Heute beginnt die neue WSL Saison mit dem Quiksilver Pro & Roxy Pro Gold Coast. Die Vorhersage für die kommenden Tage sieht gut aus und eine gewisse australische Dominanz steht zu erwarten. Vor allem Mick Fanning wird sicher versuchen beim letzten Contest seiner aktiven Karriere nochmal auf dem Podium zu stehen. Weitere Spekulationen könnt ihr unserem aktuellen Fantasy Surf Team entnehmen.

Nach dem Testlauf im September (siehe Video) wurde Kelly Slaters Wave Pool gestern offiziell als Event-Location für die WSL Saison 2018 bestätigt. Der von den Verantwortlichen der WSL oft benutzte Satz “die besten Surfer in den besten Wellen”, bekommt damit auf jeden Fall eine neue Bedeutung.

Nichts macht neugieriger als die Geheimhaltung. Nach dem Prinzip agieren seit Jahren alle Firmen, die etwas mit künstlichen Wellen zu tun haben, das scheint das Marketinginstrument der Wahl zu sein. Somit fand der erste Surfcontest mit dem Namen Future Classic auf Kellys Surf Ranch, zu dem nur geladene Surfer kamen, auch unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Selbst das in den letzter Zeit in den USA gehypte STAB Magazin durfte nicht zugucken und versuchte seinerseits mit einem Hubwagen zumindest einen Blick auf das Geschehen werfen zu dürfen. Die Liste der auserwählten Surfer soll die folgende gewesen sein.

Der Quiksilver Pro France 2016 hat eine weitere Überraschung in dieser Saison abgeliefert. Keanu Asing, zuvor nur auf Rang 34 des WSL Rankings platziert, verweist Gabriel Medina (BRA) im Finale des Quiksilver France 2016 auf den 2. Platz. Der Sieg kennzeichnet damit die erste Teilnahme in einem Halbfinale, einem Finale und den ersten Sieg für den 23-jährigen Hawaiianer, in einem WSL Main Event.

Jordy Smith hat mit einer überzeugenden Leistung den Hurley Pro Trestles in San Clemente, Kalifornien gewonnen. Der Südafrikaner ist kein Unbekannter auf dem Podium bei diesem Event. Schon 2014 konnte er den Sieg mit nach Hause nehmen. Finale des Hurley Pro 2016 Im Finale traf Jordy Smith dann auf einen ambitionierten, aber technisch unterlegenen Joel Parkinson. Auch Parkinson hatte vor genau 12 Jahren schon einmal in Trestles gewonnen, hatte den messerscharfen Turns von Jordy beim diesjährigen Finale aber wenig entgegenzusetzen.

Auch der dritte und letzten Contest im australischen Teil der WSL Tour, endet mit einer kleinen Überraschung. Sebastian Zietz (HAW) der noch Ende des Jahres 2015 die Re-Qualifikation für die Tour verpasst hatte, siegte im Finale über einen starken Julian Wilson und setzt sich damit auf Platz 2 der Rangliste. Sebastian Zietz, noch kurz vor dem Quiksilver Pro für Alejo Muniz eingesprungen, kann dank seines Ergebnisses jetzt auf der Tour bleiben und auch in Rio wieder dabei sein.

Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, doch Matt Wilkinson hat auch den zweiten Event der Tour gewonnen. Damit hat er nicht nur die weltweite Surfpresse in Aufruhr versetzt, sondern sich auch ein gutes Polster für den weiteren Verlauf der Saison geschaffen. Dass er direkt noch einige denkwürdige Zeichen wie den ersten Sieg eines Goofy-Footers in Bells seit 1999 gesetzt hat, ist da beinahe schon Nebensache.

Der portugiesische Herbst ist bekanntermaßen ein Garant für gute Wellen und spätestens seit den “Rip Curl – The Search” Events, ist Peniche auch ins Bewusstsein der weltweiten Surf Elite gerückt. Leider war die Location des Moche Rip Curl Pro in diesem Jahr nicht mit perfekten Voraussetzungen gesegnet. Die Brasilianer kamen mit den durchwachsenen Konditionen in Supertubes wieder einmal am besten zurech. Filipe Toledo siegte im rein brasilianischen Finale gegen Landsmann Italo Feirrera und zieht damit vorbei an Adriano de Souza auf Platz zwei nach Mick Fanning.

In diesen Tagen starten sowohl die Deutschen Meisterschaften im Wellenreiten, als auch der Quicksilver Pro France. Der Forecast für die kommende Woche verspricht schon einmal solide Bedingungen mit bis zu 3,50 Metern Wellenhöhe und nicht zuviel Wind. In Verbindung mit gelegentlichem Offshore und da sich der nächste Sturm schon über dem Nordatlantik zusammenbraut, könnte das durchaus die ein oder andere sehenswerte Session geben.

Mick Fanning wurde zwar diesmal nicht vom Hai angegriffen, stahl aber trotzdem allen anderen Teilnehmern die Show beim Hurley Pro Trestles 2015. Einige andere Hoffnungsträger wie John John Florence und Julian Wilson segneten mal wieder etwas früher das Zeitliche. Ersterer vielleicht nicht ganz so unerwartet. Kelly hielt noch bis Runde 5 durch, gab sich dann aber auch Mick Fanning geschlagen.