Australien --> Sydney

Location:

Sydney, Australien. Älteste und mit 3.774.894 Einwohnern die größte Stadt des australischen Kontinents. Wer durch Australien reisen will startet am besten hier.
Wie Ihr dort hin kommt: Touristen-Visa. Oder 12 Monate mit Work & Travel für alle unter 31. Details sind auf der Website der Australischen Botschaft zu finden.
Landschaft: Subtropischen Klimazone, durch die Nähe zum Ozean abgemildert. Im Sommer (Nov-März) sind Temperaturen um die 30 Grad Standard. Im Winter wird’s relativ kühl, ca. 15 Grad tagsüber, bis 5 Grad nachts. In Sydney gibt’s weder Frost noch Schnee, die tiefste je gemessene Temperatur war 2,1 Grad.

Ansonsten westliche Großstadt mit allen typischen Vor- und Nachteilen. Öffentliche Verkehrmittel sind im Stadtgebiet relativ gut.

Surf:

Die City Beaches (Bondi, Tamarama, Bronte, Coogee, Maroubra) sind ca. 10km vom Stadtzentrum entfernt. Die Qualität der Wellen ist ok aber nichts besonderes. Der Skate Pool auf dem Photo ist direkt am Bondi Beach.

Besser sind die Northern Beaches. Hier reiht sich auf 30 km ein Spot an den nächsten, von Manly über Freshwater, Curl Curl, Dee Why, Long Reef, .... bis nach Palm Beach. Der bekannteste Sport hier ist North Narrabeen an dem auch regelmäßig Contests stattfinden. Manly erreicht man von der Innenstadt in 40 Minuten per Fähre. Je weiter man sich von Manly entfernt, um so „leerer“ wird das Line-Up.

Guten Surf gibt’s auch in Cronulla, jedoch schon ziemlich weit außerhalb der Stadt. Der Strand kam im Dezember 2005 durch eine Massenschlägerei zwischen verfeindeten Banden zu trauriger Berühmtheit.

Der Winter ist wellen-technisch größer und konsistenter. Im Sommer kann es auch schon mal für 2-3 Wochen flat bzw. micro sein.

Die Wasserqualität ist für eine 4 Mio. Stadt relativ gut.

läuft am besten, wenn... Im Winter, sonst je nach Spot
Bewertung absolut TOP!
Gefahren im Wasser Größte Gefahr im Wasser sind herumfliegende Surfboards... inklusive dem eigenen. Line-Ups sind hier i.d.R. voll (s. Locals).

Swim between the flags. An jedem Strand gibt es Badezonen, die mit gelb-roten Fahnen markiert sind. Dort ist das Surfen absolut verboten. Surfen ist erst jenseits der blauen Fahnen erlaubt, die noch etwas außerhalb der Gelb-roten stehen.

Wird’s groß, werden die Strände gesperrt. Dann geht der Spaß richtig los, denn das gilt nur für die Schwimmer. Allerdings sollten die Warnhinweise wie „Dangerous Surf Conditions“ oder „Experienced Surfers Only“ beachtet werden.

Im Sommer gibt es gelegentlich Quellen – Blue Bottle Jellyfish. Unangenehm aber nicht wirklich gefährlich.

Locals Surfen ist Teil der Australischen Kultur. Die Kids gehen vor und nach der Schule zum Surfen. Einen 12-jaerigen neben einem 50-jaehrigen im Line-Up zu sehen ist keine Seltenheit. An den Wochenenden und während der Schulferien ist es daher super-crowded. Zudem finden an den Wochenenden oft lokale Contests statt. Dementsprechend ist auch das Level im Line-Up.

Von verbalen Auseinandersetzungen abgesehen, habe ich in 3 Jahren Sydney noch keinen Localism erlebt. Maroubra eilt in dieser Hinsicht der schlechteste Ruf voraus. Hier sind die Bra-Boys zu Hause. Einfach zu erkennen am markanten Tatoo auf dem Rücken „Bra Boys 2035“ - 2035 ist der MarouBRA post code. Prominentestes Mitglied der Gang ist Koby Abberton, der beim WCT Fiji Pro 2006 in Cloudbreak nachrückte nachdem Kelly verletztungsbedingt abgesagt hatte.

