In unserer Serie „6 Fragen an…“ stellen wir euch heute Fabian Konrad vor, den Kopf und die Hand hinter Time Machine Surf Co.. Fabian ist Shaper aus Leidenschaft: Was schon mit 13 Jahren begann, mündete 2022 in seiner eigenen Brand. Dabei versteht er seine Arbeit nicht als bloße Produktion, sondern als Handwerkskunst. Seine Shapes – ob für das Meer oder den Fluss (wie sein River-Model „Brachse“) – stehen für Gleiten, Trimmen und Individualität. Wir haben Fabian unsere 6 Fragen gestellt.
1. Seit wann gibt es Time Machine Surf Co.?
So richtig zum Leben erweckt habe ich Time Machine erst 2022. Wobei die Wurzeln viel tiefer liegen: Ich baue schon seit meinem 13. Lebensjahr Bretter für alle möglichen Boardsportarten selbst. Damals lief das noch unter allen möglichen Namen, die ich heutzutage schrecklich finde.
2. Warum hast du Time Machine Surf Co. gegründet?
Time Machine ist meine Art, mich auszudrücken. Ich habe einfach einen Namen für meine Kunst gebraucht. Ich würde das ganze Projekt auch niemals als reines ‚Board Brand‘ bezeichnen. Für mich ist es das Ventil meiner Erfahrung aus 20 Jahren Boardsport.
Witzigerweise sollte ‚Time Machine‘ ursprünglich nur der Modellname meines ersten Surfboards werden. Nachdem ich dann aber alle meine Boards so betitelt hatte, war mir klar: Das muss der Name der Brand sein und nicht nur der eines Modells.
3. Mit welcher Technologie baust du Boards?
Ich baue Bretter aus allem, was mir zwischen die Finger kommt. Das reicht von Agave, die ich selber gefällt habe, bis hin zu EPS. Am meisten nutze ich derzeit PU-Blanks, wobei ich davon wegkommen möchte, um sie gegen eine ökologischere Variante auszutauschen. Das Problem ist hier in Deutschland oft schlicht die Verfügbarkeit der Materialien.
Technisch gibt es bei mir aber eine Konstante: Alle meine Bretter sind Epoxy-laminiert, da ich von Polyester nicht viel halte. Bei den Fasern bin ich offen für alles und laminiere oft auch Stoffe mit schönen Mustern als Inlays ein.
4. Welches Board Modell ist dein Bestseller?
Bis auf einen Shape sind alle meine Boards Unikate, was es schwer macht, einen klassischen Bestseller zu nennen. Aber auf meinen River-Shape bin ich extrem stolz: Das Board heißt BRACHSE und es ist einfach nur magisch.
Das ist auch der einzige Shape, der kein reines Handshape ist, sondern den ich CNC pre-shapen lasse. Das macht kleine, feine Anpassungen leichter und hilft enorm dabei, an der Hydrodynamik zu experimentieren, um den perfekten Fluss zu finden.
5. Kann man bei dir Custom Shapes bekommen?
Absolut. Bis auf meinen River-Shape ‚BRACHSE‘ ist eigentlich alles Custom. Wobei ich selbst bei der Brachse immer offen für Ideen bin – aktuell baue ich davon zum Beispiel eine asymmetrische Variante.
6. Was sollte man sonst noch über Time Machine Surf Co. wissen?
Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht zu weit aushole! Time Machine steht für Gleiten (Glide), Trimmen und extrem flache Rocker Lines. Jedes meiner Boards soll ein kleines Kunstwerk sein, das für sich allein steht.
Meine Philosophie ist: Weg von der Massenproduktion und zurück zur Handwerkskunst. Vom ersten bis zum letzten Schritt kommt bei mir alles aus meinen eigenen Händen.
Wenn ihr mehr über Fabian und Time Machine Surf Co. erfahren wollt, besucht ihn auf Instagram.