Travelreport | Spanien | Gran Canaria

Wie Ihr dort hin kommt: Flüge direkt von vielen deutschen Städten aus; Fähre von Cadiz (spanisches Festland) nach Tenerife (Dauer der Überfahrt 2 Tage), dann weiter mit lokaler Fähre z. B. nach Puerto de las Nieves
Landschaft: die fast kreisrunde Insel ist geprägt von großer landschaftlicher Vielfalt. Große Sanddünen bei Las Palomas im Süden, die das gängige Klischee von Wüste bedienen. Schluchten und Felsformationen, die an den Grand Canion erinnern. Die Westküste ist eine einzige spektakuläre Steilküste, die über ein abententeuerlich kurvige Straße zu befahren ist und einen soliden Magen von Fahrer und Beifahrern erfordert.
Das zentrale Bergland ist sehr grün und immer noch sehr dünn besiedelt. Die Ostküste, wie auf allen kanarischen Inseln, ist seht trocken und wird im Sommer permanent vom Passatwind durchgepustet. Der Norden dagegen glänzt wieder mit Steilküste und üppig grünen Canyons.
Las Palmas im Nordosten der Insel hat rund 500.000 Einwohner und ist DIE Metropole der Kanarischen Inseln - auch wenn das die Tinerfenos nicht so gerne hören mögen. Sie vereint alle Vorzüge - und leider auch Nachteile - einer pulsierenden europäischen Großstadt mit einer in Form der wunderschönen Altstadt deutlich sichtbaren Historie und einem der größten Strände der Kanarischen Inseln.
Die Stadt wächst weiterhin schnell und frißt sich in das angrenzende Bergland. Der Hafen ist einer der bedeutendsten dieser Hemisphäre.
Die Touristenzentren konzentrieren sich wieder einmal auf den trockenen Südosten, der in Form der Dünen von Maspalomas sogar einmal natürlich entstandene Sandstrände mit großen Ausmaßen aufweisen kann. Leider bedienen diese Tourismusorte und ihre Gäste sämtliche Klischees vom hässlichen Tourismus wie ihn unzählige Engländer und Deutsche der Sorte Ballermann scheinbar so lieben. Feinsinnigere Naturen sollten diese Gegend meiden.
Der Rest der insel ist ziemlich dünn besiedelt, teilweise sogar einsam und in den hübschen orten findet man noch die klassischen Bars, in denen man sich für wenige Euronen mit Tapas und lokalem Bier satt essen und trinken kann.

Surf: die Nordküste kriegt mal wieder den meisten Swell ab und hat mit El Confital einen Weltklasse reefbreak zu bieten, der auf Grund seiner Nähe zu Las Palmas leider immer überfüllt und dazu stark localized ist. In der Gegend sind noch ein paar mehr beach und reefbreaks, die um so leerer werden, je weiter man sich von Las Palmas entfernt. Leider serden sie häufig vom Nordost Passat oder winterlichen West- bis Nordwinden verblasen.
Die Ostküste braucht großen Nordswell, um zu laufen und leidet stark unter dem bei Windsurfern so beliebten heftigen Passatwinden. Ein paar feine reefbreaks laufen bei den richtigen Bedingungen, sind aber sehr schnell voll.
Die Südküste braucht - logischerweise - Südswell, den es nicht so häufig gibt. Die Westküste hat überwiegend sehr steile Steilküste und versteckt ein paar wenige Schätze, die bei Nordwestswell und östlichen Winden feuern.
Genauere Beschreibungen der Spots geben wir Euch hier nicht, da Gran Canaria eine sehr große Zahl von surfern hat, die sich ihre spots mit ebenfalls nicht kleinen Schar von Travellern teilen müssen. Recherchiert ein bischen selber und geht vor Ort neue Wege und Ihr werdet fündig werden.
läuft am besten, wenn... Beste Wellenzeit ist Oktober bis März. Im Sommer ist der Swell bis auf die seltenen Südswells klein und vor allem an der Ost- und Nordküste ab mittags vom Passatwind verblasen.
Bewertung top 20 in europa
Gefahren im Wasser scharfe Riffe, heftige Wellen, böse Locals
Locals Die Locals von Gran Canaria können unangenehm werden, wenn es zu voll wird, oder Ihr in großen Gruppen den line up entert. Wie auf allen Kanarischen Inseln vermeidet früh aufstehen viel Streß im lineup.
Level Anfänger bis Pro
Boards longboard, thruster für schnelle Wellen, big wave gun, alles abhängig vom spot und der Jahreszeit

Unterkunft Wenn Ihr im Winter kommt und auf derbe Parties mit wilden Engländern und viel zu teure Preise steht, geht am Besten in die Touristen Zentren von Playa de las Americas. Die Szene mit dem Mix aus rot gerösteten Engländern und generell sehr wohl beleibten Pauschaltouristen ist allerdings nur mit sehr viel Alkohol oder sehr gutem Swell zu ertragen.
Für die Südostküste bietet sich Las Americas an, dass sich auf Windsurfer und Kiteboarder spezialisiert hat. Da sind Surfer auch ganz gut aufgehoben.
Als Basis für Entdeckungstouren an der Nordwestküste bietet sich Puerto de La Cruz an (aber Achtung: hier sind in der guten Wellenzeit auch sehr viele Rentner unterwegs).
Wer Spanisch kann, sollte einfach rumfahren und nach einer schönen Unterkunft Ausschau halten. Außerhalb der Hauptsaison findet sich da immer was.
Verpflegung Ihr werdet dort nicht verhungern.
Party Die Touri Hochburgen im Süden bieten alles was man meint zu brauchen. Ansonsten lokale Bars checken.
Kultur: Las Palmas und diverse ursprüngliche Orte im Norden und zentralen Bergland.
Sicherheit Vorsicht in Las Palmas Slumvierteln und am Strand von El Confital.
sonstiges sehr schöne Insel mit sehr schönen Wellen. Beides braucht etwas langen Atem und Geduld um genossen werden zu können.







