Nordreport 1 / 2008
Nordsee / OstseeTeilen
Oh Mann, jetzt werden die Tage ja schon wieder kürzer. Die erste Hälfte von 2008 ist rum und seit meinem Tagestrip im Februar war ich bisher erst ein mal wieder an der Nordsee im Wasser.
Im April hatten wir ja eine endlose Periode mit absolut flacher Nordsee und Windstille = nicht mal Windwellen – am Ostsee. Im Mai wurde es dann Sommer mit echt netten Temperaturen und einer endlosen Ostwindperiode. Die sorgte allerdings dafür, dass am Ostsee sehr konstant Windwellen liefen. Der lange Surfentzug im Frühjahr in Verbindung mit den sommerlichen Temperaturen und dem regelmäßigen Windswell führte an den „Top“-spots in der Lübecker Bucht und im nördlichen Schleswig Holstein zu unglaublichen Szenen im Wasser. Vor allem an der Seebrücke in Timmendorf gab es regelmäßig kalifornische Zustände mit gut 50 Leuten im Wasser. Anfänger, Sommersurfer und core locals trieben sich da gemeinsam in Haufen im Wasser herum und lagen sich entweder im Weg, dropten sich rein oder fuhren sich schon mal gegenseitig um (Leute, BITTE beachtet die Regeln). Und das in Wellen, bei denen im Rest der Surfwelt gar nicht dran denken würde, surfen zu gehen. Gut, für den Ostsee war das teilweise nicht schlecht und die Wellen waren trotz extrem kurzer Periode und mangelnder Form tatsächlich surfbar. Und das nicht nur mit dem longboard sondern auch mit Kurzware, was vor allem in Timmendorf ein paar Jungs eindrucksvoll bewiesen. Airs sieht man zwar noch nicht, aber ordentliche Turns sind keine Seltenheit und ein paar Jungs haben es sogar drauf, den Pier zu „shooten“ (Filmclip dazu gibt´s demnächst hier). Bitte nur nachmachen, wenn Ihr absolut sicher auf dem Brett steht, denn die Pfeiler der Seebrücke sind HART. Dadurch dass es lange hell ist und das Wasser schnuckelige 17 Grad hatte kamen selbst arbeitende Menschen auf im Schnitt 3 bis 4 Surftage pro Woche.
img src="pics/nordreport12008/3.jpg"/>Ich hielt mich da lieber raus weil ich ein bisschen allergisch gegen zu große Crowds und verblasene Windwellen bin. Meinen Surfentzug bekämpfte ich dabei indem ich auf dem Windsurfer unterwegs war. Trotzdem war ich heilfroh, als die Tiefdruckgebiete Anfang Juni endlich ihren Streik beendeten und sich auch mal wieder Richtung Nordsee bequemten. Das löste dann zwar als erstes die berüchtigte Schafskälte aus, aber bei 17 Grad Wasser stören 11 Grad Luft nicht wirklich, vor allem wenn kaum Wind weht und ein brauchbarer Nordwestswell auf Dänemarks Küsten zuläuft (und auf die von Holland und good ol´ Germany). Seitdem ist der Teich fast ständig in Bewegung und für eine gute Nordseewelle verpasse ich auch gerne mal ein Deutschland Spiel. Übrigens, wer zu faul zum Paddeln ist sollte sich mal anschauen, was die Jungs mit den Teebeuteln zur Zeit so an der anstellen. Seitdem die Kiteboarder Surfboard ähnlich Bretter fahren setzen sie die härtesten Cutbacks an der Nordsee…….. Genießt den Sommer und habt Geduld: der Herbst kommt bald!







