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Schlagwörter: Marokko
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7. Mai 2008 um 0:46 Uhr #15301
AlexTeilnehmerHilfe gesucht:
leider kann ich hier gerade keinen Bericht über einen gelungenen Surftrip posten, obwohl der letzte Trip zusammen mit jörn holfmann, miller und co. ein voller Erfolg war. wie ihr in crowds und krauts (vgl. dazu unseren blog: surfproleten.blogspot.com )wohl schon gelesen habt ging es nach maroggo. ich hab mit meiner Freundin 5 Wochen mehr oder weniger durchgängig vor Mysteries gewohnt und diverse swells abbekommen…
der Bruder von meiner Freundin ist Windsurfer und war zur gleichen Zeit mit seinem Bus in Essauira um genauer zu sein in Sidi Kouki.
Als wir wieder zurück in Deutschland waren, erfuhren wir das der Bruder von meiner freundin leider nicht wieder da sei, da er in Spanien im Knast sitzt. Anklage: 26 Kilo Hasch in einer boardbag.Es war tagelang nicht möglich irgendwelchen Kontakt aufzunehmen und alles erfuhr man nur durch dritte ín Form vom spanischen Konsulat. 2 Wochen nach der Festnahme wurde der erste Besuch der Mutter im Gefängnis von Ceuta ermöglicht und wir erfuhren den Tathergang.
Am 8. April waren Ulrich (der Bruder meiner Freundin) und Chrissi, sein Freund,in Essauira beim Surfen. Dort traf Ulrich einen Mann, der sich als Andy ausgab (ca 50, weißblondes schütteres Haar, untersetzt, eher kleiner, rundlich), mit dem sich ein Gespräch über das Surfen entwickelte. Vom Dialekt her meinte Ulrich bayerisch/österreicherisch. Auch sein Freund Chrissi hat diesen Mann gesehen. (Chrissi ist noch länger in der Nähe von Essauira geblieben. Als er von Ulrichs Verhaftung erfuhr, ist er Ceuta gefahren, um Ulrich zu besuchen – was ihm nicht gelang.
Am Mittwoch 9. April war Ulrich noch einmal alleine in Essauira. Hier trafen beide wieder aufeinander. Ulrich erzählte, dass er am Abend nach Hause starten wolle. Andy bat ihn, ob er seine 5 Surfbretter nach Tarifa bringen könne, da er mit dem Gipsarm (li) sie nicht im Flieger transportieren könne. In Tarifa seien Kumpels, die dieBretter dann weiter mit nehmen wollten. Denen wolle er Ulrichs Auto beschreiben. Die kämen auf ihn an der bezeichneten Stelle zu und Ulrich könne die Bretter abgeben. Für den Umweg von knapp 80 km und den zusätzlichen Zeitaufwand gab Andy Ulrich 100 Euro.Natürlich kann man jetzt im Nachhinein sagen: is doch klar… ,und das hört man ja in jeder ecke was von, da muss man a vorsichtig sein…
Fakt ist aber leider, dass ein Surfer einem andern Surfer helfen wollte und so dermaßen verarscht wurde, dass einem die Worte fehlen.Dem Bruder von meiner Freundin drohen jetzt 3-5 Jahre Gefängnis und mit einem Freispruch ist nicht zu rechnen, da niemand die Existenz des besagten Andy bezeugen kann.
Das Leben eines 27 Jährigen Surfers, Freund und Bruders wäre somit zerstört.Falls irgendjemand irgendjemanden kennt der zu der Zeit in der Gegend war und den beschrieben mann evtl. gesehen hat könnte das eine entscheidene Wende im Prozess geben.
Für jede Information wären wir unglaublich Dankbar.
E-Mail:
arnejahn@web.devielen Dank fürs Lesen,
Arne
7. Mai 2008 um 1:07 Uhr #87788
BroladeGastich kenn ein einheimischen aus essaouira, sach ma wo die sich getroffen haben usw. brauche mehr infos
7. Mai 2008 um 1:13 Uhr #87789
MikeGastdas ist bitter…
ich drück fest die Daumen, dass die Sache ein Gutes Ende findet!
7. Mai 2008 um 1:48 Uhr #87791
t0biGastich habe den text mal an alle meine surfbekanntschaften die in marokko waren weitergeleitet…
aber 26kg?????????????? da kann ja eigentlich gar kein board mehr in den bags gewesen sein?!
