Stefan Götzenmann Fotografie

Galerie, Interview

STEFAN GÖTZELMANN SURF PHOTOGRAPHY

5 Okt , 2016   Gallery

Stefan Götzenmann ist schon seit 10 Jahren Mitglied unsere Surf Community. Als er seine ersten Bilder hochgeladen hatte, konnten wir erst nicht glauben, dass es seine eigenen Bilder waren, da sie so ziemlich das Beste waren, was wir an Surf Fotografie im „deutschsprachigen Bereich“ gesehen haben. Stefan ist Indonesien Fan, die meisten seiner Bilder sind aus Asien, doch begonnen hat alles in Hossegor für ihn. Nachfolgend findet Ihr einige sehr schöne Bilder von ihm, gefolgt von ein paar Fragen die wir ihm stellen konnten.

Wie ist Dein Standart set up? Welchen Body, Objektive und Waterhousing benutzt Du?

Ich arbeite hauptsächlich mit einer Canon 1D MarkIV. Im Wasser habe ich meistens ein 50mm, 85mm, oder ein Fishauge drauf. Beim Wassergehäuse bin ich mit Liquid Eye unterwegs. Vom Land oder Boot kommt hin und wieder das Canon 100-400mm zum Zug.

Als Fotograph schleppt man immer eine Menge Zeug mit sich rum. Hast Du ein paar Tipps wie man mit der Ausrüstung und dem Zubehör auf Reisen am besten umgeht?

Ich muss gestehen, hin und wieder gehen mir schon die Kameras und Objektive kaputt, vor allem da ich viel in den Tropen und am Meer unterwegs bin. Sand, Luftfeuchtigkeit und Salzwasser sind genau mein Millieu und das macht der Elektronik oft zu schaffen.
Ein guter Rucksack ist auf jeden Fall die Grundlage für sicheres Reisen. Er muss ausreichend gepolstert sein, passende Fächer haben und am besten ins Handgepäckfach eines Fliegers passen. Auch wenn ich das selber nicht immer mache, sollte man nach jedem Tag am Strand sein Equipment reinigen, das Gehäuse mit Süßwasser abspülen. Wenn man ein AC Zimmer hat, sollte man die trockene Luft nutzen und alle Objektivdeckel und Kameraöffnungen aufmachen, um die Feuchtigkeit aus dem Equipment zu bekommen. Hat man keine Klimaanlage sollte man über Nacht unbedingt alles in den Rucksack verstauen, evtl. Reis oder Drybags mit reinstopfen und komplett schließen. In der Nacht setzt sich vor allem in den Tropen unglaublich viel Feuchtigkeit ab, das kann eine Kamera schon killen.

Wie speicherst Du Deine Bilder unterwegs?

Ich habe immer ein kleines Netbook dabei, bei Bedarf auch eine externe Festplatte.

Du bist ein Indonesien Fan, richtig? Welche Orte haben Dich da am meisten begeistert? Was ist Dein persönliches Lieblingsfoto von dort?

Ja, Indonesien hat es mir schon richtig angetan. Vor allem die Vielfalt und Einzigartigkeit jeder einzelnen Insel lässt mich immer wieder zurückkommen. Ich war jetzt shon oft dort, aber jede Insel ist wie ein eigenes Land mit ganz eigener Kultur, Sprache,Natur und natürlich Wellen. Ein einziger Ort sticht da fast gar nicht heraus, eher die Summe aller Destinationen. Genauso schwierig wird es mit dem Foto, da gibt es schon einige, die für mich ganz besonders sind. Wenn ich allerdings eines wählen müsste, dann wäre es vielleicht dieses hier:

rolling_trees_by_stefan_goetzelmann
Neben dieser unglaublichen Form der Welle und den Farben des Wassers zählen hier vor allem die Erinnerungen an den Trip. Es war ein klassischer Search-Trip komplett ins Blaue, ohne jegliche Information nur mit einer Handvoll Satelitenfotos im Gepäck. Bis heute waren das die schönsten Wellen, die ich bis jetzt gesehen habe.

Als Wasserfotograf muss man echt fit sein. Man schwimmt oft in fetten Wellen und schleppt dann noch die Kamera mit sich rum. Machst Du vor einem Fototrip noch spezielles Training?

