Schön, dass Du da bist Foren Surf Anfänger Zu schwer und zu groß für das Board?

Schlagwörter: 

Dieses Thema enthält 21 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Walroß vor 4 Jahre, 5 Monate.

Ansicht von 22 Beiträgen - 1 bis 22 (von insgesamt 22)
  • Autor
    Beiträge
  • #31986

    Triskel
    Mitglied

    Hallo miteinander,

    habe gestern endlich vollzogen was ich schon immer vorhatte:
    Ein “richtiges” Surfboard kaufen.

    Ich fahre seit 20 Jahren jedes Jahr in die Bretagne und hab schon als Kind
    in den Wellen mit Bodyboards rumgespielt.
    Seit dem hab ich mich mit dem Bodyboard in immer größere Wellen getraut und behersche das mitlerweile recht gut, aber
    eigentlich wollte ich schon immer die stehende Variante probieren.
    Bisher hat es aus irgentwelchen Gründen nie geklappt das ich mir ein Board leihe, kaufe oder
    in eine Surfschule gehe.

    Naja wie auch immer, bei einem Besuch im Decathlon hab ich dann ein Soft-Top (Jaja, buhu, igitt-igitt 😉 ) für 170€ gesehen und da ich mitlerweile einen Kombi fahre hab ich mich kurzer Hand entschlossen das Ding mitzunehmen.
    Ich dachte mir für 170€ kann man nicht viel falsch machen.
    Zuerst hatte ich auch über ein BIC Mini Malibu für 340€ nachgedacht, das aber wieder verworfen, weil mir das Risiko zu groß war ein falsches Board zu kaufen.

    Ich hab mich für die 2t größte Variante entschieden:
    http://www.decathlon.de/surfboard-100-8-leash-id_8208144.html

    Das größere 8’6″ Board von Tribord habe ich nicht genommen weil ich mir sicher war das es nicht ins Auto passt.
    Das gute Stück passte hingegen perfekt rein.

    Nun muss man wissen das ich 1,96 groß bin und knapp über 100kg wiege.
    Das Board war mit 70kg ausgeschrieben aber ich dachte mir: gut wirds ein bisl schwerer, aber das krieg ich hin.
    Mein Selbstvertrauen schöpfte ich an der Stelle aus meiner Erfahrung im Windsurfen und Bodyboarden.

    Die Grundlagen habe ich mir auch im Laufe der Jahre (da mein Wunsch schon ein bisl länger bestand, das zu probieren) angelesen. Trockenübungen für den Takeoff funktionierten auch ganz gut.

    Heute dann in minimaler Wellenhöhe meine ersten Versuche gemacht.
    Naja was soll ich sagen, es war furchtbar :S

    Das Board ist super wackelig und wenn ich mit den Zehenspitzen auf dem Deck liege, ist der Nosedive beim anpaddeln garantiert.

    Alle meine Versuche für den ersten Takeoff schlugen daher gnadenlos fehl.

    Nun meine Frage:
    Bin ich tatsächlich zu schwer und zu groß für das Board?
    Die Abmessung müsste (entgegen der Bezeichnung 8′) 7’7″ sein, also 2,35m und damit ist das Board ja gute 30 cm größer als ich.
    Habe gelesen das es von der Länge eigentlich reichen müsste.
    Oder bin ich einfach mit meinen 104kg zu schwer für das 70kg Board?

    Oder Möglichkeit 3: ich stell mich zu blöd an 🙂

    Kann ich (theoretisch) den Schwerpunkt so verlagern das ich mit den Füßen trotzdem noch auf dem Deck bin und keinen Nosedive mache?
    Kann ich mit eisernem Willen und Übung das Wackeln trotzdem unter Kontrolle bekommen?

    Oder muss ich tatsächlich damit leben das ich bei meiner Größe/Gewicht mit einem 8-9er Longboard anfangen muss und der Kauf eine Fehlinvestition war?

    Und um es vorwegzunehmen: Ja ein Kurs ist sicher sinnvoll, Ja ein Brett zu leihen bevor man es kauft ist auch sinnvoll.
    Aber ich mag Kurse nicht sehr und bringe mir die meisten Dinge lieber selbst bei… Und die Leihgebühren fand ich im Verhältniss zu den 170€ für den Neukauf auch nicht reizvoll 😉

    Würde mich sehr über Tipps freuen.

