Galerie, Interview

Drew Brophy Surf Art Interview

30 Nov , 2017   Video

Drew Brophy ist einer der bekanntesten Künstler im Surf Art Bereich und schon seit über 20 Jahren im Geschäft. Seine bunten, poppigen Bilder haben nicht zuletzt auch einen großen Anteil zum Erfolg von Lost Surfboards Ende der 90er beigetragen. Da ich selber schon seit Jahren ein paar Bilder von Drew zu Hause hängen habe, war es höchste Zeit unsere Surf Art Kategorie mit einem Interview von einem der größten seiner Branche zu erweitern.

Das erste mal, dass ich eins Deiner Bilder gesehen habe war noch vor 2000 und es war auf einem Lost Surfboard. Kannst Du uns kurz erzählen wie die Kooperation zustande gekommen ist?

Ich bemale Surfboards seit meiner Kindheit. Seit 1996 habe ich das ganze dann zu meinem Beruf gemacht. Als ich nach San Clemente kam, habe ich Matt Biolos von Lost getroffen. Lost steckte da noch in der Gründungsphase. Ich sagte Matt, dass ich seine Boards bemalen möchte und der Rest ist Geschichte.

Was die meisten hier nicht wissen ist, dass Du auch ein talentierter Surfer bist und mal Profi Surfer werden wolltest. Wieso bist Du stattdessen Künstler geworden?

Das Contest Surfen hat mir keinen Spaß gemacht. Der Grund, dass ich Profi Surfer werden wollte war, dass ich dachte das Profi Surfen bringt mich zu den besten Wellen auf diesem Planeten, aber dann habe ich herausgefunden, dass ich auch malen und Reisen kann. Die Kunst bringt mich auch dazu hinzugehen wo ich will.

Wenn man sich Deine Webseite anguckt, sieht es so aus, als wärest Du immer sehr beschäftigt. Da das Malen ja sehr zeitaufwändig ist – wie viele Stunden verbringst Du täglich mit dem Malen?

Ich male jeden Tag. Wenn ich ein großes Projekt habe auch gerne mal 8 Stunden am Stück. Viel Arbeit ist aber auch die Konzeption. Es ist ein fulltime job.

Das Bemalen von Surfboards ist ein großes Thema in unserem Forum – kannst Du uns einen Tipp geben wie man sein Bild besonders haltbar machen kann?

Du musst es gut vorbereiten und auf einer sauberen Fläche anfangen. Es gibt viele verschiedene Wege ein Board zu bemalen, das hängt vom Material ab was man benutzt und dem Untergrund des Boards. Das sind zu viele Variablen, um diese Fragen in ein paar Sätzen zu beantworten.

In den letzten Jahren hast Du einige geometrische Bilder gemalt. Was ist die Geschichte dahinter?

Als Surfer beobachte ich das Wetter und seinen Einfluss auf die Welt. Das hat mein Interesse in die Physik bestärkt.

Nach einigen Jahren hat das Interesse nun meine Arbeit beeinflusst. Ich interesseiere mich außerdem sehr für antike Kulturen und deren Wissen. Im letzten Jahr habe ich Pyramiden in Bosnien, Mexico und Ägypten besucht. Heilige Geometrie habe ich an all diesen Orten gefunden und ich lerne sie zu verstehen indem ich sie male.

 

Du warst gerade in Ägypten, können wir dann demnächst surfende Pharaos erwarten?

Meine Reise nach Ägypten, auf der ich die klasschichen Sehenswürdigkeiten besucht habe, wird auf jeden Fall meine Kunst beeinflussen. Warte ab und schau selbst was da kommt.

Wir haben eine sehr junge Board Art Scene hier in Deutschland, hast Du einen Tipp den Du den Künstlern hier geben kannst?

Male was immer dir Spaß macht. Gib immer Dein Bestes. Versuch nicht auf jedem Board ein Meisterwerk zu erschaffen. Mach einfach was cooles, bring es zu Ende und beschäftige Dich mit dem nächsten Bild. Versuch nicht besessen zu sein, sondern habe Spaß.

Wer sich mehr für Drew’s Zeichenstil interessiert, sollte mal seine DVD Paint Pen Techniques angucken.

Die letzte Frage ist eine Schätzfrage – Wieviele Stifte hast Du bisher benutzt?

Ich habe wahrscheinlich zehntausende von Uni Posca Stiften in meiner Karriere benutzt. Mehr als der andere auf der Welt.

Danke für das Interview Drew.

Wer mehr sehen möchte besucht jetzt einfach seine Webseite drewbrophy.com



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