One Winter Story – Surf DVD

o.k., das ist nicht der Film, den man sich zusammen mit ein paar Kumpels beim Bier so nebenbei reinzieht und sich dabei über so wichtige Dinge wie Fußball oder Frauen unterhält. Es ist auch nicht der geeignete Film für beach betties, die immer noch meinen, dass Surfen das ist, was man im Roxy Katalog sieht. Und die „Kerle“, die sich nach einem Sommertrip nach Moliets bereits wie Kelly Slater fühlen, sollten auch die Hände von dem Streifen lassen, wenn sie nicht in schwerwiegende Minderwertigkeitskomplexe verfallen wollen. Frauen und Männer aber, für die Surfen vor allem was mit dem Ozean und seiner Energie zu tun hat, Surfer also, die einen muffigen dicken Neo haben, den sie auch im Winter wegen zu häufigem Gebrauch nicht trocken kriegen und Typen, die wissen was ein hold down ist, sollten sich ein Glas Whisky einfüllen, den Video Rekorder anschmeißen und sich diese Dokumentation über Sarah Gerhardt anschauen. Die Frau hatte eine Scheiß Kindheit und harte Jugend zu überstehen, was nun nicht unbedingt die sehenswerte Geschichte ist. Diese Frau war die erste, die Mavericks surfte (im Jahr 1999), was eine Sensation war – vor allem weil sie sich dort auch ein paar wirklich dicke Dinger gegriffen hat – aber das allein ist auch noch nicht wirklich sehenswert. Sehenswert und hörenswert ist Sarah´s, von ihr selbst ohne jeden hype erzählte, eigene Geschichte, ihre Ansichten über das Leben und das Surfen – nicht nur – in großen Wellen. Filmisch sehr gut gemachte Dokumentation, die vielleicht dazu führt, dass man in der Nordsee zukünftig auch nach Ende September noch das ein oder andere Mädl sieht

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