    #132666

    jobu
    Surfer

    Meiner Ansicht nach wäre ein 10´Longboard für dich passend,selbst das bic 8´4 hätte wohl zu wenig Volumen für deine 100kg.
    Bei deiner Größe ermöglicht einem ein gutes breites Longboard schnelle Erfolgserlebnisse. Wenn man dann das Weißwasser inkl. Take off gemeistert hat wird das drehen mit einem Longboard natürlich ein wenig schwerer, die Länge ist halt schwerer handzuhaben, aber du wirst wohl keine andere Wahl haben.
    Das am ersten Tag nichts klappt ist aber auch ziemlich normal, was für den allersten Anfang sehr gut ist gar nicht zu versuchen aufzustehen sonder nur Weißwasser auf dem Bauch liegend abzufahren um ein Gefühl für das Trimming des Brettes zu bekommen.
    Wenn du noch in der Bretagne bist versuch doch leihweise das bic nat young 9´4 zu bekommen, die Beratung in den wenigen echten Surfshops ist meistens auch sehr kompetent, die verleihen meistens auch Bretter.
    1-3 Surfstunden für den Anfang sind auch hilfreich.
    Ich wiege etwas weniger als du und habe als Anfänger mit einem Longboard (10´, 23´´breit und 3 1/4 dick) sehr gute Erfahrungen gemacht, nachdem es in der Surfschule mit einem Softboard nicht so geklappt hat.
    In welcher Gegend bist du denn ? Im Finistere kenn ich ein paar Geschäfte und Surfschulen.
    Ansonsten nach gebrauchten Brettern bei den wenigen Shapern umschauen.
    http://www.juanitosurfboard.com/surf-shop.htm
    http://www.exp-surfboards.com/
    http://www.misticsurfboards.com/index.html
    http://www.authentic-surfshop.com/coordonnees
    Ich war diesen Sommer zu Besuch bei juanito surfboards, der ist in der Nähe von La Torche, er hatte auch gebrauchte Bretter zu verkaufen.
    Gerade die ersten Surfversuche verlangen einem manchmal viel Geduld und Ausdauer ab, wenn es dann aber auf einmal klappt ist das Gefühl umso schöner.
    Das Meer ist bisweilen unberechenbar und Surfen am Anfang eine wackelige Angelegenheit und eine Herausforderung, aber deswegen machen wir das ja auch!

    #132667

    dr-surf
    Moderator

    Auch wenn du freimütig zugibst ein ziemliches Sparbrötchen zu sein: manchmal lohnt es sich einfach ein paar Euro draufzupacken. Das Board ist grenzwertig klein, erst recht wenn jemand untrainiert ist. Ein Kurs kostet nicht nur Geld, sondern bringt dir auch was – z.B. schnelle Lernerfolge. Was bringt mehr: die nächsten Jahre auch noch in die Bretagne fahren und in 5 Jahren immer noch den Nosedive beim Anpaddeln machen weil dir nie jemand gesagt hat, dass die Zehen nicht auf dem Board liegen müssen oder einmal ein paar Stunden Unterricht nehmen und ab dann immer Spaß haben? Klar kannste dir surfen auch selbst beibringen, wirst aber viel (!) Zeit verlieren dabei.b

    #132668

    Triskel
    Mitglied

    Danke für die Links und Tipps!
    Ja ich bin in Finstere, genauer: Ich bin zur Zeit am Cap Sizun unterwegs. Aber zum La Torche wollte ich diese Woche auch noch einen Ausflug machen.
    Sind solche 10′ Longboards denn üblicherweise in den Surfschulen zu haben?

    Wie schaut es später aus, wenn ich mehr Skill habe, wird es jemals möglich sein z.b. ein Funboard zu fahren bei meiner Größe?

    Das ich Anfangs wenig hinbekomme hatte ich natürlich auch vermutet, aber das Brett war wirklich so wackelig, dass ich eigentlich fast überhaupt keine Hoffnung habe, da etwas drauf zu lernen.