Sydney hat einige herausragende Surfer hervor gebracht.
Occy, Mark Occhilupo, 1999 ASP World Champion
Tom Carroll, two-time world champion
Layne Beachley, six-time world champion

WCT Surfer, die in Sydney wohnen und / oder aufgewachsen sind: Nathan Hedge, Luke Stedman, Toby Martin, Richie Lovett

Kein anderer als der Duke Himself hat das Surfen in Australien populär gemacht. Auf einer Australienreise im Sommer 1915 baute sich Duke Kahanamoku ein Board und demonstrierte den staunenden Sydneysidern am Freshwater Beach sein Können. Local Isabel Letham (1899 - 1995) surfte Tandem mit dem Duke und wurde so zur „ersten Surferin“ Australiens.

Auf den Klippen nördlich von Freshy surft der Duke mit seinem Board - als Statue - auf einer „Fels-Welle“ im Duke Kahanamoku Memorial Park.

Level siehe locals!
Boards Boards und Wetsuits sind in Australien günstiger als in Europa. Die renommierten Marken-Shortboards gehen für 600 A$ (360 EUR) über den Ladentisch. Custom Shapes sind ab 500 A$ zu haben. Gebrauchte Boards gibt’s in den meisten Shops, bei den Pfandleihern und bei eBay AU. Preis je nach Zustand. 250-300 A$ sollte man jedoch mindestens anlegen (Preise von 2006).

Shortboards sind Standard. Bei entsprechendem Swell sind aber auch viele Minimals und Longboards im Wasser. Nehmt also einfach Euer Lieblingsbrett mit. Wer den Transport nicht scheut, deckt mit zwei Brettern praktisch das gesamte Swell-Spektrum ab.

Zum Reisen durch Australien bieten sich Auto, Bus oder 4WD an. Am Kings Cross gibt’s den „berühmten Backpacker Autohandel“, wo die Abreisenden Ihre Karren an die Neuankömmlinge verkaufen. Nationalen UND internationalen Führerschein mitbringen.

Seitdem Virgin Blue und Jetstar präsent sind, kann man auch Inlandsflüge vergleichsweise günstig abstauben. ZB Sydney – GoldCoast fuer ca 100 A$ (60 EUR).

Außerdem sind Abstecher in den Pazifik (Fiji, New Zealand, New Caledonia, Hawaii) oder Bali sehr zu empfehlen. So günstig kommt man da nie wieder hin. Eine Woche inklusive Flug und Unterkunft sind z.Z. für ca. 1000 A$ (600 EUR) zu haben.


Unterkunft Tourismus ist eine der großen Einnahmequellen des 5. Kontinents und entsprechend ist die Ausstattung mit Hostels und Touri-Angeboten. Bei den Hostels reicht die Qualitätsspanne von „Kakalaken-Palast“ bis 5*. Die non profit YHAs (Youth Hostels Association) sind solide. Aber auch bei den Privaten gibt’s sehr nette Anlagen ... bei einigen gibt’s Internetzugang für Gäste gratis.

Wer länger bleibt, sollte sich für die ersten Tage ein Hostel von D-Land aus buchen. Am besten in Bondi, nah zum Meer und zur Stadt. Dort kann man sich erstmal organisieren (Konto, Tax File No, Auto, Mobile Phone, ...). Vom Flughafen gibt’s Airport Shuttles zu den meisten Suburbs. Das sind Kleinbusse die einen z.B. für unter 10A$ nach Bondi bringen. Zug lohnt nicht, da hier der Flughafen-Touri-Abzocker-Tarif gilt.

Möblierte Zimmer in WGs werden in fast allen Hostels, Travel-Shops und Internet Cafes angeboten. Bei 100 A$ (60EUR) pro Woche geht’s los, 150A$ /Wo sind hier jedoch gut investiert.

Sehenswuerigkeiten gibt es für jeden Geschmack. Zum Pflichtprogramm gehören: Opera House, Sydney Tower, Cirqular Quay, Harbour Bridge, Bondi-Bronte Walk, Darling Harbour, Sydney Aquarium, Toronga Zoo, Ferry to Manly, Sydney Fish Market. Außerhalb liegen die Blue Mountains und diverse Nationalparks.

Verpflegung Seafood, Steaks, Beer, das gesamte Fast-Food Programm, viele asiatische Restaurants und Take-Aways. Außerhalb der Touri-Pfade findet man italienisches Flair in Leichardt, chinesische Spezialitäten in Burwood und Koreaner in Strathfield. Ab 10 A$ (6 EUR) pro Mahlzeit geht’s los.

