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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  salli vor 1 Jahr, 11 Monate.

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  • #41211

    salli
    Surfer

    Meine Erfahrungen auf Pualu Nias:

    Am Airport (Kofferband) wollten alle 450.000 für den Transport nach Lagundri (Sorake) haben. Meine Frau und ich haben uns gedacht das es bestimmt günstiger geht 300.000 und sind vor die Tür. Der aufdringliche Herr vom Kofferband folgte uns nach draußen und rief laut zu den anderen Fahrern “nicht mit dem Preis runtergehen, die wollen nur 300.000 zahlen”. Prompt sprang einer aus der Gruppe hervor und sagte “ok, 300.000”! Der Typ war von der Polizei, das Auto hatte zwar keine Aircon aber mit offenen Fenstern waren die 2,5 Std gut zu ertragen. Bis hierher hatten wir ein gutes Gefühl. In Sorake angekommen (so heißt der Ort den man unter Lagundri kennt) sind wir direkt beim aussteigen von gefühlten 100 Leuten bedrängt worden, die uns eine Unterkunft vermitteln wollten. Wir sind einfach ins nächste Homestay gerannt um den Leuten zu entkommen. Leider war es Ausgebucht (Hatte auch nur 2 Zimmer). Wir konnten unser Kram dort lassen um nach einer Unterkunft zu suchen. Am Strand entlang gibt es viele Unterkünfte, fast alle haben Blick auf den Spot. Wir hatten ein Hübsches für 100.000 gefunden. Der Weg am Strand entlang ist immer ein Spießrutenlauf, ständig wird man angequatscht um was zu kaufen (schlimmer als Kuta Bali). Hat mich zwar enttäuscht aber damit konnte man NOCH leben. Als wir unser Kram rüber gebracht haben, saß eine Gruppe von Locals unter anderem einige “Verkäufer” von denen wir nichts gekauft hatten, auf einem Plateau und machten blöde Sprüche wie Sexy Sexy und dazu eine eindeutige Geste (geballte Faust und den Zeigefinger rein und raus). Ich habe auf ihn gezeigt und gefragt ob ich ihn… mit selber Geste. Fand er nicht gut aber seine Freunde haben gelacht. Ich dachte kurzzeitig die Stimmung würde kippen. Keine Ahnung wie es als allein reisende Frau ist, ich war zumindest froh das ich dabei war. Man muss dazu sagen das meine Frau zu diesem Zeitpunkt noch (bis auf das Kopftuch) komplett verhüllt war, da wir aus der Scharia Region Aceh angereist waren, also nix Mini oder Bikini was die Locals zu dieser Reaktion getrieben haben könnte.
    Als wir unser Zimmer erreichten, mussten wir erstmal kurz durchatmen, denn so eine Situation als Frau und auch als Mann über sich ergehen zu lassen, weil es einfach “zu viele” waren. Um auf unsere Terrasse (mit Blick auf den Spot) zu kommen, muss man über das Anwesen der Besitzer, in das Haus, Treppe hoch und bis zum ende des Flures, mit anderen Worten geschützt vor unbefugten Personen. Wir waren die einzigen Bewohner und hatten die riesige Terrasse für uns. Kaum haben wir es uns darauf gemütlich gemacht und die World Class welle angeschaut, sammelten sich vor der Terrasse immer mehr Verkäufer und riefen zu uns hoch (von Cocos Nüssen über Souvenirs bis zur Massage, alles dabei). Trotz der schönen Aussicht haben wir und entschieden ins super heiße Zimmer zu gehen, da man draussen sein Wort kaum verstanden hat durch das Gebrüll. Zum Glück haben wir nur gechillt und waren nicht intim, weil