BANZAI PIPELINE, Oahu/Hawaii
Dank der vermutlich besten Bedingungen die das Pipe Masters je gesehen hat, konnte der Contest bereits in den ersten drei Tagen der Waiting Period komplett über die Bühne gebracht  werden. Der sehr starke John John Florence konnte sich letztendlich in einem hochgradig spannenden Viertelfinale nur knapp nicht gegen Kelly Slater durchsetzen und machte so den Weg frei für einen ebenso souveränen, wie lockeren Kieren Perrow. Der 34-jährige Australier ließ sich dann auch nicht lange bitten und gewann sein Finale. Sein Gegner Joel Parkinson lieferte den gesamten Contest zwar auch eine sehenswerte Leistung und hatte zuvor bereits Kelly Slater im Halbfinale eliminiert, konnte Kieren Perrows Entschlossenheit aber im Finale nichts mehr entgegensetzen .

Kieren Perrow war im vergangenen Jahr bereits Zweitplazierter des Pipe Masters und laut eigener Aussage bis zu seinem Sieg diesem Jahr nicht über seinen damaligen Verlust hinweggekommen. Nun zementiert er aber seinen Status im Line-up der ASP World Tour und darf im nächsten Jahr wieder ganz oben mitmischen.
Weitere Highlights des Pipe Masters 2011 waren definitiv die Präsenz des über eine Wildcard teilnehmenden Evan Valiere, der mit seiner Leistung unter anderem Freddy Patacchia  in der Vorrunde eliminierte. Der sympathische Freddy wird somit leider nächstes Jahr nicht mehr regulär im Kader der World Tour auftauchen. Außerdem sahen wir einige sehr schöne Wellen von Shane Dorian in der Vorrunde, der aber leider im weiteren Verlauf seinen Rhythmus nicht halten konnte. Ganz im Gegensatz zu einem souveränen Michel Bourez, der konstant hohe Scores lieferte und  erst aufgrund seiner nicht ganz optimalen Selektion im Halbfinale gegen Kieren Perrow ausschied.
Trotz seines Ausscheidens im Viertelfinale, reichte der Vorsprung von John John Florence aus den vorangegangenen Events noch aus, um als bisher jüngster Sieger der Vans Triple Crown in die Geschichte einzugehen. Wenn der junge Mann so weitermacht, können wir uns in jedem Fall noch auf eine Menge schönes Surfen in den kommenden Jahren auf der World Tour freuen.
Alles in allem war das Pipe Masters 2011 ein schönes Abschlussevent der ASP World Tour in diesem Jahr, das trotz der Präsenz der üblichen Verdächtigen noch ein paar Abwechslungen zu bieten hatte und außerdem ein weiteres mal bewies, dass die Hawaii Locals etwas von ihren Wellen verstehen. Auch wenn am Schluss ein Australier die Nase vorn hatte und auch die folgenden Plätze nicht an Hawaiianer vergeben wurden, war in der Vorrunde doch eine deutliche Dominanz zu sehen. In den ersten drei Runden wurden nur 2 der 26 Heats an denen ein Hawaiianer teilnahm, verloren. Bei insgesamt 36 gesurften Heats eine Statistik, die sich durchaus sehen lassen kann.

Die Highlights gibt es hier zu sehen:

Ergebnisse

1 – Kieren Perrow (AUS) 13.17
2 – Joel Parkinson (AUS) 7.00

Semifinals:
SF 1: Joel Parkinson (AUS) 17.23 def. Kelly Slater (USA) 16.83
SF 2: Kieren Perrow (AUS) 12.00 def. Michel Bourez (PYF) 4.07

Quarterfinals:
QF 1: Joel Parkinson (AUS) 12.00 def. Jamie O’Brien (HAW) 9.43
QF 2: Kelly Slater (USA) 17.53 def. John John Florence (HAW) 16.70
QF 3: Michel Bourez (PYF) 7.70 def. Evan Valiere (HAW) 3.66
QF 4: Kieren Perrow (AUS) 17.23 def. Gabriel Medina (BRA) 9.26

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