    #132671

    jobu
    Surfer

    Cap Sizun, na das ist ja zum Surfen schon fast das allerbeste dort,
    dann müßtest du ja schon an der Baie de Trepasses gewesen sein, ein Wahnsinnskulisse, ein fantastischer Spot für Surfer jeder Könnensstufe, und du kannst mal die Surfschule die dort Kurse macht in Erwägung ziehen, das ist die ESB Audierne.
    Die Gruppen dort sind aber relativ groß.
    Bißchen weiter weg gibt es noch jemand in Plouhinec der sehr empfehlenswerte Kurse macht, ich war mit meinem Sohn auch bei ihm er macht in Gwendrez, einem der schönsten Strände und klasse Spot (Surfen nur bei Ebbe!) und Plovan Kurse. Er ist allein und hat max 8 Schüler in einer Stunde.
    Gwendrez ist bedeutend leerer als die Baie und in Plovan ist noch weniger los.
    http://www.soulsurfingskol.com/
    Ein 9´Board sollte schon jede Schule vorrätig haben, eines für richtig schwere Leute über 9´gibt es meistens auch.
    Bei Juanito standen auch gebrauchte Longboards zum Verkauf, der Laden ist bloß ziemlich schwer zu finden, wir haben das aber auch ohne Navi geschafft.

    #132672

    Triskel
    Mitglied

    Bin 200 Meter von der Baie in einem Ferienhaus 🙂
    War bisher jeden Tag dort.
    Ein anderer interessanter Spot, den ich noch kenne ist St Tugen. Ist auch ein wunderschöner Strand zur Südseite hin.
    Gwendrez kenn ich bisher noch nicht, werd ich mir auf jeden Fall auch mal anschauen

    Nun gut ich werde dann wohl für nächstes Jahr einen Kurs in Erwägung ziehen.
    Das mit einer Gruppe von 8 Leuten klingt auch vernünftig.
    Dieses Jahr ist das vermutlich zu kurzfristig…

    Morgen werd ich mich mal nach nem Longboard zur Leihe umschauen.

    #132673

    jobu
    Surfer

    Wenn du im Weißwasser richtig auf deinem Board liegst kannst du wenn du die Arme hebst und die Füße nicht im Wasser rumliegen durch Druck des Körpers, des Rumpfes und Hüfte das Board kontrollieren und ein während der Fahrt sogar ein wenig lenken.
    Wenn du so richtig liegst dann beim Take off darauf achten daß die Hände sich im Bereich der Brust am Board abstützen und auch nicht an die Rails greifen.
    Du bekommst bestimmt bei den Surfschulen einzelne Stunden, 1 oder 2 wären bestimmt eine Hilfe.
    Als wir in St. Tugen waren hats meistens nicht von der Tide gepasst oder es war zu klein, aber wunderschön ist es dort auch.
    Die Baie hat den Vorteil daß es da auch bei Westwind immer noch relativ geordnet reinkommt,
    der forecast für Gwendrez morgen und Donnerstag sieht sehr gut aus, klein aber sauber, um 15.00 ist Ebbe, 2St. davor und danach sind am besten.
    Viel Vergnügen !!!

    #132677

    search4waves
    Surfer

    Mich würde interessieren, wie man auf die Idee kommt, dass die Füße auf dem Board liegen müssen. Gerade wenn du merkst, dass deine Nose wegtaucht sollte einem die Logik doch sagen, dass man weiter nach hinten rutschen sollte.
    Da es anscheinend an jeglichen theoretischen Vorkenntnissen mangelt würde ich dir auch schwer zu einem Kurs raten. Die werden dir auch ein geeignetes Board geben.
    Und noch ein kleiner Tip. Bevor du dir eine 170 Euro Gurke beim Decathlon holst, geh lieber in einen ordentlichen Surfshop und lass dich anständig beraten. Dann hättest du dir 170 Euro gespart….

    #132684

    paolopinkel
    Surfer

    ……Wie schaut es später aus, wenn ich mehr Skill habe, wird es jemals möglich sein z.b. ein Funboard zu fahren bei meiner Größe?…….

    http://www.youtube.com/watch?v=yrf93aLQXBE

    (Das was er bei Sekunde 41 macht ist beim Surfen strengstens untersagt, würdest Du ebenfalls in einem Kurs lernen).

    #132701

    roots1976
    Surfer

    Jimbo rocks!

    #132702

    paolopinkel
    Surfer

    Was schätzt ihr wie schwer dieser Jimbo ist? Müssten doch mindestens 120kg sein….

    #132703

    roots1976
    Surfer

    400 lbs oder knapp 180 kg. Wenn er nicht mittlerweile ab- oder weiter zugenommen hat.

    http://balibelly.tv/news/190

    #132705

    paolopinkel
    Surfer

    Hätte ich nie gedacht dass es so viel sind.

    Aber ist eben schon geil, wenn man fähig ist, Wellen zu surfen wo das Körpergewicht auch mit kürzeren Brettern eigentlich keine Rolle mehr spielt weil die Welle so viel Power hat.