auf einmal Schritte zu hören waren. Ich bin davon ausgegangen das der Besitzer gleich in der Tür steht, statt dessen ein Massage- Frau die wir vorher schon abgewiesen haben! Die kommen bis ins Zimmer und die Besitzer unternehmen nichts (vielleicht bekommen sie ja ne Provision). Direkt am nächsten Morgen sind wir weiter gezogen, fast am ende des Ortes, dort kann man den Spot ebenfalls von der Terrasse sehen allerdings um einiges weiter entfernt, dafür hat man seine Ruhe. Die Unterkunft wurde schon seit Jahren nicht an Touristen vermietet, nichts weist darauf hin das dort ein Homestay ist, die Decke kam an einigen Stellen runter und es gab kein fließend Wasser (waschen nur mit Kelle und Wasser aus dem Becken). Völlig ok für 50.000! Die Roller kosten 100.000! Damit soll wohl verhindert werden das man in die Warungs kommt um günstig und gut zu essen. Im Ort kann man nur in den Homestays Essen, Isst man in einem anderen als in dem man wohnt, kann der Besitzer richtig böse werden und mit Prügel drohen (so eine englische Besitzerin des besten losmen in Lagundri). Leider ist das angebotene Essen für Indoverhältnisse überteuert und schmeckt grauenhaft!!! Selbst Nasigoreng (Einheimisches Essen ist selten auf den Karten zu finden) schmeckt mies. Tomato Cheese Jaffel mit süsser mayo, Pancakes wie Lederlappen etc. Ich habe der Familie wo wir gewohnt haben, angeboten Zutaten zu Kaufen und in ihrer Küche Pancakes zu machen und sie zu schulen “westlich” zu kochen (ich bin ein sehr guter Koch). Das Angebot wollten sie gerne annehmen nur sollte ich zu den von mir gekauften Zutaten noch das von mir zubereitete Essen bezahlen und zwar den Menükarten Preis!!! Es kommt noch besser den Roller (ohne Rückbremse) wollte sie ab 18 Uhr zu ihrer Verfügung haben, als ich sagte ich habe doch 200.000 bezahlt (für 2 Tage) getankt und das der Tag nicht um 18h endet, wollte sie wissen wo ich noch hinfahren will. Ich sagte keine ahnung, vielleicht will ich noch im Nachbarort zum Warung. Darauf meinte sie es gebe auch im Homestay Essen! Es war mir nicht Möglich am zweiten Tag nach 18h mit dem Roller zu fahren! An allen Ecken und Enden wird versucht abzuzocken, Kein Wechselgeld etc. Als ich zum erstaunen des Tankwarts beim Tanken (8.000/Lieter) das Geld passend hatte, meinte er: “Oh sorry I put too much inside” und wollte unbedingt 10.000. Klar wir reden hier um Cent Beträge aber es kommt auf die Abzocke an. Er hat natürlich nur 8 bekommen! Unser Homestay erwies sich als Stundenzimmer, wo sich Nutten und Freier vergnügen (nur Locals untereinander) im Ort gibts auch ein richtigen Puff, auf der Strasse liegen Spritzen samt Kanülen (vorsichtig beim Rumlaufen mit Flip Flops!!!!) Drogen sind dort ein grosses Problem und jeder weis, wo es Drogen und Prostitution gibt, sind die Kriminellen zu mehr bereit als nur einen Fight!
    Wenn man kein Problem damit hat das sich Locals auf ihrer Sprache über einen lustig machen oder gar seine Freundin belästigt wird, wer sagt in Deutschland kostet ein Bier auch 3 Euro, Ein Pancake auch 2 Euro, wer sich gerne rechtfertigt warum er nach 18h noch den Roller benutzen möchte und wer sich gerne negativen Vibes aussetzt, für den ist NIas ne tolle Sache, denn der Surf ist Hammer!!!

