Startseite Surf Forum Surfboards und Zubehör Surfboards und mehr … Surfbrett Natural Surf von BIC 7’9 doch zu klein?!

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  • #36815
    finnbojones
    Mitglied

    Moin,

    ich habe den Sommer mit dem Surfen angefangen und habe ein Natural Surf in 7’9 von BIC gekauft. Doch leider musste ich feststellen, dass ich damit relativ wenig Wellen bekomme. Ich wiege so um die 90Kilo und das BIC 7’9 ist ja nur für max 85kg ausgeschrieben. Jetzt liegt die Vermutung natürlich nahe, dass ich einfach ein größeres Brett bräuchte, z.b. das Magnum 8’4. Ich habe im Urlaub ein ähnlich großes Board gesurft und hab im Verhältnis mehr Wellen bekommen. Oder liegt es einfach nur an der Technik?

    Danke für jede Antwort!

    #141173
    marvel
    Surfer

    liegt an vielen. größere boards – mehr Volumen – leichter in de wellen. wobei man mit Timing, Technik und paddelpower einiges wegmachen kann.

    7´9 müsste eigentlich passen

    #141175
    uep
    Surfer

    klar wär’s mit nem größeren Brett noch einfacher, aber das 7’9 ist schon nen ziemlicher Tanker mit massiv Auftrieb.

    Was für Wellen denn, die Weißwasserwalzen? Was passiert denn genau, fällst du vom Brett oder läuft die Welle unter dir durch?

    Für den Beginn gibts eigentlich 4 Sachen, auf die man achten sollte_

    1. Körperspannung.
    2. Grobtrimm: so auf dem Brett liegen, dass die Brettnase nur 2-4 Finger breit über der Wasseroberfläche liegt. Ragt sie weiter heraus, musst du entweder weiter vorne auf dem Brett liegen oder du hast die Beine nicht auf- sondern neben dem Brett (das ist so der Klassiker).
    3. Das Brett in einen 90° Winkel zur Wellenrichtung bringen.
    4. Anfangsgeschwindigkeit aufbauen, bevor dich die Welle erreicht (je geringer die Differenz deiner Geschwindigkeit und die der Welle ist, desto sanfter nimmt die die Welle mit).

    #141176
    finnbojones
    Mitglied

    Danke für die Antworten. Es sind Schaumwellen und auch kleine green waves so bis 1,5meter. Ich dachte auch erst, dass es an der schlechten Technik oder zu wenig Paddelpower liegt. Aber mit der gleichen Technik bin ich eben auch auf nem größeren Board gesurft… Ich werde von der Welle überholt und kann noch so schnell paddeln. Wenn ich die Welle dann doch mal erwische und drauf stehe gehe ich relativ schnell unter. Also man kann es surfen, aber es ist eben gefühlt so als wenn das Board nicht genug Auftrieb für mein Gewicht hat. Wenn ich so auf dem Board liege geht die Nase auch eher unter obwohl ich so drauf liege, dass die Zehenspitzen am Ende des Boards liegen…

    Also die punkte 1-4 erfülle ich meiner Meinung nach, aber wenn ihr sagt, dass 90kg eigentlich klar geht auf dem 7’9 werde ich es im frühling dann nochmal versuchen

    #141178
    JR
    Surfer

    Hmmmm klingt schlüssig wie du das so erzählst… bleibt die Frage ob die Waage wirklich richtig geht? nein Spaß 😉
    Könnte mir noch vorstellen das es dir vielleicht an Paddelpower/ausdauer vielleicht fehlen könnte. Nach ein paar Versuchen könnte ich mir vorstellen das du nicht mehr 100% Leistung hast, das in Verbindung mit nicht perfektem Timing könnte dir auch schon Probleme machen, da du erst mit surfen angefangen hast ist das ja noch alles ein ungewohnter Bewegungsablauf. Solltest du nicht alleine surfen gehen frag mal ein Kumpel ob er von aussen vielleicht ein Fehler bei dir entdecken kann.
    Mein Tipp: geh vor deinem nächsten Trip in einem See in deiner Nähe paddeln! Ist gut für die Ausdauer und du kriegst ein besseres Boardgefühl. Sollte das auch nichts ändern leih bei deinem nächsten Trip ein größeres Board und probiere es damit nochmal, solltest du damit besser zurecht kommen, hol dir ein größeres Board, die Zeit ist zu kostbar um sich mit einem Brett rumzuschlagen mit dem du nicht klar kommst.