    #132707

    search4waves
    Surfer

    Hab den vor Jahren mal live in Padangpadang gesehen (vom Strand aus) als ein richtig guter Swell da war und das Lineup mehr als voll war. Der Typ hat viele Wellen bekommen und ich hab keinen Wipeout gesehen. Also surfen kann der echt gut

    #132700

    dr-surf
    Moderator

    …dafür hat er sich von den Balinesen das schlechte Benehmen abgeguckt. Für die Aktion bei 0:41 hätte er hier in Kalifornien zu Recht massiv Ärger bekommen. Reindroppen ist eine Sache, aber bei so hohen, steilen Wellen ist das definitiv über der roten Linie.

    #132712

    paolopinkel
    Surfer

    Vielleicht musste er deswegen CA gezwungenermassen verlassen 😆 .

    #132749

    Triskel
    Mitglied

    Ok zu der Frage wie ich darauf komme das die Füsse auf dem Board sein müssen:
    Das habe ich daraus geschlussfolgert das es in den Surfvideos und Anleitungen immer so war. Bei den Trockenübungen hab ich es auch so probiert, und mit Hilfe der Zehen ging der Popup auch sehr leicht. Bloss hab ich wie beschrieben dann im Wasser festgestellt das ich zu weit vorne bin wenn die Zehen auf dem board sind. Nach Recherche habe ich jetzt hier im Forum zufällig die richtige Fragestellung zu meinem Problem gefunden.
    Wie bekomme ich meine recht langen Beine unter meinem Körper durch wenn das Board “zu klein” ist?
    In dem anderen Thread wurden Techniken angedeutet den hinteren Fuss durch seitliches Anwinkeln aufs Tail zu bekommen und das als Hilfe zu nehmen. Klingt aber nach ner sehr wackeligen Methode da man ja das Gewicht zur Seite ausgleichen muss.

    Andere Tipps?
    Ich krieg auch auf dem trockenen die Beine partou nicht unter den Körper wenn ich die Zehen nicht nutzen kann.
    Die bleiben immer hängen.

    Naja aber für dieses Jahr ist die Saison auch für mich vorbei, nächstes Jahr vermutlich mit Kurs und Longboard.
    Und vielleicht kauft mir ja jemand das Decathlon Teil auf Ebay ab…

    #132803

    jobu
    Surfer

    Hier ein Shortboard take off:http: //www.youtube.com/watch?v=ibI53NjCyBo&feature=related
    Bei einem Longboard kannst du die Zehen beim take off mitbenutzen.
    Gebrauchte Bretter gibt es manchmal bei frittboards in Köln, in Holland dort: http://www.marktplaats.nl/
    Optimal wäre vom Shape und der Länge 9´6 – 10´ Walden, Stewart, ect…..
    Ein gutes Longboard wirst du dann wahrscheinlich dein Leben lang mit Freude lang fahren können selbst wenn du irgendwann kurze Bretter surfen wirst.

    #132804

    jobu
    Surfer

    Nochwas vergessen, du kannst auch einen Trip nach Scheveningen machen, die verleihen da auf jeden Fall nsp 9´2
    vielleicht sogar 9´6 , das lohnt sich schon die Bretter auszuprobieren.

    #133690

    Selors
    Mitglied

    bin selbst Anfänger aber ich glaube es kommt natürlich auch viel aufs Gefühl dafür an, auch wenn das Gewicht ein Faktor sein kann.

    #133692

    Walroß
    Surfer

    Moin,
    also ich habe eine ähnliche Statur wie Du (bin 1,94 groß und wiege so um die 95 kg). Ich habe damals im Surfcamp das 8’4 Magnum von Bic bekommen und das Brett war perfekt für mich. Habe mir dann später auch so eins bei Ebay gekauft. Von einem 10′ Longboard würde ich für einen Anfänger abraten.

    was dein jetziges Brett betrifft, gehe ich davon aus, dass Du beim Paddeln wahrscheinlich überhaupt nicht ins Hohlkreuz gegangen bist, ansonsten könnte das nämlich auch mit Füßen auf dem Brett klappen.

    Nach dem 8’4 habe ich mir ein 7’8er zugelegt, und da haben bei mir die Füße noch hinten draufgepasst, ohne dass das Brett vorne abgesoffen wäre…

    Jonas

    #31987

    Anonym

    Hello. And Bye.

Ansicht von 22 Beiträgen - 1 bis 22 (von insgesamt 22)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.