7. Mai 2008 um 14:21 Uhr #87805
greifswaldGastAuf die Beschreibung passend fällt mir zumindest niemand ein, den ich in meinen Urlauben dort gesehen habe.
Ich werde das Posting aber an Bekannte weiterleiten, die dort regelmäßig für mehrere Monate verweilen, die sollen mal die Augen offen halten.
26 kg in einem Boardbag? So ein Windsurfbrett wiegt max. 10kg…
Ein Polizist in Moulay meinte zu mir, dass bei 1kg einen 9 Jahre Haft erwarten. Also hat er das geringere Übel erwischt.
7. Mai 2008 um 16:21 Uhr #87817
DaveGastaber 26kg?????????????? da kann ja eigentlich gar kein board mehr in den bags gewesen sein?!
Wahrscheinlich in den Boards… derbe Sache 👿
7. Mai 2008 um 16:46 Uhr #87819
kilroy93Gasthi arne,
tut mir leid dass zu lesen.
ich habe leider auch keine nuetlzichen infos fuer euch.
oben in essauira kenne cih auch keinen.
gibt es inzwischen eine genauere beschreibung der gesuchten person/ hergang?das waren vermutlich windsurfbretter? ggf bekannt welche marken?
hatte der ein auto? gipsarm links?/(ellenbogen oder drueber?)faehrt jemand von euch jetzt runter?
ich bin in kuerze auf fuerteventura windsurfen…/augen auf
..
gruss, dieter27. September 2008 um 11:29 Uhr #94273
greifswaldGastMoin jetzt auch in Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,580818,00.html
3 Jahre & 8 Monate
18. Oktober 2008 um 23:09 Uhr #95088
MoltoCaldoGastkrass, hab das in der zeitung gelesen und jetzt hier 😮
gibts was neues?20. Oktober 2008 um 1:31 Uhr #95125
Dr. SurfGastFrag doch nochmal in 3 Jahren und 8 Monaten nach…
21. Oktober 2008 um 0:56 Uhr #95159
BroladeGastder kollege hat hier nicht mehr gepostet, wenn ich hilfe benötige nehme ich sie eigentlich in anspruch..
23. Oktober 2008 um 19:32 Uhr #95325
johnGastDer Spiegel-Artikel ist leider zutreffend. Allerdings beschreibt er nicht was für eine Farce die Verhandlung gewesen sein muss: Der Kollege wurde gemeinsam mit vielen anderen innerhalb einer Stunde verurteilt. Für ihn selber hat der Richter KEINE 10 MINUTEN gebraucht. Da gab es keine Diskussionen, mitgebrachte Unterschriftenlisten, Für-Schreiben von Professoren etc wurden vom Tisch gewischt..
Seine Taktik ist jetzt sich vom momentan großen Knast in Cadiz in eine kleineres „berüchtigteres“ Gefängnis verlegen zu lassen: Grund: Dort fällt man bei guter Führung schneller auf und wird entsprechend schneller (HOFFENTLICH) begnadigt.Passt bloß auf mit wem ihr Euch anfreundet!!!
17. November 2008 um 17:53 Uhr #96311
rococoGastwas ist aus der geschichte geworden???
ich hoffe es gibt ein gutes ende…….alles gute und ganz viel glück!
17. November 2008 um 18:02 Uhr #96313
HugoEgonGastich glaube dir, john, jetzt einfach mal.
deswegen finde ich den spiegel artikel schon auch sehr negativ geschrieben…
@rococo, so schnell wird wohl nix passieren…24. November 2008 um 0:59 Uhr #96577
rococoGastfuck ja….
der spiegel schriebt das alles sehr subjektiv und ganz schön negativ!sie waren ja nicht live dabei…..aber so ist das trauriger weise immer,die wollen halt nur einen möglichst spektakulären artikel für ihr blatt 😡
24. November 2008 um 14:09 Uhr #96591
Dr. SurfGastÄh… ich habe mir den Spiegel-Artikel gerade nochmal durchgelesen. Kann es sein, dass meine Vorredner mangelnde Parteinahme eines deutschen Blattes für einen deutschen Staatsbürger, der im Ausland mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, als „subjektiv“ und „negativ“ empfinden? Rococo & hugoegon: kann es sein, dass ihr objektiv und subjektiv verwechselt, oder habe ich den falschen Artikel gelesen? Der Spiegel hat sich doch überhaupt keine Werturteil über das ganze erlaubt, sondern nur die Fakten zusammengetragen. Und dass der Typ einen Haufen Drogen bei sich hatte ist ja wohl unbestritten, egal, ob sie ihm jemand untergejubelt hatte oder nicht?!