Der Australier liebt sein BBQ und das dazugehörige Beer. Bier ist teurer als in Deutschland und nicht unbedingt qualitativ gleichwertig. Unter den „Standard Produkten“ ist Carlton Draught empfehlenswert. Versucht euch an VB oder XXXX, um mal richtiges Mainstream-Aussie-Bräu zu probieren. Fosters trinkt hier niemand. Cheers.

Alkohol gibt es nur in lizensierten Restaurants, Pubs und Clubs. Für den
“Heim-Konsum“gibt’s den Stoff nur in den Bottle Shops. Diese schließen - je nach Suburb - zwischen 20 und 22 Uhr. Danach gibt’s nur noch was im Pub. Also kein Shoppen am Kiosk oder an der Tanke. Schocke einen echten Aussie mal so richtig und erzähl ihm, dass es in Europa Bier bei McDonalds gibt.

BYO (bring your own) ist eine Nobelpreis-verdächtige Erfindung Australiens. Die Restaurants, die dabei mitmachen, sind entsprechend mit „BYO“ gekennzeichnet. Man kauft sich seinen Alkohol im Bottle Shop und bringt diesen mit ins Restaurant. Da zahlt man 1-2 A$ fürs Servieren und Kaltstellen der Drinks. Achtung, vorher abchecken ob 1-2 A$ pro Flasche oder pro Person veranschlagt werden. In manchen Touri-Ecken ist das nicht ganz so günstig. Bessere Locations haben oft „BYO – Wine Only“. Bei kleineren BYO Restaurants und Take-Aways geht’s oft auch ganz ohne corkage (0A$).

Auf jeden Fall Känguruh und Crocodile Steak probieren.

(Leitungs-)Wasser ist in allen Restaurants umsonst.

Solltet ihr dennoch Heimweh verspüren, zieht Euch ein 10A$ Weißbier beim Löwenbräu in The Rocks rein. Scarry Entertainment Program wie Schuhplattler in Lederhosen inklusive - hauptsächlich von japanischen Touristen besucht. Der deutsche Exportschlager Bier ist aber auch sonst an vielen Ecken anzutreffen, z.B. im Bavarian Beer Cafe am Manly Wharf.

Zigaretten sind teuer, ca. 6 Euro für ein 25er Pack. Wer’s braucht deckt sich vorher ein, z.B. beim Zwischenstop in Asien. 250 können z.Z. tax free importiert werden.

Kultur Sydney ist multikulturell. Über 30% der Einwohner sind außerhalb Australiens geboren. Die größten Einwanderungsgruppen sind Engländer (liebevoll POMies genannt – Prisoner Of Her Majesty), Chinesen und Neuseeländer.

Um mal als einziger Europäer in einem Restaurant zu sitzen, fahrt zum Mittag nach Strathfield „Yum Cha“ essen. Sehr lecker. Z.B. beim Chinesen am Strathfield Plaza oder bei einem der vielen Koreaner. Hier seid ihr fünf Zugstationen von der City entfernt und dennoch in Asien.

Ansonsten merkt man den Aussies die junge Kultur an. Alles ist easy going. Die Mentalität liegt irgendwo zwischen Europa und USA.

Und auch ansonsten rockt Sydney mächtig. Im September kommen Placebo, im November Pearl Jam und U2 und die Red Hot Chili Peppers sind im April `07 dran.

Pick-UPs heißen Ute und Flip-Flops sind Thongs... was aber auch für G-Strings stehen kann. Alles klar...

Party Party-Hochsaison ist November bis Februar. Dann brennt in den Backpacker Hochburgen Bondi und Manly die Luft. Die Klassiker in Bondi sind das Bondi Hotel und das Beach Road Hotel. In Manly geht’s ins New Brighton /Shark Bar oder The Steyne Hotel.

Locals und Touris mischen sich in der City und im „Amüsierviertel“ Kings Cross.

Ausweiskontrolle am Eingang ist generell üblich. Auch wenn Ihr bereits jenseits der 30 seid. Also ID nicht vergessen!

Ohne Handy läuft hier gar nichts! Weder Jobsuche, noch Party. Manche Handies aus D-Land funktionieren hier, manche nicht. Mitbringen lohnt also auf jeden Fall. Und dann einfach eine Pre-Paid-Karte besorgen... und los geht die Party!

Sicherheit Ist mit europäischen Metropolen vergleichbar.
sonstiges Es gibt mehrere renommierten Unis und zahlreiche kleinere private Bildungseinrichtungen in Sydney. Surfern sei die UNSW ans Herz gelegt. Aber auch mit der Sydney Uni und der University of Technolgy (beide im Stadtzentrum) kann man sich logistisch arrangieren.

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