    acho, Strom hatten wir täglich max 3 Stunden, wichtig für Leute die Ihr Business Online machen! Nachts hatten wir in den 5 Tagen nicht einmal Strom (Heiß!!). Schon am 2. Tag wollten wir weg, aber alle Flieger waren voll, deshalb 5 Tage.

    #147833

    benni
    Surfer

    oh man wie nervig. tut mir leid dass der trip dorthin nicht deinen vorstellungen entsprach.

    #147834

    paolopinkel
    Surfer

    Vielen Dank Salli für den ausführlichen Bericht. Da wäre ich nach 2 Tagen abgereist. Ist schon krass, was man in vielen Orten in Indo-wenn auch für ein paar der besten Wellen-alles hinnehmen muss. Da finde ich Lateinamerika so viel angenehmer. Vom Essen mal ganz zu schweigen.

    #147835

    Vielen Dank für den Bericht. Mal anders rum gefragt – welche Destination in Indo würdest du für ein Paar empfehlen? Unsere bevorzugte Reisezeit wäre zwischen Mai und Oktober (ab 2017). Kleines “Problem” ist: wir erwarten Nachwuchs. Ich glaube mit Malaria Prophylaxe käme ich klar, aber nicht mit dreckigen Spritzen am Strand. Wenn deine Einschätzung ist, bleib lieber auf Bali, dann würde ich da zumindest auf die Nebensaison ausweichen. Dieses Jahr haben wir leider keine andere Wahl mehr.
    Liebe Grüße, Natalie

    #147836

    Hi Paolopinkel,
    Ich würde mich über eine konkrete Empfehlung für Lateinamerika freuen – Hintergrund ist, mein Arbeitgeber würde mir ein dreimonatiges Sabbatical bezahlen, aber es müsste beruflich begründet sein. Ein Hospital in der Nähe des Spots oder eine größere Stadt in Reichweite (Tagesreise) wo ich an ner Konferenz teilnehmen könnte wäre klasse. Ich hatte so Richtung Costa Rica oder Panama, Ecuador gedacht, was meinst du?
    Cheers, Natalie

    #147837

    surfbabe
    Surfer

    Hi Sallie,

    vielen Dank fuer den Bericht,schade das es so stressig war.
    War selbst 1999 dort,da war es tendenziell aehnlich bei unserer ankunft hatten wir auch so ein nerviges komitee,aber lange nicht so krass,waren aber auch ohne girls dort.
    Wobei wir diese fiesen typen nachher nicht mehr vor dem homestay hatten.
    Fuer die locals ist man dort eben ein geldsack auf beinen.kann man auch verstehen,wovon sollen die den sonst dort leben ?
    Immer noch besser wie diebstahl oder raubueberfall.
    Wobei das die schlechten manieren nicht rechtfertigt.

    Wie war den der surf,crowded ? Good vibes oder auch agro im wasser ?

    Wir hatten ein huette direkt am wasser und den ganzen tag hingen immer die local kids die etwas verkaufen vor unserer bude ab.
    Nervig aber wenn man immer nur lacht und freundlich nein sagt oder die jungs ignorierte,passte das damals irgendwann auch.
    Bei denen haben wir tagsueber fried noodles ( in bananenblaettern eingehuellt,sehr authentisch) und gebaeck gekauf das ihre mutter gemacht hat.Die jungs gingen leider nicht zur schule sondern mussten zum unterhalt der familie beitragen.

    Ich war damals ganz ueberrascht als uns eines der kids fragte ob er unser surfboard leihen duerfte und mein englischer kollege es im ohne zu zoegern geliehen hat und mir einfach erklaert hat das man eben die locals unterstuetzen muesse weil sie sich unmoeglich eigenes material leisten koennen und wenn was kaputt ginge wuerden sie das auch reparieren.

    Hat dann echt super und problemlos geklappt und wir hatten viel spass mit den kids,waren insgesamt 1 monat dort.

    Zumindest damals gab es auch nette leute dort,die besitzerin unsers homestays war sehr nett und hat damals in ihrer huette fuer uns gekocht. Dazu muss man sich vorstellen das es eine ganz kleine und primitive huette aus palmblaettern war,und sie da auf dem bett mit nem gaskocher gekocht hat,einfachste verhaeltnisse die wir europaer uns schwer vorstellen koennen.

    Und wenn wir mal fisch bei einem der fliegenden haendler gekauft haben,hat sie uns den auf kokosnussschalen gegrillt,wobei die háelfte des fisches an ihrer familie ging…und wenn wir im restaurant gegessen haben war sie auch sauer und man tut gut daran aufzuschreiben was man an welchem tag im homestay konsumiert hat,weil die gute sonst nachher bei der abrechnung “durcheinanderkommt”…wie soll ich es sagen,da sind eben manche dinge anderst wie bei uns und wir werden da auch nicht arm dran aber es ist sicher gewoehnungsbeduerftig.