24. November 2008 um 14:51 Uhr #96595
meister-gGastdanke… wollte auch schon in die tasten hauen. hab mir bloß gedacht weil ich hier im forum immer wieder kritik über bla-blubber leute auspacke mag mich bald keiner mehr 😆
der artikel ist 100% neutral und was ist daran negativ?
schreiben „wir glauben ihm das, es wurde ihm 100%ig untergejubelt“ können und wollen die nicht.24. November 2008 um 17:52 Uhr #96608
HugoEgonGasthi,
also ich habe zunächst geschrieben, dass ich die geschichte, so wie sie hier geschildert wurde, glaube, deswegen ist es zunächst mal von meiner seite subjektiv. andererseits erinnere ich mich an fälle wie marco irgendwas aus niedersachsen, der ein mädchen vergewaltigt haben soll, das war täglich in der presse und so wie ich das in erinnerung habe, wurde von deutscher seite aus sehr sehr pro-marco berichtet (korrigiert mich wenn ich falsch liege). dann gab es den fall wo ein mädl (jenifer oder so?) wegen kokain schmuggel in einem türkischen knast ist/war, auch hier erinnere ich mich, dass von deutschen medien sehr auf die tränendrüse gedrückt wurde und ihr das doch alles untergejubelt wurde, vielleicht das mitleidgetue wegen ihrem kind?!
auch bei anderen berichterstattungen, wenn es heisst, ein flugzeug ist abgestürzt, unter den opfern waren „3 deutsche und ein paar hundert andere“.
ich meinte nur, dass sich normalerweise alles positiver anhört, wenn es um landsleute geht…
vielleicht bin ich auch nur voreingenommen, weil sich die geschichte so richtig beschissen für den jungen mann anhört/anfüllt/ist.
richtig scheiss situation eben…
15. Januar 2009 um 11:42 Uhr #97954
Fahnder99GastUlrich und Chrissi sollen mal eine detaillierte Beschreibung abgeben und dann danach eine sehr gute „Phantomzeichnung“ anfertigen lassen von jemand, ders wirklich drauf hat. Dann das Bild ins Netz stellen und hier verlinken. Bei 3 Jahren Knast lohnt sich das sicher. Falls jemand „Andi“ sichtet, kann er sich ja dann bei dir melden.
15. Januar 2009 um 11:48 Uhr #97955
HugoEgonGastfind ich auch, ich bin 3 wochen in marocco, wie soll man denn reagieren wenn man mit dem typen ins gespräch kommt? die bretter nehmen und sofort zu den cops? oder mit ihm einen treffpunkt ausmachen und dann den cops das mitteilen?
15. Januar 2009 um 16:01 Uhr #97958
PaperGast…. mit dem Typen kommt man denk ich mal nicht so schnell wieder ins Gespräch ….
Ansonsten finger weg von allen Gefallen die mit Grenzüberschreitung zu tun haben und ein gesundes Misstrauen gegenüber „Fremden“ schadet auch nie.
Die Idee vom Fahnder ist gar nicht mal so schlecht.Ich muss dazu sagen das 3 Jahre 8 Monate sich für 25 Kilo in Spanien relativ mild anhören ( man stelle sich nur mal vor er wäre damit in Marroko gecasht worden ), abgesehen von dem typischen Urteilsverfahren.
Aber natürlich ist jeder Tag unschuldig im Gefängniss ein Tag zuviel….Langfristig gesehen kann man dagegen nur Vorgehen indem man die Legalisierung unterstützt. Sobald das geschehen ist können sich Leute wie Andi nach einem anderem Job umschauen und unschuldige Verurteilungen zumindest in diesem Fall wären Geschichte.
Auch kann ich jedem hier nur raten vor allem in muslimischen Staaten jeglichen Kontakt damit zu vermeiden da die Strafen und Folgen es einfach nicht Wert sind….Ich hoffe mein Bestes für eine schnelle Freilassung und Aufklärung des Falles für den jungen Mann….
MfG Paper
15. Januar 2009 um 20:41 Uhr #97970
SoulflyGastLangfristig gesehen kann man dagegen nur Vorgehen indem man die Legalisierung unterstützt.