    gruß

    #141183
    jobu
    Surfer

    Die Surfcoaches die ich aus Frankreich kenne würden dir als Anfänger bei deinem Gewicht erstmal ein Brett mit mindestens 9´ geben, ich bin ungefähr die gleiche 90+ Gewichtsklasse.
    Wenn du dann sicher grüne Wellen bekommst kannst du kürzer gehen.
    Vielleicht probierst du mal ein gutes 9´-9´2 aus. (Tri Fin setup braucht es und mittleren Rocker).
    Ein gutes langes Brett wirst du später oft noch gebrauchen können.

    #141195
    uep
    Surfer

    Ich finde das BIC auch für 90 Kilos nicht maßlos unterdimensioniert.

    Zu den Punkten: Lass dich mal von wem anderes genau in Bezug auf diese Punkte beobachten, gerade am Anfang gilt beim üben sehr häufig “Eigenwahrnehmung ist nicht gleich Fremdwahrnehmung”.
    Oder wenns geht zeig uns ein Video von ein paar Versuchen. Sonst lässt sich leider nur mutmaßen.

    Ein größeres Bord kann wegen mehr Auftrieb natürlich das Problem beheben, muss es aber nicht. Und ist auch immer eine Investition. Pauschal zu sagen das Brett ist schuld, ist in deinem Fall meiner Meinung nach falsch.

    #141201
    finnbojones
    Mitglied

    danke erstmal für die hilfe! ich hab mal ein paar aufnahmen in die dropbox gepackt von meiner letzten session an weihnachten. hab sie einmal in halber geschwindigkeit und danach nochmal in echtzeit aneinander gepackt. Es sind 4 Clips, ich hoffe man kann etwas erkennen.

    beim 1. Clip ist gleich das zu sehen was ich meine. Ich schaffe es zwar aufzustehen, die welle erfasst mich ja auch, aber dann geht sie unter mir weg. Daraus habe ich dann geschlossen, dass ich zu schwer bin 🙂

    Beim 2. klappt es dann schon besser aber auch da war es so, dass ich eher stehend in der welle untergegangen bin. Wie ne rolltreppe 🙂 andere leute sind halt auf den gleichen wellen vom Anfang bis zu ende geglitten. Die waren aber auch deutlich schmächtiger bei fast gleicher brettgröße…

    beim 3. ist dann wieder das problem. ich pumpe zwar vorne noch runter um etwas mehr geschwindigkeit zu bekommen aber bin dann trotzdem zu langsam.

    beim 4. geht es dann wieder besser.

    könnt ihr die aufnahmen analysieren? will ich einfach nur zuviel ? ist die technik falsch? oder doch zu schwer? oder sind die wellen scheisse? zu klein, zu steil? oder muss ich einfach nur weiter üben?

    Danke!

    #141202
    benni
    Surfer

    du stehst eindeutig zu früh auf. noch mehr paddeln! die welle nimmt dich noch garnicht richtig mit.
    ich würde sagen, weiter üben und darauf achten dass du diese 1-2 extra züge noch machst, selbst wenn du glaubst, du bist in der welle.
    versuch mal, bevor du den takeoff machst, die hände kurz in takeoff-position auf dem board zu lassen. dann wirst du sehen ob die angleitest oder eben noch garnicht richtig in der welle bist.

    desweiteren sieht das für mich nach holland weißwasser aus. hat natürlich auch nicht die größte kraft 😉
    glaube das mit dem 7’9 passt schon. dein paddeln und die koordination schaut sportlich aus.

    #141210
    jobu
    Surfer

    Erstmal
    Holland Weißwasser schiebt schlecht an.
    Beim Aufstehen nicht die Rails umfassen, Finger müssen nach vorne zeigen, weiß auch nicht warum, aber geht so besser.
    Du mußt das Brett wie ein Longboard trimmen!
    D.h. nach dem Aufstehen mehr Gewicht auf deinen Frontfoot, das hat mein französischer Coach immer zu mir gesagt, vielleicht auch vorderen Fuß weiter vorne platzieren.
    Hängen deine Füße eventuell beim anpaddeln neben dem Brett im Wasser, vielleicht liegst du überhaupt zu weit hinten? Das bremst.
    Wenn du mehr Spaß auf einem Longboard hast dann hol dir eins,
    ob du auf einem 8´oder 9´2 fährst ist doch egal, Hauptsache du stehst.
    Probier mal den „Startstütz“ aus dem Buch Wellenreiten von F. Gauss aus (Kaufen!) , wie mein Vorredner meinte vor dem Aufstehen in eine Liegestütz-Position gehen und dann Aufstehen.

