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  • #314468

    …. Genau, Ich habe Köper benutzt. Werde beim nächstem mal Leinwand ausprobieen und den Unterschied mal testen.

    Danke für den TIP 😉

    #314469

    olddude
    Surfer

    Ich arbeite da mal so mal so, ist beim Holzboard auch weniger wichtig, da die Festigkeit zum Großteil schon vom Holz kommt. Wenn ich innen das Deck und Bottom laminiere nehm ich meist Leinwand, ich hab da mal ein Restposten mit 60cm Breite bei R-G gekriegt. Hier ist Leinwand ziemlich genial, da es natürlich kaum Rundungen gibt. Meine Außenschicht ist bei mir ja eher nur Schutz und dient der Wasserdichtheit, da nehm ich wiederum gerne Köper. Ich finde den jetzt nicht schlechter zu verarbeiten, lediglich beim Schneiden brauch es eine wirklich scharfe Schere und klar, es verschiebt sich einfacher, aber das ist letztlich ja beim Köper erwünscht. Ich hab da eine alte Schneiderscherere die leistet super Dienste. Leinwand ist exakter zu schneiden, tendenziell fester, brauch etwas länger zum Harzaufsaugen und technisch dürfte sie deutlich stärker sein; ich meine man braucht auch weniger Harz bei gleichem Gewicht und Fläche.

    Wahrscheinlich ist aber auch Leinwand je nach Bezugsquelle und Hersteller unterschiedlich, z.B. kann sie fester und leichter gewebt sein. Die die ich habe ist ziemlich fest und Rundungen ohne Korrekturschnitte sind fast unmöglich, der Köper umfließt die Rundungen geradezu.

    Ich würde aber bei EPS wohl MiWis Rat folgen und auf Leinwand umschwenken!

    Squeegee nutz ich auch keinen, ich hab das Mal probiert, arbeite aber lieber mit Rollen. Der große Nachteil ist, dass es Wegwerfartikel sind und dass eine relative große Menge Harz im Roller selbst versinkt. Das Auftragen geht mit Rollen super, gerade bei Köper verschiebt man eben nix. Wenn ich mehr Boards machen würde, würde ich aber auch auf Squeegee umsteigen, allein schon der Nachhaltigkeit wegen.

    #314470

    miwi
    Surfer

    Wahrscheinlich ist aber auch Leinwand je nach Bezugsquelle und Hersteller unterschiedlich, z.B. kann sie fester und leichter gewebt sein. Die die ich habe ist ziemlich fest und Rundungen ohne Korrekturschnitte sind fast unmöglich, der Köper umfließt die Rundungen geradezu.

    Das steht alles im Datenblatt.
    Ich habe Leinwand mit unterschiedlichen finishes und auch in unterschiedlichen tpi/Fadenzahlen.
    Die finishe machen Unterscheiden sich in der Drappierbarkeit und dem Ausfransen beim Schneiden.
    Die feinen/normalen Webungen (ca. 5-6 Fäden/cm sowohl Kette wie Schuss bei 160gr Klasse) entlüften etwas schlechter, bergen dafür weniger Risiko von pinholes etc.
    Die groben Webungen (ca. 11-12 Fäden/cm  sowohl Kette wie Schuss bei 160gr Klasse) entlüften extrem gut, bedürfen aber etwas Erfahrung, wie trocken man abzieht.
    Die höhere Verschiebesteifigkeit ist beim Surfbrettbau der Grund für Leinwand.
    Patches zB sind sauberer zu legen (wenn man sie frei mit reinlegt), Schnittkanten fransen weniger aus (bei freelaps noch wichtiger, als bei cutlaps) usw.

    #314471

    miwi
    Surfer

    Ich denke ich werde so verfahren, dass ich das Brett in die fertige form schleifen werde und dann einen ganz dünnen eingefärbten Fillcoat, mit dem Gelcoat den ich habe, aufbringen werde. Anschließend dann Feinschleifen und bissl bemalen. Am schluss eine dünne Lage Klarlack drüber und Polieren 😉 Wärendessen ich das Board in die Form schleife, werde ich die Finnenboxen und Leashplug freischleifen. Falls da noch Lücken sind, kann ich diese dann mit dem Fillcoat schließen.

    Das hört sich gut und sinnvoll an.
    Wenn du eh “artwork” aufbringst und klar lackierst, kannst du dir deinen zweiten coat evtl. auch sparen.
    Also wenn der shape gut ist und du nur hier und da minimal die Oberfläche des Gewebes “küsst” beim Schleifen. Dein Lack versigelt das dann. Wirst du sehen, wie gut es läuft beim Schleifen.
    Das hängt immer etwas davon ab, wie gut man geglast hat und wie eben alles ist.

    Aus meiner Erfahrung (bei mir und meinen Kumpels, die sich hier auch mal Bretter bauen), ist die Gefahr hier und da mal gut aufs Gewebe “durchzubrennen” bei den ersten paar Brettern durchaus gegeben. Das ist kein Weltuntergang. Wird mit der Übung beim glassen und beim schleifen dann immer besser.