MfG Paper
😀 sehr geil ^^
wie lange warst in Holland? 😉15. Januar 2009 um 20:44 Uhr #97971
SoulflyGastfind ich auch, ich bin 3 wochen in marocco, wie soll man denn reagieren wenn man mit dem typen ins gespräch kommt? die bretter nehmen und sofort zu den cops? oder mit ihm einen treffpunkt ausmachen und dann den cops das mitteilen?
Was machst dann wenn es das Koks von den Cops is? 😀 dann schieben sie es dir zu 😆 Koruppten Bullen gibt es überall
wir mussten auch schon mal ein bissel was rüber rücken für die 😆
15. Januar 2009 um 21:52 Uhr #97974
Fahnder99Gastwie soll man denn reagieren wenn man mit dem typen ins gespräch kommt? die bretter nehmen und sofort zu den cops?
Nene, erstmal braucht man ein astreines Photo von dem Typen. Das sollte dann wieder ins Netz. Dann müßten Ulrich und Chrissi den Typen identifizieren und Anklage erheben. Man könnte ihn vielleicht auch vor Ort verhaften lassen, aber dazu sollte sich mal Ulrichs Anwalt regen.
Für den Surfer an sich wärs schon gut, vor „Andi“ gewarnt zu sein, n Foto wär da schon ganz hilfreich. Im Gegenzug kann man ja im Forum posten, wo der Typ sich aufhält. Vor irgendwelchen übermutigen Aktionen würde ich aber absehen, weil er isses vielleicht gar nicht.
Aber mal was anderes. 5 Boards von Marokko nach Spanien. Wie offensichtlich ist das denn? Naja…
19. Januar 2009 um 17:39 Uhr #98088
PaperGast@ soulfly, lange genug 😉
21. Januar 2009 um 21:01 Uhr #98176
AnonymInaktivMich würde mal interessieren, wie er die 5 Windsurfbretter mit 26 kg Zusatzgewicht bekommen hat, denn Andi konnte sie ihm ja schlecht gebracht haben mit seinem Gipsarm.
Hat Ulrich die Boardbags irgendwo abgeholt oder wurden sie ihm mit einem Auto gebracht?
Wenn es darauf Antworten gibt könnten die ja ganz brauchbar für den Anwalt sein.
Ist auf jeden Fall ne dramatische Geschichte und die Dramatik besteht natürlich darin, dass jeder der mit so einer Menge erwischt wird exakt so eine Geschichte – möglichst ohne jegliche Belege oder Zeugen – erzählt.29. Januar 2009 um 17:33 Uhr #98499
MoltoCaldoGastLangfristig gesehen kann man dagegen nur Vorgehen indem man die Legalisierung unterstützt. Sobald das geschehen ist können sich Leute wie Andi nach einem anderem Job umschauen und unschuldige Verurteilungen zumindest in diesem Fall wären Geschichte.
hehe 😀 das ist ja mal nen argument;)
dann wuerden sie einfach anfangen mit haerteren drogen (koks?) zu schmuggeln…
29. Januar 2009 um 18:34 Uhr #98502
PaperGast…. was meinst du denn mit anfangen?
Ich werd jetzt den Grossteil der in meinem Kopf schwirrt hier mal lieber nicht schriftlich niederlegen aber dank Ignoranten wie dir, die harten mit weichen Drogen gleichstellen sitzt der Arme theoretisch jetzt hinter Gittern.
Natürlich würde bei der Legalisierung weder der Durst und Hunger in Afrika gestillt werden oder das Ozonloch wieder schrumpfen aber in einem Teilbereich würde es wieder etwas mehr Gerechtigkeit für den Normalbürger geben ( aus meiner Sicht ).So long
Paper
29. Januar 2009 um 21:05 Uhr #15302
Dr. SurfGastÄhh… ich glaube wir sind maximal 2 Posts davon entfernt, dass sich alle wieder wegen irgendwelchen Grundsatzdingen in die Haare kriegen. Da mache ich doch lieber mal präemptiv (<- yeah, Fremdwort!) den Faden zu. Abgesehen davon kapier ich hier gerade sowieso nichts mehr. Der Typ hat Drogen geschmuggelt und sitzt deswegen im Knast. Ob es nun Gras, Koks oder Pilze waren ist in diesem Fall vollkommen egal. Drogenschmuggel ist nun mal verboten. Das kann man nun "irgendwie voll ungerecht" empfinden, nützt aber weder dem ertappten Drogenkurier, noch den armen Menschen in Afrika etwas.
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