    #141213
    uep
    Surfer

    das ist jetzt peinlich, das timing hatte ich in meiner Auflistung ganz vergessen :unsure: :dry:

    🙂

    Das Problem sehe ich wie Bennie. Dein Brett ist ein träger Körper, es dauert bis dieser von der Welle wirklich mitgenommen wird. Dass die Welle bei dir ist heißt eben noch nicht, dass dein Brett auch schon die gleiche Geschwindigkeit hat.

    Entscheidend ist also noch weiter zu paddeln wenn du merkst dass dich die Welle initial anschiebt. Dürfen auch ruhig 3-4 Züge sein, je nach dem wie viele du brauchst.

    #141214
    finnbojones
    Mitglied

    danke für eure Hilfe! Klingt irgendwie schlüssig mit dem weiterpaddeln. das Buch “Wellenreiten” habe ich sogar 🙂

    Zu weit hinten liege ich eigentlich nicht. Die zehenspitzen “stehen” auf dem Ende des Boards und sind auf dem Board, nicht daneben. Zumindest achte ich da drauf, werde da aber jetzt nochmal mehr drauf achten. Ich dachte halt auch, dass man das Board bei der Welle eben durchs aufstehen vorne nach unten drückt und dadurch die Geschwindigkeit bekommt. Aber ist natürlich klar, dass die Welle einen erstmal tragen muss.

    Und der Spot ist die Mole in Hvide Sande/ Dänemark 😉

    #141216
    scientist
    Surfer

    Jobu hat das schon genau richtig beschrieben. Bei einem Clip bist du auch schräg zur Welle positioniert und nicht im 90 Grad Winkel. Das funktioniert im Weißwasser nur schlecht.
    Ich habe auch den Eindruck, dass du beim Take-Off etwas weit hinten auf dem Brett landest bzw. dein Schwerpunkt zu weit hinten liegt, weil du nicht weit genug nach vorne springst bzw. du nicht direkt optimal im Gleichgewicht bist. Dadurch gibst du zuviel Druck aufs Tail und stehst auf der Bremse.
    In der Kombination damit, dass du 2-3 Paddelzüge zu wenig machst, bekommst du damit zu wenig Geschwindigkeit für längere Fahrten. Wenn du die paar Züge mehr machst, kommst du vor das Weißwasser und kannst da dann auch einen kontrollierteren Take-Off machen.
    Wobei das Nordseeweißwasser auch einfach kraftloser ist.

    #141220
    uep
    Surfer

    Ich dachte halt auch, dass man das Board bei der Welle eben durchs aufstehen vorne nach unten drückt und dadurch die Geschwindigkeit bekommt.

    Ne, ist andersrum. Durch die Rückführung des Oberkörpers in liegender Position verlagert sich dein Schwerpunkt nach hinten und du bremst das Brett eher. In einer grünen Welle kannst du den Startstütz daher gut verwenden um zu verhindern dass du im liegen die Wellenwand herunter fährst und dich somit gut positionieren (und wenn die Welle nicht zu schnell bricht anschließend aus dem Startstütz heraus in Ruhe den Takeoff machen).

    Um zu beschleunigen bringst du den Oberkörper sehr nah ans Brett damit sich der Schwerpunkt nach vorne verlagert.

    #141223
    finnbojones
    Mitglied

    Ah okay. das sind echt hilfreiche Tipps, vielen Dank dafür. Werde beim nächsten mal länger paddeln und dann versuchen weiter vorne zu stehen beim Aufstehen. Wenn ich mir die Aufnahmen jetzt nochmal anschaue sehe ich auch, dass ich relativ früh aufstehe. Vorher dachte ich, dass ich eher zu spät stehe. Dankedanke

    #36816
    salli
    Surfer

    dann lass ich auch hier meinen klassiker los, in der hoffnung irgend ein neuling denkt drüber nach.

    2-3 surfurlaube einfach boards mieten oder ins surfcamp wo man die ganze bandbreite testen kann. danach kennt man sein level und welches board am besten passt!

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