In gewissen Rahmen schon. Aber nicht wirklich exzessiv. Vor einem Trip veruche ich grundsätzlich mehr Sport zu treiben, viel zu Schwimmen und mich gesünder zu Ernähren. Viele Spots haben fiese Strömungen, gegen die man mit einen Surfboard leicht ankämpfen kann, aber wenn man mit dem kompletten Körper im Wasser ist, dann heisst das unentwegt schwimmen, um die Position zu halten. Wärend einer stundenlangen Session merkt man dann ganz schnell, wie fit man ist 🙂

Was ist aus Deiner Sicht die große Herausforderung bei der Wasserfotografie?

Ich denke es ist wie in anderen Genres auch ganz wichtig eine einzigartige Perspektive zu finden, etwas was man noch nicht kennt, noch nicht gesehen hat. Wenn man so eine Vision im Kopf hat, dann muss man nur noch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und das ist aber oft harte Arbeit.

Ich habe einige Bilder von Dir gesehen die nach Drohnen-Aufnahmen aussahen. Das ist ja im letzten Jahr ein richtiger Trend geworden. Es soll jetzt sogar schon eine Drohne geben die einem beim Surfen nach dem takeoff verfolgt. Was hältst Du von dieser Entwicklung? Oder habe ich mich bei Deinen Aufnahmen getäuscht und sie sind aus einem Flugzeug aufgenommen?

Ja einige Luftaufnahmen sind von Drohnen, einige auch aus dem Flugzeug entstanden. Als Fotograf ist man immer auf der Suche nach der besten Perspektive und da haben uns Drohnen jetzt den Spielraum unheimlich vergrößert. Ich finde das sehr spannend und möchte diese Perspektiven nicht mehr missen. Trotzdem heißt von oben nicht automatisch besser und ich hoffe die Leute gehen in Zukunft gewissenhaft mit den Dingern um, sonst werden sie bald verboten, oder sehr stark reglementiert.

Welches war von der Entstehungsgeschichte das spektakulärste Bild was Du gemacht hast?

Hmm, wieder eine schwierige Entscheidung. Aber vielleicht ist es diese Welle von Ian Cosenza als der Swell des Jahres auf Desert Point traf. Jeder der schon mal da war weiß, welche Konsequenzen unter dem Wasser lauern und gerade am fiesesten Punkt am Riff ging die Post ab. Hier gibt es keinen Channel und alle Wellen machen am Ende zu. Es waren auch einige Leute mit Pipe Erfahrung da und die wollten damit nichts zu tun haben.
Desert Point

Gibt es besondere Zeiten wie z.B. die „blaue Stunde“ wo Du auf Foto Tour gehst oder spielen bei Dir neben den Wellen andere Faktoren eine Rolle?

Das kommt auf die Bedingungen an, aber wenn die Bedingungen passen kannst du als Surffotograf eigentlich rund um die Uhr fotografieren. Zur Morgen- und Abendröte werden die Surfer in warmes Licht getaucht, was sowohl vom Land, als auch vom Wasser sehr schöne Resultate ermöglicht.  Wenn die Sonne dann hoch oben steht hast du Unterwasser die beste Sicht, und für Luftaufnahmen das schönste Blau. Bei Vollmond und klaren Himmel kann man dann sogar mit längeren Belichtungszeiten experimentieren.

Die Surfer auf den Bildern, sind das alles Bekannte oder Freunde oder machst Du auch Auftragsbilder?

Sowohl als auch. In den meisten Fällen bin ich aber unabhängig unterwegs und warte auf die besten Bedingungen. Dann organisiere ich mich mit anderen Surfern, manchmal treffe ich zufällig auf Pros im Wasser und manchmal bin ich gemeinsam mit Surfern auf einem Trip. In meinem Freundeskreis surft nur eine Handvoll und die haben dann meist keine Zeit.

Schaut mal auf Stefan’s Seite vorbei www.warmwaterstudio.com oder folgt ihm auf Seinen Social Media Kanälen.

www.facebook.com/warmwaterstudio

www.instagram.com/warmwaterstudio

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4 Kommentare

  1. Profilbild von oxnard oxnard sagt:

    Sehr sehr schöne Bilder, danke!

  2. Profilbild von cedi51 cedi51 sagt:

    Hammer Bilder und ein interessantes Interview!

  3. Profilbild von paolopinkel paolopinkel sagt:

    Ja Götzi, sehr beneidenswert, was Du da machst….Kannst Du bei mal wegen Deiner ganzen Erfahrung Deine Meinung dazu sagen, was Du ein faires pricing findest von einem Foto/Videographen, welcher am break (im Wasser) alle Surfer in action fotografiert und dann die Bilder anbietet?

  4. Profilbild von goetzi goetzi sagt:

    danke leute! freut mich das euch die bilder gefallen! PP, ich schreib dir ne pm,
    lg

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