    Wenn man durch die insel faehrt,sieht man wie einfach und arm die bevoelkerung zt lebt,sich dort den lebensunterhalt zu verdienen
    stell ich mir echt schwer vor,dagegen sind alle surfer die dort hinkommen unvorstellbar reich und es ist eben easy money und
    viel geld noch dazu.

    Natalie: auf nias gabs damals auch ein hospital,in botohilli oder so aehnlich,von misionaren,wobei das etwas vom surfspot entfernt ist und nicht wirklich fuer alleinreisende ladys erste wahl sein duerfte.

    Probiers mal hier,da hat sich meine frau letztes jahr ne platzwunde naehen lassen,da hatten sie auch “volunteers” aus den usa. Location in nicaragua,neben rancho santana.ist auch ein schoener fleck zum leben und surfen 😉

    http://nicaclinic.org

    lg

    Surfbabe

    #147838

    salli
    Surfer

    @ natalie: da ich “noch” keine kinder habe ist es schwer zu sagen wie ich reisen würde. ich denke das ich es wie bisher machen würde und exploren gehen, aber wenn dann mal nachwuchs da ist verändert man oft seine “lasche” art und wird vorsichtiger (nach meinen beobachtungen im freundeskreis).

    @surfbabe: im wasser waren schon ein paar locals asi drauf, kann aber auch daran gelegen haben das ich mich mit einem “alten feind” (so klein ist die welt) in die wolle bekommen habe und er dort anscheinend gut mit den locals vernetzt ist. nach dem trouble im lineup wurden wir nicht mal mehr im restaurant bedient.
    was ich in indo gelernt habe, niemand muss hungern! selbst im moloch jakarta bekommen die bettler essen von den locals. die richtigen “verlierer” sind die, die plastikflaschen sammeln (selbst auf bali) und die bekommen von mir immer 10-50K zugesteckt (ungefragt versteht sich).

    #147839

    cedi51
    Surfer

    KLasse Bericht. Auch wenn es eher negative Eindrücke waren.

    Bis jetzt bist du ja immer in Bali unterwegs oder ?
    Lohnt sich also Bali Also mehr als Indonesien wenn man sich wohl fühlen möchte ?:)

    #147841

    surfbabe
    Surfer

    @ Natalie: wenn ich das richtig interpretiere,ist der nachwuchs noch
    “in the make ” dh die reise 2017 waere dann mit einem saeugling ?

    In diesem Falle ,wenn es den unbedingt Indo sein muss,dann nur Bali,weil Du dort am ehesten medizinische versorgung hast.
    Wir waren mit unserer 4 jaehrigen tochter in changu,und waren doch entsetzt als die besitzerin unsere villa uns erklaert hat ,das sie an malaria erkrankt war,das war alles andere als beruhigend,zumal unsere tochter dann auch noch prompt hohes fieber fuer ein paar tage hatte !

    Nix passiert,aber ehrlich gesagt,bei kinden unter 3 jahren waere mir persoenlich ein trip in die tropen zu heikel.
    Da gibt es doch jede menge krankheiten,gegen die man sich nicht impfen kann,malaria,dengue und noch ein paar andere,
    und bei so einem kleinen koerper kann das schnell mal toedlich verlaufen.
    Dazu kommt das du dort meist keine oder nur rudimentaere med. Versorgung hast.

    Solange nichts passiert,ist alles easy,aber wenn so ein kleines wesen dann mit 39 fieber wie leblos daliegt,mit brechdurchfall und nichts isst und nichts trinkt,in einem fremden land,und du nicht weisst was tun,welcher arzt oder hospital anlaufen,dann ist schluss mit easy going und dann fuehlst du dich ganz schoen beschissen.

