Marlon Lipke Interview

Marlon Lipke ist derzeit der erfolgreichste Surfer mit deutschem Pass. Er ist an der Algarve in Portugal aufgewachsen und hatte somit von Anfang an ein ziemlich gutes Trainingsgebiet. Derzeit bestreitet Marlon die WCT Tour um sich in absehbarer Zeit vielleicht mal für die WCT zu qualifizieren. Lest nun ein kurzes Interview mit ihm.

Du kommst gerade aus Brasilien von einem WQS Contest. Wie war es? Und wie ist es gelaufen?
Der erste 4star WQS in Fernando de Noronha war für mich nicht so gut. Im 2ten Heat viel Closeout, hab einfach keine gute Welle bekommen. In Florianapolis lief’s dann um so besser, obwohl kleine Wellen bei 80 kg nicht so meine Stärke sind. Besonders gegen die kleinen leichten Brasilianer. Ich hab Hetor Alves, den Vorjahressieger, geschlagen und die Top 44 Surfer Pedro Henrique und Gerald House.

Machst Du jetzt die volle WQS Tour mit?
Ja, bin jetzt an 11ter Positon und werde versuchen, weiter meine Punkte zu sammeln. Außerdem will ich aber auch die WQS für das europäische Ranking mitsurfen.

Wie ist die Atmosphäre auf der WQS Tour? Dort soll es im Gegensatz zur WCT noch ziemlich entspannt zugehen. Stimmt das?
Das tut sich nicht viel. Ich glaube sogar, die QS sind noch härter, schon wegen des riesigen Starterfeldes!

Dein Ziel im letzten Jahr war es unter die Top 100 zu kommen, was Du mit Platz 60 ja auch super geschafft hast. Wie lange gibst Du Dir Zeit es vielleicht unter die Top 44 und damit auf die WCT zu schaffen?
Man sagt meist, es dauert so 3-4 Jahre, sich hoch zu arbeiten. Solange gebe ich mir natürlich auch….und wenn’s vorher klappt, prima.

Im Dezember warst Du wieder auf Hawaii. Die Szene dort brüstet sich ja mittlerweile schon damit ziemlich agressiv zu sein. Wie bist Du dort zu Recht gekommen?
Ja, Hawaii ist sehr agressiv und ich steh überhaupt nicht auf sowas! Aber was solls, da muß man durch.

Wo bist Du auf Hawaii überall gesurft?
Rocky Points – Sunset – Haliewa und alles ziemlich groß!!!

Du konntest ja jetzt schon ein wenig in den Surf Pro Alltag reinschauen. Nenn uns doch mal ein paar Nachteile von dem Job, damit nicht alle Leute zu neidisch sind ?
Der Stress,sowohl beim Contest, als auch das viele Reisen! Von einem Jetlag zum nächsten. Und wie oft kommt man dann am anderen Ende der Welt an und es sind totale sch…… Wellen. Aber nur mit Biß und hochmotiviert kannst Du Dich durchsetzen. Das ist oft sehr ernüchternd.

A pros pos Vor-/Nachteile, die australischen Mädels sollen ja ziemlich agressiv beim Anbaggern von Surfpros rangehen. Soweit ich weiß, hast Du da auch so einige Erfahrungen mit gemacht. Wie gehst du damit um?
Ach Quatsch, wenn das die Probleme wären…….

Warst Du schon mal in Deutschland irgendwo surfen? Wenn ja, wo?
Ich war auf dem Eisbach und 2 mal schon auf Sylt.

Die Mainstream Medien in Deutschland sind im letzten Jahr auch auf Dich aufmerksam geworden. Du warst im ARD Morgenmagazin und bei einigen Radiosendern, ist das richtig? Macht dir diese ganze PR Arbeit Spaß, oder nerven Dich die ganzen Interviewfragen eher?
Das gehört dazu und macht oft auch Spaß.

Gibt es aus dem letzten Jahr irgendwelche Videos in denen Du zu sehen bist?
Jelly Trousers war ein Video, Skaten-Snowboarden-Surfen, mit Tim Boal, Robbie Page und mir in Norwegen. Das war super! Eine meiner schönsten Reisen! Jetzt kommt „the preview” in die Läden.

Gibt es irgendwelche Reiseziele die Du neben dem Contest in den nächsten Jahren auf jeden Fall erreichen möchtest?
Ich reise schon genug… aber Ziele bestimmt!

www.marlonlipke.com

www.thesurfexperience.de

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