besseren Schutz gegen Infektionen als Ohrenstöpsel.

Zu guter Letzt

Viele Surfer beschäftigen sich leider erst mit der Thematik Ear Plugs, wenn bereits Probleme wie eine Mittelohrentzündung oder eine Perforation des Trommelfells aufgetreten sind. Gerade bei akuten Entzündungen ist dies aber definitiv zu spät. Denn wenn das Ohr bereits so empfindlich ist, dass Wasser auch nicht in kleinen Mengen eindringen sollte, hat man im Wasser nichts mehr verloren. Gleiches gilt auch für verstopfte Nebenhöhlen oder andere akute Erkrankungen der Atemwege. Faustregel: Wer an Land keinen Druckausgleich machen kann, gehört ins Bett und nicht ins Lineup.

Weitere Informationen und Gelegenheit euch zum Thema zu äußern findet ihr auch im Forum bei den Diskussionen über Ohrinfektionen und Surfer’s Ear.

Viel Spaß im Wasser, Eure Soul-Surfers.de Redaktion © 2016

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1 Kommentar

  1. Sehr cooler und informativer Bericht. Ich bin gerade leider KO mit einerOhrenentzundung 🙁

    lg aus gran canaria

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