    Wir haben damals die ersten 3 jahre nur “sichere” locations besucht,das leben ist sooo lang,und wenn die kids etwas groesser sind ,
    geniessen alle die reise viel mehr 😉

    Lg

    Surfbabe

    #147842

    salli
    Surfer

    Wenn´s um Reisen mit Kleinkindern geht ist Bali (zumindest für besorgte Eltern) das “sicherste” Indo-Surfziel, allein wegen der Masse an westlich geführten Krankenhäuser. Für mich ist Bali seit 2 Jahren nicht mehr angesagt. Der Mietvertrag für die Villa eines Freundes, in der Ich mein Zimmer hatte, wurde nach 15 Jahren nicht mehr verlängert (Legian Beach). Wird alles abgerissen um Hotelburgen entstehen zu lassen. Wenn ich dort lande, dann nur um mir ein Board zuzulegen oder ein Roller zu mieten um auf die anderen Inseln zu kommen.

    Übrigens habe ich letztes Jahr eine neue Welle entdeckt SALLI`s RIGHT! Erst nach einem Jahr habe ich sie einigen guten Kumpels gezeigt. Man muss mindestens 20 min. durch tiefsten Dschungel (kein Weg), teilweise kriechen 🙂

    Wenn man will und an einem guten Surftag anstatt ins Wasser lieber auf die Suche geht, ist die wahrscheinlichkeit was zu finden hoch (Kompass needed)!

    #147843

    Danke Surfbabe und Salli für die Einschätzung – dann wirds wohl eher bei Bali in der Nebensaison bleiben, alternativ Gold Goast, allerdings war ich bei Letzterer noch nie gewesen.

    Ich wohne halt an Neuseelands Südküste und neben der Kälte im Winter nervt eben dass es um 5 Uhr dunkel wird und ich nur am Wochenende surfen kann, sofern ich nicht arbeiten muss. Zusammen mit der f*** Übelkeit macht mir das halt gerade zu schaffen und ich würde mich gerne auf ne Winter- oder “verregneter Frühling”-Flucht irgendwann zwischen August und Oktober 2017 mit Baby freuen, zumal ich nicht mehr als 3 bis maximal 4 Monate Elternzeit nehmen kann (müsste ab Mai/Juni wieder arbeiten)

    Ich kann die Gesundheitsbedenken in den Tropen auch gut verstehen, bin da allerdings naturgemäß etwas laxer eingestellt muss ich sagen – meine Familie lebt in Thailand, ein paar Verwandte werden mich besuchen, aber die anderen möchten den Nachwuchs auch züigig sehen und nicht erst nach der Einschulung – das war bei mir damals als ich klein war ja auch nicht anders. Naja, mal schauen

    Liebe Grüße aus dem tiefsten Winter
    Natalie

    #41212

    Meine Frau und ich waren letztes Jahr im September für einige Zeit in Nias. Wir bleiben wie jedes mal dort Im Keyhole Losmen von Timmy Wau. Dort haben wir nie Probleme gehabt, wenn wir woanders essen gegangen sind. Der Vibe war ok, wenn auch nicht super relaxt. Die Verkäufer sind alle unten geblieben, waren aber wenn man irgendwo auf der Strasse war sehr nervig. Sie versuchen wirklich mit allem was sie machen einen zu verarschen. Das ganze war für uns aber erträglich und nicht viel schlimmer als an anderen Plätzen in Indo. Das große Problem war, dass im Wasser extrem Chaos war. Die locals haben alle dazu getrieben immer tiefer zu sitzen und irgendwann hat überhaupt niemand mehr Wellen geschafft. So ging das selbe Spiel Tag für Tag. Alle Surfer waren recht frustriert und genervt und happy wenn sie an einem Tag 1! Welle gesurft hatten. Die meisten sind nach kurzen wieder abgereist weil sie andere Lineups in Indo besser gefunden haben und keine Lust auf den Battle gehabt haben.

    @NatalieInvers

    Ich würde dir abraten mit einem Säugling in die Tropen zu fahren. Selbst mit mit guten medizinischen Wissen und skills ist es oft schwer einen Säugling zu versorgen wenn er krank ist. Besonders wenn nicht alle Ressourcen vorhanden sind. Wenn du in NZ wohnst: Nordinsel ist doch schon viel wärmer! Ansonsten findest du in Australien genug Ziele mit guten Wellen und wärmeren Temperaturen. Dazu kommt auch noch die kürzere Reise!

