Travelreport | Spanien | Lanzarote

Lanzarote

Wie Ihr dort hin kommt: Flüge direkt von vielen deutschen Städten aus; Fähre von Cadiz (spanisches Festland) nach Tenerifa (Dauer der Überfahrt 2 Tage), von dort mit lokalen Fähren weiter; Fischerboote von marrokanischen Häfen aus (illegal, gefährlich und teurer als die anderen Anreisemöglichkeiten)
Landschaft: eine der ältesten Inseln des Kanarischen Archipels, entsprechend gründlich hat die Errsosion bereits das Land abgeflacht. Höchste Erhebungen von knapp 700m sind zu niedrig, um die Passatwolken einzufangen. Daher sehr trockenes, wüstenhaftes Klima. Vulkanismus hat die Insel geschaffen und formt sie immer noch. Erst vor knapp 300 Jahren gab es den letzten größeren Ausbruch, der die Mitte der Insel komplett unter Lavaströmen verschüttet hat. Bizarre Vulkanlandschaften sind die Folge, die nach dem ersten Schreck eine magische Anziehungskraft ausüben können. Im wohltuenden Gegensatz zu den Hauptinseln des Archipels ist Lanzarote von den Auwüchsen des Massentourismus weitestgehend verschont geblieben. Nur Costa Teguise, Puerto del Carmen und Playa Blanca haben sich zu klassischen Touristenorten entwickelt. Aber auch hier halten sich die Hässlichkeiten in erträglichen Grenzen. Zu verdanken haben wir dies dem Lanzarotinischen Architekten César Manrique, der es bis zu seinem Tod 1992 geschafft hat, ein der Landschaft und der Kultur Lanzarotes angepasstes Bauen durchzusetzen. Er hinterlies auch einige architektonisch sehr interessante Orte, von denen man sich auch als nicht Kultur- Interessierter verzaubern lassen kann. Highlights der Insel sind: die Vulkanlandschaften des Parque nacional de Timanfaya, Höhlen der Cuevas Verdes, Jameos del Agua, Manriques Haus in Teseguite, der Aussichtspunkt Mirador del Rio, Jardin de Cactus (Kaktusgarten) bei Mala, die Ortschaft Haria und die umliegenden Berge, die Salinen von Janubio.

Lanzarote

Surf: Lanzarote stellt den Swells aus dem Atlantik einige sehr gut positionierte Riffe entgegen. Die Wellen sind mit die Besten in Europa / Nordafrika. Allerdings hat der swell gut punch und die Riffe bestehen überwiegend aus sehr scharfem Lavagestein in sehr seichtem Wasser. Diese Wellen sind den Experten vorbehalten. Daneben gibt es aber auch ein paar nette beachbreaks. La Caleta / Playa de Famara: sehr schöne weite Bucht mit beachbreaks, die auch für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet sind. Entspannte Stimmung auf dem Wasser. Im Winter oft großer Swell mit sehr heftigen Strömungen. Surfschule und Shop in Famara. In Famara direkt schöner reefbreak mit lefts und rights. Hier nur rausgehen, wenn Ihr Erfahrung mit Riffen habt und wenn die Locals noch schlafen oder arbeiten. Jameos del Agua: reefbreak, kurze right, lange left. Braucht Nordswell, anspruchsvolle Welle. Arrieta: beachbreak, gut für Anfänger geeignet Punta de Mujeres: Kamikazewelle über mörderischem Riff, besser nur anschauen Playa de Janubio: beachbreak bei der Saline, selten voll La Santa area: einige Weltklasse Wellen, gnadenlos beherrscht von den Locals. Besser nur zuschauen. Unterhalb der Risco de Famara liegen noch einige schöne breaks. Sie sind immer leer, da man dort nur nach ca. 1 Stunde Fußmarsch hinkommt. Und dann gibt es noch diese Insel und ´ne Menge an Buchten und Riffen, an denen noch die ein oder andere Welle laufen könnte.......
läuft am besten, wenn... Beste Wellenzeit ist Oktober bis März. Im Sommer ist der swell klein und an vielen Stellen vom Passatwind verblasen.
Bewertung top 5 in europa
Gefahren im Wasser scharfe Riffe, heftige Wellen, böse Locals
Locals Die Locals von Lanzarote haben den Ruf mit die schlimmsten auf der Welt zu sein. Einige der bekanntestens spots vor allem in der La Santa Gegend sollte man nur surfen, wenn man wirklich gut ist und am Besten in den Stunden direkt nach Sonnenaufgang.
Level Anfänger bis Pro
Boards Longboard, thruster für schnelle Wellen, big wave gun, alles abhängig vom spot und der Jahreszeit

Lanzarote

Unterkunft Am Besten in Famara und Umgebung, dort hat man die größte Spotauswahl ohne lang fahren zu müssen. Die Touristenzentren im Osten und Süden bieten zwar Unmengen von günstigen Unterkünften und Bars und Clubs ohne Ende, sind aber zu weit weg von den Gebieten mit Wellen.
Verpflegung Ihr werdet dort nicht verhungern.
Party lieber früh aufstehen und leere Wellen scoren
Kultur:die diversen von César Manrique gestalteten Häuser, Aussichtspunkte und Parks. Ursprüngliche kanarische Ortschaften.
Sicherheit Ihr habt dort mit Sicherheit Spaß :-)
sonstiges respektiert die Locals, schont die Natur, schaut über den Tellerrand des surfens hinaus und entdeckt diese einmalige Insel