    #314472

    miwi
    Surfer

    Die die ich habe ist ziemlich fest und Rundungen ohne Korrekturschnitte sind fast unmöglich,

    Ob das möglich ist, hängt weniger vom Gewebe, sondern wie bereits gesagt primär von den Fähigkeiten des glassers ab.
    Man braucht Gefühl und muss wissen, wie und wo man das Gewebe arbeitet.
    Ich bin immer noch ein mieserabler glasser. Um gut zu werden reichen 30 Bretter nicht, da müsste mindestens ne weitere Null hinten dran.

    Aber es wird besser nach und nach. Anfangs habe ich auch mehr Entlastungscuts gebraucht.
    Nose/tail sind bei normalen shapes eh kein Problem mehr, da brauche ich nur noch einen cut am Stringer.
    (habe ich bei den ersten Brettern so auch nicht geschafft mit Leinwand)
    Wings usw. klappen bei mir mittlerweile auch ganz gut.
    Channels empfinde ich am schwierigsten. Dafür braucht es viel Übung. Und zudem macht es einm epoxy da auch nicht gerade leicht (PE ist da einfacher besser,w eil es gelt und kickt).

    Letzte Woche hab ich nen 4channel twin mit 2 x 163g/m² Leinwand (stringerless) auf dem bottom geglast.
    Da steht mir dann auch der Schweiß auf der Stirn. Glassing ging am Ende dann aber doch sogar halbwegs gut (bisschen Thixotropiermittel im Harz sei Dank). Beim Schleifen hab ich mich dann aber trotzdem für den shape verflucht. Aber das shapen von sowas macht einfach zu viel Spaß….. 😉

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    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  miwi.
    #314478

    olddude
    Surfer

    Krasses Brett, erinnert mich irgendwie an meine beiden Hotcurls. Wenn Du bei dem Brett die channels maximal tief machen würdest , die mittleren Channels weglassen würdest und dafür den äußeren nochmals tiefer, wäre es bestimmt ein g..les Finless.

    Gehört aber wieder in den “Was plane ich gerade Thread… 🙂

    #314479

    miwi
    Surfer

    Ja, die channels übernehmen ja immer eine Art Seitenführung. Sowas gibt es auch als finless oder nahezu finless (Manu Caro zB). Die Variation Finnenfläche vs. channelartige Leitelemente kann man ja in unterschiedlichsten Schattierungen von bis ausführen.

    Wobei hotcurls ja eher über einen keel / stark betontes vee funktionieren. Also in meiner Gedankenweise anders, als channels.

    Aber jetzt komme ich zu sehr ins offtopic, sorry….

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  miwi.
    #314482

    Wow Richtig Gut die Bretter.

    Ich werde leider UV-Beständigen Klarlack auftragen müssen am schluss da mein Gelcoat nicht UV-Stabil ist. “Hätt ich dran denken können.

    Also muss ich leider ne Schicht draufmachen sonst gilbt mir des Teil schnell nieder.

    Nächste Woche geht’s dann mal los.

    Zum bemalen wollte ich das Brett abkleben und mit einem Skalpell sauber die Beschriftungen oder so ausschneiden und dann mit Autolack bepinseln oder mit Stiften. Werde mich da bissl einlesen noch.

    Anschließend wollte ich da einfach 2K UV Klarlack nehmen. Meint ihr ich sollte eher glänzenden oder matten nehmen?

    Wollt da so ein Boots Klarlack nehmen. der ist auch Seewasser tauglich. Und Schlagfestigkeit hat es auch…. hoff ich 😉

    Gute Klarlackprodukte kennt ihr nicht zufällig oder 😉 ?

    Ich hoff des Teil wird am ende nicht zuuuu schwer 😉

     

    #314483

    olddude
    Surfer

    Ich hab den 2k PU Lack von Bootsservice Behnke genommen. Ausser das der extrem schnell verarbeitet werden muss, war ich fürs erste Mal lackieren damit zufrieden. Mit Rolle grosszügig auftragen und sofort danach mit Pinsel die Oberfläche glätten. Ist der Lach zu dünn, oder ist man zu langsam, wird das Glätten schon schwierig, da er rel. schnell anzieht. Man kann ihn auch schon bald anfassen, nach einem Tag scheint alles hart zu sein, aber lt. Datenblatt dauert die Endhärte einige Tage, zum Schleifen für eine eventuelle zweite Schicht soll man auch ein bisschen warten, aber das steht alles in der Anleitung, aber auch hier gilt, so schnell gehts nicht. Ist ähnlich wie beim Epoxy, lieber vorm Anschleifen etwas länger warten als zu früh.
    100% wurds natürlich auch nicht, es ist das Brett, was ich oben eingestellt habe. Ob der UV Schutz auch langfristig hilft weiss ich auch nicht, aber schon mein Epoxy ist UV beständig. Je UV beständiger das Epoxy, desto länger muss man warten. Mein Epoxy kommt auch von Behnke und letzlich kann ich nicht meckern, solide Qualität fürs Geld, für meine Bedürfnisse reichte es.

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