    #309032

    GFF
    Surfer

    Ist ja interessant, hier über Nias zu lesen. Ich war dort von Feb-Mai 2000. Es war auch recht nervig, aber längst nicht so, wie Du es beschrieben hast. Es war letztendlich so, dass man nach rund 2 Wochen in Ruhe gelassen wurde, da sich die Jungs auf Neuankömmlinge gestürzt haben.

    Surf war nicht so stressig, wie hier beschrieben. Das war vor dem Erdbeben, damals gab es eine super nette, entspannte Inside-Welle (Kiddieland), die war genial. An großen Tagen, auf der klassischen Nias-Welle, da hatte ich aufgrund meiner SKills eh nix zu suchen. Ich habe Dutzende Male früh morgens ganz alleine die Wellen genießen dürfen.

    Letztendlich hat es dann nach vier Monaten aber auch gereicht. Die generelle Stimmung ist halt schon ein bisschen schräg. Nutten und Drogen und so hab ich aber nicht mitbekommen. Die schrägsten Typen hingen in dem vergammelnden Luxus-Resort ab, das damals schon vom staff gekapert worden war. Steht das Ding noch oder ist es inzwischen eingestürzt?

    Viele Grüße!
    GFF

    #309043

    salli
    Surfer

    wenn es 2000 schon nervig war dann jetzt, 16 jahre später, erst recht. wenn ich sehe wie sich lembongan innerhalb von 3 jahren zu einer “meiner” no go areas entwickeln kann, dann wundert mich der verfall nias nicht im geringsten. hätte vorher mal auf englisch googeln sollen. seit 2000 sind ja 2 tsunamies über die insel gefegt, keine ahnung ob ich das resort gesehen habe. bin heute von meinem letzten indo trip dieses jahr zurück und bin echt überrascht wie viele deutsche man inzwischen dort antrifft.

    #309051

    GFF
    Surfer

    Übrigens auch eine nette Erinnerung war die Anreise damals. Ich bin mit dem Schiff von Sibolga nach Teluk Dalam gefahren, und das war mal echt speziell. In Sibolga wurden wir (ein Franzose + 2 Amis + ich) schon mal im total grottigen Hafen richtig hart abgenervt (schöner Vorgeschmack auf Nias), mit gefakten Polizisten und allem drum und dran. Der Kahn hat dann bei der Abfahrt mitten im Hafen ein anderes Schiff gerammt (kein Witz!) und musste dann noch einmal auf halber Strecke wegen fetten Swells hinter eine Insel pausieren und war auch richtig schön versifft.

    Aber immerhin kam man direkt in Teluk Dalam an und musste nur noch rd. 30 min bis Sorake fahren. Die Tour hab ich mir zweimal gegeben, da ich zwischendurch zwecks Visa Erneuerung einen Visa-Run Nias-Sibolga-Medan-Penang-Medan-Sibolga-Nias absolviert habe.

    Sehr schön war übrigens, dass es damals auf der ganzen Insel weit und breit kein Internet gab, selbst telefonieren war in Sorake kaum möglich, da musst man nach Teluk Dalam ins Post-Office. MÖchte mir kaum vorstellen, wie heute jeder Horst dort mit dem Smartphone rumläuft …

    #309058

    salli
    Surfer

    krass!!! oh man, den spass hätte ich mir nicht ein zweites mal gegeben. ja, smartphones überall!
    hat alles zwei seiten, einerseits war es super anstrengend und zeitaufwendig damals durch indo zu traveln dafür noch nicht so überlaufen und andererseits ist es jetzt für 20 euro möglich nach nias zu fliegen…täglich, demnach ist jeder hinz und kunz dort. noch ist indo groß genug und hat noch destinationen die mindestens 24 sdt anreise benötigen (innerhalb indos) und dort ist es noch schön ruhig.

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